Die NBA spielt weiterhin mit dem Gedanken, in naher Zukunft eine eigene Liga in Europa zu etablieren. Die bestehenden Organisationen und Verbände fürchten um ihren Einfluss und Zukunft. Insbesondere bei der EuroLeague ist die Sorge vor einem Verlust der Stellung groß. Paulius Motiejunas schlägt Alarm.
"Wir sprechen weiterhin mit der NBA, aber es gibt kaum Fortschritte", erklärte der Liga-Boss im Gespräch mit der spanischen TageszeitungEl Pais den aktuellen Stand der Dinge: "Die verfolgen ihren eigenen Plan und reden bereits über Städte und Teams. Das ist nicht der richtige Weg." Ein gemeinsames Projekt mit der NBA sei für die EuroLeague aktuell aber auch kein Thema, so der Litauer weiter.
Der NBA-Direktor für Europa und den Nahen Osten, George Aivazoglou, hatte zuletzt am Rande der Preseason-Spiele in Abu Dhabi erste Details zu einer möglichen Liga in Europa verraten. Gegenüber dem französischen Blatt L'Equipe nannte Aivazoglou ein mögliches Startdatum und gab Details zum geplanten Spielmodus bekannt. Die Liga soll demnach aus insgesamt 16 Teams bestehen.
Europa hat "keinen Bedarf für eine weitere Liga"
Zwölf Mannschaften erhalten eine feste Mitgliedschaft, während die verbleibenden vier Startplätze leistungsbasiert vergeben werden. Das früheste Startdatum wäre voraussichtlich Oktober 2027, sprich die Saison 2027/28. Der Termin sei allerdings noch nicht endgültig fix. Zudem wird über die Gründung neuer Franchises in europäischen Metropolen wie London oder Paris nachgedacht.
"Wenn das so weitergeht, wird die NBA dem europäischen Basketball nur schaden. Es gibt keinen Bedarf für eine weitere Liga - wir haben bereits vier Wettbewerbe", kritisierte Motiejunas die vorgestellten Pläne scharf. Sorgen um die Vormachtstellung der EuroLeague macht sich der 44-Jährige nach eigener Aussage aber nicht.
"Wir werden die europäische Basketball-Mentalität schützen und gleichzeitig neue Märkte erschließen", tönte er: Wir bleiben die beste Liga Europas - mit oder ohne die NBA."


































