Damit ist der Riesenslalom aus Adelboden also vorbei. Morgen aber geht es schon weiter mit dem Slalom. Um 10:30 Uhr geht es los. Bis dahin und einen schönen Tag!
14:36
Tolles Mannschaftsergebnis der Schweiz
Das Team aus der Schweiz hat mit vier richtig guten Platzierungen für eine tolle Stimmung bei den Zuschauern gesorgt. Marco Odermatt gewinnt einmal mehr, Loic Meillard (6.) verbessert sich um vier, Luca Aerni um einen Platz. Das beste Ergebnis im zweiten Durchgang aber kommt von Thomas Tumler, der sich um zwölf Plätze nach vorne geschoben hat und zwölfter wird.
14:33
Haaser bester Österreicher
Raphael Haaser hat sein Ergebnis aus dem ersten Durchgang noch etwas verbessert und wird als achter bester Österreicher. Joshua Sturm ist vor allem im letzten Teil noch weiter hinter gerutscht und wird 14. Lukas Feurstein (21.) hat sich dagegen um sieben Plätze verbessert. Stefan Brennsteiner und Marco Schwarz sind leider ausgeschieden.
14:31
Gratz mit weiterem Top Ten Ergebnis
Aus deutscher Sicht hat Fabian Gratz für gute Laune gesorgt. Mit der zweitschnellsten Fahrt im zweiten Lauf hat er sich um 14 Plätze verbessert und beendet den Tag auf dem neunten Platz. Das ist nach dem fünften Platz aus Alta Badia das zweitbeste Ergebnis seiner Karriere. Anton Grammel dagegen ist auf den 22. Platz zurück gefallen. Und für Alex Schmid war der zweite Lauf schnell vorbei, denn er ist ausgeschieden.
14:27
Festtagsstimmung in Adelboden
Wie die Stimmung auf der Tribüne gerade ist, kann man sich vorstellen. Die Athleten und Zuschauer haben dem fast schon ekligen Wetter getrotzt und wurden mit einem spannenden Rennen belohnt. Marco Odermatt gewinnt also deutlich vor Lucas Pinheiro Braathen und Leo Anguenot. Der Franzose steht damit zum zweiten Mal in seiner Karriere auf dem Podest.
Es ist jetzt alles bereitet für das große Finale dieses Rennens. Marco Odermatt hat das Ergebnis jetzt selbst in der Hand. Der Schweizer schiebt direkt nach vorne, lässt sich den Schnee ins Gesicht peitschen aber baut seinen Vorsprung aus. Was soll man dazu noch sagen, Odermatt zieht durch, kommt mit einer halben Sekunde Vorsprung über die Ziellinie und jubelt über einen weiteren Sieg! Zum fünften Mal in Folge gewinnt also Marco Odermatt den Riesenslalom von Adelboden.
Lucas Pinheiro Braathen hat eine Mission: Die Führung übernehmen und Marco Odermatt gleich herausfordern. Und so geht er es auch an. Voll auf Zug und ohne zurück zu ziehen sucht er sich seinen Weg nach unten. Einmal fällt er auf den zweiten Platz zurück, kommt aber nochmal ran und holt trotz einiger Unsauberkeiten die Führung!
Drei stehen noch oben und Timon Haugan darf als erstes los. Mit dieser grandiosen Fahrt von Anguenot eben kann er aber nicht mithalten. Haugan gibt alles, sucht sich die guten Wege und wird einmal richtig nach hinten reingedrückt. Aber er bleibt drin im Kurs, beißt durch und sichert sich den zweiten Platz.
Leo Anguenot ist gestartet und baut seinen Vorsprung direkt aus! Anguenot springt förmlich um die Tore, zieht seine saubere Linie durch den Schnee und büßt einfach keine Zeit ein! So geht es ganz verdient auf den ersten Platz. 75 Hundertstel Vorsprung im Ziel, das muss man ihm auch erstmal nachmachen! Der Jubel von ihm und den französischen Betreuern sagt da einfach alles.
Während Henrik Kristoffersen unten noch immer außer Atem ist von seiner Fahrt, springt oben Joshua Sturm aus dem Starthaus. Es sieht so aus, als könne er seine Leistung aus dem ersten Durchgang wiederholen! Sturm fährt zielstrebig und offensiv, zieht nicht zurück und bleibt so lange vorn. Aber dann wird auch ihm der letzte Abschnitt zum Verhängnis! Er kommt nicht mehr nach vorne, verliert viel Zeit und sortiert sich nur auf Platz zehn ein.
Und dann ist auch schon Marco Schwarz auf der Piste und gibt von Anfang an alles. Der Vorsprung wächst während der gesamten Fahrt und lässt sich nicht davon beirren, dass er immer wieder wegrutscht. Der letzte Steilhang wird ihm dann aber zum Verhängnis, er rutscht weg und erreicht das nächste Tor nicht mehr! Das war bis dahin richtig gut.
Das war zu viel Engagement! Alex Vinatzer übersieht die erste Welle, rutscht weg und stürzt. Allerdings bleibt er im Kurs, steht wieder auf und fährt weiter. Ein gutes Ergebnis wird das natürlich nicht mehr, aber mit Platz 21 gibt es wenigstens noch Weltcuppunkte.
Acht Männer stehen jetzt noch oben und Henrik Kristoffersen macht den Auftakt. Der geht da sehr aktiv rein, kommt rund um die Tore aber verliert trotzdem Zeit. Er ist immer im Bereich des zweiten Platzes unterwegs, drückt unten aber nochmal richtig auf die Tube und geht mit sieben Hundertsteln in Führung!
War das jetzt der Startschuss für neue Bestzeiten? Erstmal nicht. Denn Raphael Haaser fällt schnell zurück und kommt trotz einer guten Linienführung und Fluss nicht mehr nach vorne ran. Es wird der dritte Platz und ein Lächeln huscht ihm da auch über das Gesicht.
Vor Loic Meillard wird die Sicht immer schlechter aber das stört den Schweizer nicht! Er legt eine klasse Fahrt in den Schnee, lässt sich von den Zuschauern nach unten schreien und übernimmt mit 17 Hundertsteln Vorsprung die Führung!
Und ebenso läuft es für Atle Lie McGrath! Er legt einen guten Lauf hin, findet einen schönen Weg durch den Mittelteil und kommt auch nicht über den vierten Platz hinaus! Und das mit nur 33 Hundertsteln Rückstand. Radamus führt noch immer vor Gratz.
Und auch Luca Aerni verlässt früh die Ideallinie, wird dadurch zu sehr ausgebremst und liegt schnell weit im Rückstand. Durch eine beherzte und sonst saubere Fahrt holt er noch etwas auf, kommt über den dritten Platz aber nicht hinaus. Die Zuschauer feiern ihn aber, als hätte er die Führung übernommen.
Ähnliches Bild bei Sam Maes! Die erste Hälfte läuft richtig gut, im unteren Teil sammeln sich aber ein paar Kleinigkeiten an, die ihn auf den achten Platz schieben. Passt ihm nicht, so wie er da den Stock auf den Boden haut.
Radamus führt also noch immer und hat schon 14 Plätze gut gemacht. Fabian Gratz und Thomas Tumler folgen ihm. Auch die beiden haben sich schon sechs Plätze nach oben gearbeitet. Pinturault jetzt drückt ziemlich aufs Tempo und hält seinen Vorsprung lange. Der Mittelteil ist es dann, der ihn doch noch etwas nach hinten schiebt. Nur eine halbe Sekunde Rückstand sammelt er bis nach unten ein. Zwar reicht das nicht für die Führung, Platz drei ist aber auch sehr ordentlich.
Sie kommen einfach nicht vorne ran! Auch Zan Kranjec beißt sich die Zähne an der Topzeit aus. Seine Fahrt wirkt zu unsicher und unruhig. Aber vor allem im letzten Teil kann er nochmal etwas rausholen. Platz vier ist dafür auch ein gutes Zwischenergebnis.
Nachdem das Tor wieder hergerichtet ist, darf Anton Grammel starten. Acht Zehntel beträgt sein Vorsprung auf Radamus, aber auch der ist schon bei der ersten Zwischenzeit weg! Grammel ist aktiv dabei, kommt aber immer wieder ins Rutschen. Und so wird es der achte Platz für den Deutschen.
Das war schnell vorbei! Alex Schmid sucht wieder den direkten Weg, geht eines der ersten Tore zu direkt an und fährt einfach durch. Die Fahne ist raus und auch Schmid muss abschwingen.
Auch Flavio Vitale kann seinen Vorsprung auf Radamus nicht nutzen! Insgesamt wird es der neunte Platz und der US-Amerikaner steht weiterhin an der Spitze!
Joan Verdu braucht ein paar Tore, um so richtig rein zu finden. Dann aber passt es und zumindest im Mittelteil wird Verdu immer schneller. Der letzte Abschnitt ist dann aber gespickt von Fehlern, die er retten und abfangen muss. Platz sechs ist das Ergebnis daraus.
Etwas früher als erhofft ist jetzt schon Stefan Brennsteiner an der Reihe. Und er kommt gut los, rutscht dann aber aus und fällt über das nächste Tor. Der Schnee neben der Spur ist so tief, dass er nach wenigen Metern rutschen überall Schnee kleben hat. Schade, das war nicht der Tag von Brennsteiner.
Der Vorsprung von Loevan Parand ist nach der Hälfte des Kurses aufgebraucht und auch in der unteren Hälfte verliert er deutlich. Trotzdem kommt Parand nach einem ordentlichen Lauf auf dem vierten Platz an.
Jetzt ist es an Fabian Gratz, sich so weit wie möglich nach vorne zu fahren. Und das scheint auch zumindest in den oberen Abschnitten gut zu funktionieren! Gratz kommt gut in den Lauf, behält seinen Vorsprung und kommt gut um die Tore. Ganz unten fällt er noch etwas zurück, liegt aber nur 25 Hundertstel hinter Radamus auf dem zweiten Platz.
Und schon ist Thomas Tumler auf der Piste. Sein doch schon recht großer Vorsprung ist schon nach wenigen Toren aufgebraucht. Auch im Verlauf seines Rennens kommt er nicht in den Fluss, es ist viel Arbeit und bringt auch ihn dann nur auf den zweiten Platz.
Luca de Aliprandini will jetzt mal River Radamus von der Spitze verdrängen. Und das sieht zumindest am Anfang noch sehr gut aus. Der Italiener geht voll ins Risiko, kommt so aber auch manchmal aus dem Gleichgewicht. Also schafft auch er es nicht bis ganz nach vorne. Platz zwei ist das für den Moment.
Fabian Ax Swartz startet vielversprechend und versucht, den direkten Weg zu finden. Das gelingt ihm aber nicht immer, er rutscht die Tore zu oft an und sortiert sich so ebenfalls auf dem dritten Platz ein.
Bei Lukas Feurstein schleicht sich schon recht früh ein dicker Fehler ein, weshalb er bald zurück fällt. Deutlich über eine Sekunde Rückstand nerven ihn im Ziel so, dass er sich erstmal auf die Bande schmeißt.
Albert Ortega Fornesa ist auf der Piste, sammelt aber direkt ein bisschen zu viel Rückstand ein. Nach einem guten Beginn hat er etwas zu wenig Zug nach vorne, um sich noch etwas zu verbessern. 2.81 Sekunden Rückstand bringen ihn auf den zweiten Platz.
Der französische Trainer hat den Kurs für den zweiten Durchgang gesetzt. Wobei sich der aufgrund der Pistenverhältnisse kaum von dem aus dem ersten Lauf unterscheidet. Die Sicht ist aber deutlich besser gewesen und River Radamus macht den Auftakt. Der US-Amerikaner beginnt gut und findet seinen Weg durch den mittleren Teil. Radamus sucht immer wieder den Weg nach vorne und bringt den Lauf nach 1:15.84 Sekunden ins Ziel.
13:19
Gleich geht es weiter
Und schon geht es weiter. Die Vorläufer sind auf der Piste und in etwa zehn Minuten geht es mit River Radamus weiter.
12:13
Pause in Adelboden
Im dichten Schneetreiben wird jetzt der Kurs umgesteckt. Um 13:30 Uhr soll es weiter gehen. River Radamus wird dann den Auftakt machen. Bis gleich!
12:12
Odermatt führt die Schweiz an
Marco Schwarz ist in Durchgang zwei der gejagte und sorgt damit für mächtig Stimmung auf der Tribüne. Loïc Meillard und Luca Aerni haben mit den Plätzen zehn und elf auch noch die Chance, sich um einige Ränge nach oben zu schieben. Thomas Tumler ist ebenfalls nochmal dabei. Lenz Hächler, Fadri Janutin, Sandro Zurbrügg und Livio Simonet dürfen dagegen nicht noch ein zweites Mal starten.
12:10
Sturm überrascht mit Platz fünf
Mit Joshua Sturm, Marco Schwarz und Raphael Haaser finden sich drei Österreicher in den Top Ten wieder. Dabei hat Sturm sicher für eine der Überraschungen des Tages gesorgt, immerhin trägt er die Nummer 33. Stefan Brennsteiner liegt über zwei Sekunden hinter Odermatt und hat damit keine Chancen mehr, noch um einen Podestplatz mitzufahren. Lukas Feurstein hat es ebenfalls noch in Lauf zwei geschafft. Für Manuel Feller, Patrick Feurstein und Noel Zwischenbrugger ist der Renntag jetzt aber leider schon vorbei.
12:07
Grammel bester Deutscher
Das deutsche Quartett konnte zwar insgesamt keine überdurchschnittlich guten Fahrten zeigen, mit Anton Grammel, Alexander Schmid und Fabian Gratz sind aber immerhin drei Deutsche im zweiten Durchgang. Jonas Stockinger ist mit Rang 38 leider nicht mehr dabei.
12:06
Das war der erste Durchgang
Damit ist also dieser erste Durchgang in Adelboden geschafft. Die Verhältnisse waren, mit Ausnahme weniger Minuten etwa zur Hälfte des Feldes, ziemlich ungemütlich. Der Schneefall hat die Sicht erschwert und es den Fahrern nicht leicht gemacht. Marco Odermatt führt eine halbe Sekunde vor Lucas Pinheiro Braathen und Timon Haugan, der nur drei Hundertstel hinter dem Brasilianer liegt. Auch auf den Plätzen dahinter sind die Abstände so eng, dass wir einen wirklich spannenden zweiten Durchgang erleben werden.
Als vorletzter Starter dieses Durchgangs ist Noel Zwischenbrugger dran. Er startet sehr offensiv in seinen Lauf und das sieht vielversprechend aus. Dann scheidet aber auch er leider aus.
Sandro Zurbrügg ist unterwegs, bleibt aber von Anfang an recht weit hinten. Das Timing an der zweiten Welle hat nicht gut gepasst, aber er versucht noch das Beste daraus zu machen. Platz 46 wird das für ihn.
Viel Sicht ist wenig, Fadri Janutin stellt sich der Aufgabe aber und geht schon recht offensiv da rein. Im Mittelteil geht es wohl etwas besser und er bleibt am Drücker. So geht es wie eben bei Feller auch zwar nochmal gut nach vorne, Platz 33 bedeutet aber den Feierabend für heute.
Die Verhältnisse sind schon wieder schlechter geworden und ähneln jetzt wieder denen vom Beginn des Rennens. Das bekommt auch Manuel Feller zu spüren, der oben Probleme hat. Zwar kommt er unten noch etwas ran, mit Platz 33 reicht es aber nicht für einen zweiten Durchgang.
Und dann ist auch schon Lukas Feurstein an der Reihe. Der Österreicher startet ordentlich, kommt aber nicht so richtig in den Fluss. Mit Platz 28 wird es auch für ihn eng.
Lenz Hächler ist der nächste Schweizer, der sich dem Kurs stellt. Er bewegt sich immer an der Grenze zum zweiten Durchgang. Letztendlich wird es ein 29. Platz, der ihm aber kein Ticket für den zweiten Durchgang mehr einbringen wird.
Joshua Sturm findet schnell in seinen Lauf! Mit Platz 20 angefangen, werden die Zwischenzeiten immer besser! Sturm leistet sich keine Fehler, nutzt die besser werdende Sicht aus und landet auf dem fünften Platz! Das scheint der Österreicher selbst nicht ganz glauben zu können!
Für Eirik Hystad Solberg dürfte es allerdings schwierig werden mit dem zweiten Durchgang. Es passt für ihn nicht und mit Platz 26 landet er zu weit hinten.
Alban Elezi Cannaferina lässt hier nochmal aufhorchen! Mit dem zwischenzeitlich vierten Platz zeigt er, was hier noch immer drin ist! Im weiteren Verlauf seines Rennens fällt er etwas weiter zurück, mit Platz zwölf kann der Franzose aber mehr als zufrieden sein.
Dieses Schicksal will Flavio Vitale natürlich vermeiden. Er steht aktiv auf den Ski und arbeiten auch viel mit den Armen. Zeitlich ist das in Ordnung, denn er findet sich nach dem guten Lauf auf Platz 17 wieder.
Nachdem die Pistenarbeiter das von Schmid malträtierte Tor wieder in Position gebracht haben, darf Jonas Stockinger starten. Der hebt in der ersten Welle ab und muss sogar mit den Armen rudern. Der Rückstand ist von Beginn an deutlich zu groß, die Ski machen zu oft, was sie wollen und das kostet viel Zeit. Mit Platz 24 und deutlich über drei Sekunden Rückstand wird es das für den enttäuschten Stockinger heute gewesen sein.
Alexander Schmid kommt etwas besser rein, nimmt ein Tor volle Kanne mit und geht mit dieser Aktivität auch weiter in den Lauf. Im Mittelteil verliert Schmid etwas und rutscht auf den 16. Platz. Auch er ist damit nicht wirklich zufrieden.
Anton Grammel macht jetzt den Auftakt für das deutsche Trio, das jetzt oben wartet. Grammel hat aber schon oben ziemliche Probleme. Zwar findet er wieder etwas rein, hängt aber immer etwas zurück. Weil die unteren Tore aber deutlich besser sind, wird es immerhin der 15. Platz.
Alexis Pinturault startet mit einem geringen Rückstand in sein Rennen und kann das weit bis nach unten mitnehmen. Eine Welle wirkt ein bisschen abgehackt, mit Platz 13 verliert er noch etwas aber ist gut dabei und Durchgang zwei.
Und jetzt wird es Zeit für Fabian Gratz. Der geht es aktiv an, rutscht aber schon in den ersten Toren ziemlich. Gratz kommt rein, verliert aber immer wieder Zeit. Gratz ist schon besser, aber auch schon schlechter gefahren und kommt mit etwas über zwei Sekunden Rückstand auf dem 16 Platz rein. Das wird aber auf jeden Fall für den zweiten Durchgang reichen.
Wie kommt Joan Verdu durch? Es ist auf jeden Fall sicher, dass auch mit den etwas höheren Nummern heute noch einiges geht. Die Zeiten von Verdu sind in Ordnung, für ganz weit vorne reicht es aber nicht. Vor allem im unteren Teil verliert er mehr Zeit und wird 14.
Und auch Luca de Aliprandini ist in den ersten Abschnitten richtig gut dabei. Zur Hälfte der Strecke liegt auch er noch auf dem vierten Platz, in den letzten Tore aber fährt er so weit raus, dass er auf der letzten Rille noch das Tor erreicht. Damit wird es dann doch nur der 15. Platz.
Was geht denn da bei Leo Anguenot? Der Franzose ist aber mal so schnell unterwegs, dass er die gesamte Zeit an der Spitzenzeit dran bleibt. Mit einer sehr sauberen und beherzten Fahrt geht es auf den vierten Platz!
Mit Patrick Feurstein steht gleich der nächste Österreicher vorne. Aber der kommt gar nicht klar. Der Weg passt nicht und seine Körpersprache wirkt sehr unsicher. Es wird nicht besser bis nach unten, weshalb er 3.80 Sekunden Rückstand kassiert und sich ganz hinten einsortiert. Da bleibt ihm nur, den Kopf zu schütteln.
Raphael Haaser stellt sich dem Kurs und bleibt da ordentlich dran. Es hebt ihn einmal kurz raus, aber ansonsten leistet er sich keine Fehler. Mit dem siebten Platz kann er mehr als zufrieden sein.
Atle Lie McGrath ist gestartet und kämpft sich jetzt durch den Schnee. Und das gelingt dem Norweger! Die ersten beiden Zwischenzeiten sind richtig gut und er ist dicht dran an der Zeit vom aktuell Zweitplatzierten Pinheiro Braathen. Im Mittelteil wird es aber auch für McGrath schwieriger, weshalb es am Ende "nur" der achte Platz wird. Aber auch der ist zu diesem Zeitpunkt sehr respektabel.
Es macht ein bisschen den Eindruck, als würde die Sicht noch etwas schlechter. Das scheint Thibaut Favrot aber nicht zu interessieren, denn der Franzose ist gut dabei. Ohne große Fehler absolviert er die erste Hälfte des Kurses. Danach hakt es etwas und am Ende steht Platz zwölf.
Und schon geht es los für River Radamus. Ihn hebt es, wie einige andere auch, in der ersten Welle schon etwas raus und das Timing passt in manchen Toren nicht. Wegen einem starken Mittelteil kommt er aber nochmal etwas ran. Über Platz zwölf kommt Radamus aber nicht hinaus.
Es wird wieder laut im Zielraum, denn Luca Aerni ist gestartet. Nach einem dicken Innenskifehler fällt er aber zurück. Seine Fahrt ist definitiv nicht schlecht, eineinhalb Sekunden Rückstand bringen ihn auf den achten Platz.
Zan Kranjec muss jetzt auch arg arbeiten, um nicht zu weit zurück zu fallen. Es fehlt ihm an Spritzigkeit, er kommt nicht schnell aus den Schwüngen und fällt auf Platz acht zurück.
Alex Vinatzer will es jetzt richtig wissen und geht sehr aktiv aus dem Starthaus. Schön ist es nicht immer, was der Italiener da zeigt. Aber schnell eben schon. Im Mittelteil geht ihm etwas das Timing flöten und damit fällt er etwas zurück. Platz fünf mit knapp einer Sekunde Rückstand ist aber wahrscheinlich noch in Ordnung für Lauf zwei.
Bei Filip Zubcic dagegen läuft es überhaupt nicht. Er rutscht die Tore zu arg an, kommt überhaupt nicht in seine Position und kann die Piste nicht annehmen. Das sieht aus, als hätte er überhaupt keine Kraft mehr für die letzten Tore. 3.73 Sekunden Rückstand schieben ihn natürlich ganz weit nach hinten.
Kann Timon Haugan da mitspielen? Das sieht sehr vernünftig aus. An die Führungszeit kommt der Norweger zwar nicht ran, bleibt aber dran und lässt nicht nach. Weil Haugan bis nach unten die Spannung oben hält, darf er sich über einen guten dritten Platz freuen.
Marco Odermatt lässt gleich mal keinen Zweifel daran, dass er Adelboden kann. Vom ersten Tor weg zeigt er seinen guten Stil, baut sich seinen Vorsprung von Tor zu Tor aus und schmiegt sich förmlich an die Tore. Kurz vor dem Ziel baut er noch einen kleinen Fehler ein, geht aber trotzdem noch mit einer halben Sekunde Vorsprung in Führung! Dass die Stimmung da jetzt kocht, ist klar.
Marco Schwarz kommt direkt hinterher. Und der scheint besser zurecht zu kommen. Schwarz fährt nah an die Tore ran, kommt gut über die Wellen und das macht sich bezahlt! Mit nur 45 Hundersteln Rückstand ist er dran am führenden Pinheiro Braathen.
Stefan Brennsteiner lässt es gleich nach dem Start ziemlich aufstauben, kommt aber schnell in den Rhytmus. Aber auch er hat mit den Verhältnissen zu kämpfen. In der Mitte des Kurses baut er einen ordentlichen Fehler ein und wird am Ende vierter.
Weiter geht es mit Henrik Kristoffersen und der ist im oberen Teil stark unterwegs. Es ist viel mehr Zug in seiner Fahrt und so bleibt er auch dran am Brasilianer. Ohne große Zwischenfälle kommt er im Ziel an, liegt aber ebenfalls 76 Hunderstel zurück. Seiner Geste nach zu urteilen scheint das heute ein harter Ritt zu sein.
Sein Teamkollege Loïc Meillard kommt besser durch die ersten Tore, ist aber auch weit weg von der Zeit von Pinheiro Braathen. Meillard wirkt aber deutlich selbstbewusster als Tumler eben, könnte aber noch deutlich mehr Risiko mitnehmen. Auch, wenn die Zuschauer ihn nach unten schreien, schüttelt er über 92 Hundertstel Rückstand und Platz zwei den Kopf.
Thomas Tumler ist unterwegs, rutscht die ersten Tore aber ziemlich an und liegt schnell eine Sekunde zurück. Immer wieder wählt der Schweizer zu weite Wege, kommt einfach nicht in den Fluss und kassiert bis ins Ziel eineinhalb Sekunden Rückstand. Das war definitiv nicht das, was er sich da selbst vorgestell hat.
10:32
Lucas Pinheiro Braathen (BRA)
Lucas Pinheiro Braathen ist auf der Piste und wir werden jetzt mal sehen, wie das heute geht. Der Schnee staubt schon ordentlich und die Sicht auf den Boden ist auch nicht wirklich gut. Pinheiro Braathen wirkt da auch noch etwas passiv, das kann aber auch täuschen. Denn die anderen Männer müssen es erstmal besser machen. Die Einfahrt in den letzten Steilhang bekommt er ganz ordentlich mit und schwingt nach 1:14.89 Minuten ab.
10:25
Schnee in Adelboden
Es schneit ziemlich in Adelboden und die Sicht ist nicht die allerbeste. Hoffentlich spielt das Wetter heute nicht allzu sehr in die Entscheidung rein. Sicher ist aber: In wenigen Minuten wird Lucas Pinheiro Braathen das Rennen eröffnen.
10:24
Auch Adelboden hält inne
70 Starter wollen heute im Berner Oberland aus dem Starthaus gehen und freuen sich, im Ziel von der berühmten Kulisse empfangen zu werden. Ganz losgelassen ist die Stimmung in diesem Jahr aber nicht. Wegen der Geschehnisse in Crans Montana in der Silvesternacht wurden die Feierlichkeiten gestern schon klein gehalten und vor dem Start gibt es eine Schweigeminute. Die beiden Orte liegen beide im Wallis und nicht weit auseinander.
10:23
Wer macht heute das Rennen?
Neben Brennsteiner, Odermatt und Schwarz steht auch ein Henrik Kristoffersen auf der Liste der Podestfahrer. Außerdem gibt es natürlich immer wieder Männer, die nicht in der allerersten Reihe stehen und trotzdem weit nach vorne kommen.
10:15
Holt Odermatt den nächsten Adelboden-Sieg?
Auch die Schweiz fährt voll auf und geht mit acht Startern in diesen Heimweltcup. Mit Marco Odermatt (7) hat das Team natürlich einen der Favoriten in den eigenen Reihen. In den letzten vier Jahren gewann er den Riesenslalom in Adelboden immer. Aber auch Thomas Tumler und Loic Meillard mit den Nummern zwei und drei brauchen sich ebenso wenig zu verstecken wie Luca Aerni an zwölfter Stelle. Weiter hinten warten Lenz Hächler, Fadri Janutin, Sandro Zurbrügg und Livio Simonet auf ihren Einsatz.
10:11
Österreich mit Podestkandidaten
Österreich hat gleich mehrere heiße Eisen im Feuer. Stefan Brennsteiner (5) und Marco Schwarz (6) haben in dieser Saison schon mehrfach auf dem Podest gestanden. Bei Schwarz gab es dabei aber Licht und Schatten. Neben einigen Topplatzierungen und dem Sieg in Alta Badia landete der Kärntner auch schon auf den Plätzen 18 und 22. Innerhalb der ersten 30 gehen außerdem Raphael Haaser und Patrick Feurstein (16 und 17) auf die Piste. Joshua Sturm, Lukas Feurstein, Manuel Feller und Noel Zwischenbrugger vervollständigen das Aufgebot.
10:06
Gratz mit Rückenwind
Vier deutsche Fahrer sind heute am Start und alle gehen ganz dicht beieinander in den ersten Durchgang. Fabian Gratz macht mit der Nummer 22 den Auftakt, Anton Grammel, Alexander Schmid und Jonas Stockinger tragen die Startnummern 24, 25 und 26. Vor allem Gratz dürfte mit einem guten Gefühl in dieses Rennen gehen. In Alta Badia kurz vor Weihnachten erreichte er mit Platz fünf sein bestes Weltcup-Ergebnis in einem Einzelwettbewerb.
10:00
Herzlich willkommen
Herzlich willkommen zum Liveticker des Riesenslaloms in Adelboden. Die Männer sollen am Chuenisbärgli um 10:30 Uhr starten.