Der VfB Stuttgart hat in der Europa League trotz verspielter 2:0-Führung einen 3:2-Sieg gegen die Young Boys aus Bern eingefahren. Cheftrainer Sebastian Hoeneß fand hinterher deutliche Worte - des Lobes und auch der Kritik.
Der VfB Stuttgart hat die Ligaphase der Europa League nach dem Last-Minute-Sieg gegen die Young Boys als Elfter abgeschlossen, nun führt der Weg ins Achtelfinale über die Playoffs (Auslosung ab 13:00 Uhr im Live-Stream). Gerade in der Anfangsphase wussten die Schwaben vor ausverkauftem Haus zu überzeugen.
Cheftrainer Sebastian Hoeneß betonte hinterher bei NITRO: "Wir haben 35 Minuten wie aus einem Guss gespielt, hatten die absolute Kontrolle und viele Chancen."
Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus lobte die Anfangsphase des Bundesligisten, als der VfB Stuttgart zwei frühe Tore durch Deniz Undav (6.) und Ermedin Demirovic (7.) erzielte. "Frühe Balleroberung, Ball in die Tiefe, gute Strafraumbesetzung, Undav macht mit der ersten Chance gleich das 1:0", fasste der Rekordnationalspieler zusammen. Der VfB hatte eine beeindruckende "Kontrolle" über das Spiel, alles spielte sich in der Hälfte der Gäste ab.
Matthäus zum Ausgleich: "Warum steht denn da kein Weißer?"
Dann jedoch habe man es "versäumt, das dritte Tor zu machen, dann wäre das Spiel für Bern vorbei gewesen", so Hoeneß. Sein Team habe "nicht mehr so weitergespielt wie in den ersten 35 Minuten. Das müssen wir uns natürlich ankreiden lassen, das Spiel ist komplett aufgegangen".
Mehr dazu:
Womöglich, so Hoeneß, habe es sich zu "leicht" in der ersten halben Stunde angefühlt. "Es war viel Aktivität und Spielfreude auf dem Platz, Zielstrebigkeit und Effizienz. Doch gerade die Effizienz hat dann nachgelassen. Auf einmal steht es 2:1 und es passiert etwas in diesem Spiel. Das muss uns eine Lehre sein. Wir werden daraus lernen."
Armin Gigovic (42.) nach einem Aufbaufehler der VfB-Hintermannschaft und Sandro Lauper (57.) mit einem Traumtor nach einer Ecke stellten die Partie in der zweiten Halbzeit auf den Kopf.
Matthäus kritisierte vor allem die VfB-Zuordnung vor dem 2:2, als Lauper per Volley aus der Distanz traf: "Ich habe es vorher gesagt: Am Sechzehner ist kein Stuttgarter! Ich kenne die Situation aus eigener Erfahrung. Einer muss da fokussiert sein, der Ball kam dorthin wo ich ihn erwartet habe. Warum steht denn da kein Weißer? Das hätte man vermeiden können."
Chema Andrés (90.) setzte dann mit einem perfekt ausgespielten Konter den positiven Schlusspunkt für die Stuttgarter.




























