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Drama, Zittern, Emotionen: United & Ajax im EL-Finale

Marouane Fellaini ebnete Uniteds Weg ins Finale
Marouane Fellaini ebnete Uniteds Weg ins Finale
Foto: © getty, Gareth Copley
11. Mai 2017, 22:58

Star-Trainer José Mourinho greift nach seinem ersten Titel mit Manchester United. Dem englischen Rekordmeister genügte im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Celta Vigo ein 1:1 (1:0), um nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel ins Finale am 24. Mai in Stockholm gegen Ajax Amsterdam einzuziehen.

Der niederländische Rekordchampion konnte sich nach dem 4:1 im Hinspiel bei Olympique Lyon eine 1:3 (1:2)-Niederlage erlauben.

Sollte Manchester im ersten Jahr unter Mourinho den Titel holen, würde der Klub in einen elitären Kreis aufsteigen. Alle drei europäischen Pokale haben bislang nur Bayern München, Juventus Turin, der FC Chelsea und Ajax Amsterdam in der Vitrine stehen. Ajax träumt derweil vom ersten europäischen Titel seit dem Champions-League-Triumph vor 22 Jahren. Der Sieger der Europa League bekommt automatisch das Startrecht für die Champions League.

Manchester blieb dank des Tores von Marouane Fellaini (17.) auch im 18 Europacup-Heimspiel im Old Trafford in Folge ungeschlagen, der Ausgleichstreffer von Facundo Roncaglia (85.) kam zu spät. In der Anfangsphase hatten die Gastgeber leichte Probleme, nach dem Kopfballtreffer des belgischen Nationalspielers Fellaini bekam United das Spiel etwas besser unter Kontrolle. Celta war zwar bemüht, im Angriff mangelte es aber an der notwendigen Durchschlagskraft.

Rot-Hagel in der Schlussphase

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verhinderte Vigo-Torhüter Sergio Álvarez gegen den Ex-Dortmunder Henrikh Mkhitaryan einen weiteren Gegentreffer (49.). Manchester überließ den Gästen in der Folge meist den Ball und stand tief. Lücken für die Spanier ergaben sich aber nur selten, nach Roncaglias Ausgleich wurde es aber noch einmal spannend. In der hektischen Schlussphase sahen Torschütze Roncaglia und Manchesters Éric Bailly (88./beide Tätlichkeit) die Rote Karte.

"Das war ein verrücktes Spiel. Am Ende war es ganz schön eng. Aber wird sind im Finale, und nur das zählt", sagte Manchesters Mittelfeldspieler Ander Herrera. "Wir haben bis zum Ende gezittert, das Spiel war bis zur letzten Sekunde offen", sagte Mourinho: "Nach 14 Spielen sind wir im Finale. Wenn wir die Europa League gewinnen, bin ich mehr als glücklich. Das wäre fantastisch."

Lacazette-Doppelschlag lässt Ajax zittern

In Lyon bot Ajax mit dem Ex-Gladbacher Younes in der Startelf derweil über weite Strecken der ersten Halbzeit eine gute Vorstellung. Kasper Dolberg (27.) brachte den Schalke-Bezwinger beim siebenmaligen französischen Meister verdient in Führung. Die Gastgeber zeigten sich vom mutigen Auftritt der Niederländer zunächst beeindruckt, offensiv fiel Olympique bis zum Ausgleich durch Alexandre Lacazette (45., Foulelfmeter) nicht viel ein. Der unter anderem mit Borussia Dortmund in Verbindung gebrachte Torjäger legte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach (45.+1).

Beflügelt vom späten Doppelpack erhöhte Lyon zu Beginn der zweiten Halbzeit den Druck und drängte auf den dritten Treffer. Ajax wirkte verunsichert, Offensivaktionen gab es zunächst kaum noch. Nach dem 3:1 durch den eingewechselten Rachid Ghezzal (81.) hoffte Lyon auf die Verlängerung, am Ende retteten die Niederländer den Vorsprung aus dem Hinspiel aber auch in Unterzahl nach Gelb-Rot gegen Nick Viergever (84./wiederholtes Foulspiel) über die Zeit - der Ex-Schalker Heiko Westermann kam dabei nicht mehr zum Einsatz.

 

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