Die Gewinner und Verlierer der NFL Wild Card Round
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Gewinner und Verlierer der NFL Wild Card Round
Für einige Teams ist der Traum vom Super Bowl LX bereits in der ersten Playoff-Runde ausgeträumt. Am Wild Card Weekend ging es in allen Partien äußerst spannend zu. Wir werfen einen Blick auf die Gewinner und Verlierer des Playoff-Auftaktes:
Gewinner: Caleb Williams (QB, Chicago Bears)
Er warf zwar auch zwei Interceptions, doch letztlich war es Williams, der sein Team ins Spiel zurückgeholt hat, teils mit verrückten Würfen. Er zeigte in diesem Spiel, was mit ihm möglich ist. Und mit 361 Yards hat er direkt einen Playoff-Franchise-Rekord aufgestellt.
Gewinner: Colston Loveland (TE, Chicago Bears)
Mit nur 21 Jahren übernahm der Passempfänger gleich Verantwortung. Beim Mega-Comeback ging der Youngster mit 137 Receiving Yards vorweg. Von Caleb Williams wurde Loveland gleich achtmal erfolgreich gefunden. Erwies sich auch in der heißen Schlussphase als sichere Bank.
Verlierer: Matt LaFleur (Head Coach, Green Bay Packers)
In der ersten Halbzeit machte der Cheftrainer der Packers nahezu alles richtig. Doch - wie so oft in den letzten Wochen - ging es danach bergab. Das Play Calling des 49-Jährigen warf einmal mehr Fragen auf, ein komfortabler Vorsprung wurde hergeschenkt. War es das für LaFleur in Wisconsin?
Verlierer: Brandon McManus (Kicker, Green Bay Packers)
Der Kicker hat die Packers dieses Spiel gekostet. McManus vergab zwei Field-Goal-Versuche und auch noch einen Extrapunkt. Das sind sieben Punkte, die er liegen gelassen hat. In einem so engen Spiel darf das nicht passieren und könnte ihn womöglich sogar seine Anstellung kosten.
Gewinner: Matthew Stafford (QB, Los Angeles Rams)
Er sah nicht immer gut aus, doch wie er sein Team gegen die Panthers mit nur noch ganz wenig Zeit auf der Uhr am Ende doch nochmal zurückbrachte, war beeindruckend. Seine Handverletzung machte ihm zu schaffen, zudem leistete sich Nacua mehrere Drops. Doch Stafford ließ sich nicht beirren.
Gewinner: Bryce Young (QB, Carolina Panthers)
Dass die Panthers, die als klare Außenseiter in das Duell mit den Rams gegangen waren, bis zum Ende Chancen auf den Sieg hatten, lag an einer starken Vorstellung des Spielmachers. Young dürfte mit 288 Total Yards und zwei TD sehr gute Argumente gesammelt haben, dass seine 5th-Year-Option gezogen wird.
Gewinner: Mike Jackson (CB, Carolina Panthers)
Der Veteran war der Lichtblick einer ansonsten eher wackligen Panthers-Defensive. Auch gegen die starken Receiver der Rams machte der Cornerback einen fantastischen Job, der trotz zwei wichtiger Pass Breakups und einer Interception nicht mit dem Weiterkommen belohnt wurde.
Verlierer: Ejiro Evero (DC, Carolina Panthers)
Umso länger die Panthers den favorisierten Rams einen engen Fight lieferten, desto konservativer wurde der 45-Jährige in seinem Play Calling. Zudem hielt der DC zu lange an der nicht funktionierenden Cover 3 fest. Geblitzt wurde Rams-QB Stafford kaum einmal, konnte das Spiel so noch drehen.
Verlierer: Defensive Front der Carolina Panthers
Die Panthers brauchten viel zu lange, ehe sie Druck auf Stafford erzeugten. Erst als sie blitzten, wurde es besser. Aber: Stafford war lausig gegen Pressure und brachte dann keinen seiner sieben Pässe an. Stattdessen kassierte er seinen einzigen Sack und warf die Interception, sowie fast einen weiteren Pick. Doch Pressure gelang dieser Front zu selten.
Gewinner: Josh Allen (QB, Buffalo Bills)
Schmerzhafte Fingerverletzung? Heftiger Schlag auf das Knie? So mancher NFL-Quarterback hätte womöglich bereits in Halbzeit eins die Flinte ins Korn werfen müssen, jedoch nicht der 29-Jährige. Präsentierte sich nicht nur in Gala-Form, sondern unterstrich noch einmal seine MVP-Ambitionen.
Verlierer: Trevor Lawrence (QB, Jacksonville Jaguars)
Drei schwerwiegende Patzer waren schlussendlich zu viel gegen die Bills. Im zweiten Drive leistete sich der Quarterback eine fatale Interception, dann war bei einem 4th Down zu früh am Boden. Die Hoffnung auf ein Weiterkommen warf er in einer heißen Schlussphase mit seiner zweiten Interception weg.
Gewinner: Christian McCaffrey (RB, San Francisco 49ers)
Das Multi-Talent der 49ers war natürlich wie immer überall zu finden. Vor allem aber in der Endzone, wo CMC zwei Touchdowns fing und damit die Weichen auf Sieg stellte.
Gewinner: Robert Saleh (DC, San Francisco 49ers)
Vollenden musste es jedoch die Defensive, die trotz etlicher Verletzungssorgen einmal mehr ablieferte. Das ist auch der Arbeit von Robert Saleh zu verdanken, der seine Mannen sehr gut einstellte.
Verlierer: Kevin Patullo (OC, Philadelphia Eagles)
Geholfen hat dabei jedoch auch der Gegner. Das Play Calling der Eagles von Kevin Patullo ist einfach nicht gut genug und viel zu berechenbar. Erneut lief er mit Runs in early Downs in eine Wand und brachte sein Team damit in Not. Das dürfte sein letztes Spiel gewesen sein. Eine Forderung, die von den Fans bereits vor Wochen lautstark geäußert wurde.
Verlierer: AJ Brown (WR, Philadelphia Eagles)
Jemand, der deshalb gar nicht in sein Spiel fand, war AJ Brown, der aber selbst auch nicht seinen besten Tag hatte. Wieder einmal fiel Brown mehr durch schlechte Körpersprache und einen Disput mit den Coaches auf und nicht mit seiner Leistung.
Gewinner: Mike Vrabel & Drake Maye (New England Patriots)
Die New England Patriots haben erstmals seit sechs Jahren wieder ein Playoff-Spiel gewonnen. Seinerzeit waren Tom Brady und Bill Belichick noch am Ruder. Seither ist viel passiert, doch im Wesentlichen trägt der Aufschwung in dieser Saison auch die Namen Vrabel und Maye.
Gewinner: Pass Rush der Patriots
Der Star gegen die Chargers war allerdings die Defensive und da vor allem der Pass Rush. Williams, Chaisson und Co. machten Justin Herbert das Leben richtig schwer und verursachten unter anderem sechs Sacks.
Verlierer: O-Line der Chargers
Allerdings hatten die Patriots sicherlich auch schon schwerere Aufgaben als die Offensive Line der Chargers, die - verletzungsbedingt - seit Wochen einer Drehtür ähnelt...
Verlierer: Justin Herbert (QB, Los Angles Chargers)
...und Justin Herbert dazu zwingt, ständig auf der Flucht zu sein. In den letzten Wochen gelang ihm das immer wieder eindrucksvoll, sich trotz jeder Menge Drucks zu befreien, gegen die Patriots hatte er damit so seine Probleme und hielt zudem stellenweise zu lange den Ball.