Das erste Finale des NBA In-Season Tournaments steht fest: LeBron James greift mit den Los Angeles Lakers nach dem Premierentitel. Der zusätzliche Wettbewerb ist für die Liga ein Erfolg.
LeBron James ließ keinen Zweifel an seiner Mission in Las Vegas. "Das In-Season Tournament war bisher echt gut für uns", sagte der Superstar der Los Angeles Lakers nach dem Einzug ins Finale des neugeschaffenen Pokal-Wettbewerbs der NBA: "Aber wir müssen unser Frühstück auch beenden."
James, mittlerweile 38 Jahre alt und noch immer einer der besten Basketballspieler der Welt, schwirrten nach dem klaren 133:89 gegen die New Orleans Pelicans keineswegs Gedanken an Croissants, frisches Rührei oder nahrhaftes Müsli im Kopf herum.
Vielmehr soll ein Endspielcoup gegen die Indiana Pacers in der Nacht zum Sonntag europäischer Zeit (2:30 Uhr/DAZN) früh in der Saison frische Energie bei den Lakers freisetzen für das lange Rennen um die Meisterschaft.
82 Spiele absolviert jedes Team in der Hauptrunde der Eliteliga, und erstmals wurden nun Teile des oft etwas schleppenden ersten Saisondrittels auch für den Pokalwettbewerb gewertet, der mit dem Höhepunkt in der Zocker-Metropole zu Ende geht.
NBA-Star Schröder vergleicht In-Season-Turnier mit DFB-Pokal
Nach anfänglicher Skepsis fand der neue Wettbewerb durchaus Anklang. "Ich finde es geil, weil ich Fußballfan und mit Pokalwettbewerben wie dem DFB-Pokal oder dem FA-Cup aufgewachsen bin", sagte Weltmeister Dennis Schröder bei "Spox": "Ich glaube, dass die NBA da etwas Geiles aufbaut."
Auch Liga-Boss Adam Silver zeigte sich hochzufrieden und erwartet, dass sich das Format weiter etabliert.
Die für Silver wichtigen TV-Zahlen legten in den USA zu. Turnierspiele erreichten auf ESPN und TNT laut Forbes durchschnittlich 1,5 Millionen Zuschauer, was einem Anstieg von 26 Prozent gegenüber den Partien im gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Im Vergleich zu Spitzenspielen der Football-Liga NFL, die sonntags regelmäßig mehr als 15 Millionen Zuschauer einschalten, bleiben die Quoten zu Saisonbeginn allerdings überschaubar.
Wenn es Anfang Juni um die NBA-Championship geht, sitzt auch eine zweistellige Millionenzahl an Basketball-Fans in den Vereinigten Staaten vorm Fernseher. Und James will dann mit seinem Team auf dem Spielfeld stehen. "Es ist erst Dezember, ich mache mich noch nicht verrückt über das Ganze", sagte der viermalige Meister nun in Las Vegas, wo er eines Tages ein neues Team aufbauen will.
Zunächst aber zählt für ihn nur der erste Titel im neuen Wettbewerb, der jedem Spieler 500.000 US-Dollar einbringen würde.



































