Suche Heute Live
Bundesliga
Artikel teilen

Bundesliga
Fußball
(M)

Unsummen in den Sand gesetzt

Das brisante Stagnations-Rätsel des BVB

Von Emre Can und Marcel Sabitzer dürfte man beim BVB mehr erwartet haben
Von Emre Can und Marcel Sabitzer dürfte man beim BVB mehr erwartet haben
Foto: © IMAGO/Revierfoto
17. März 2025, 06:48

Borussia Dortmund ist endgültig im Krisenmodus angekommen! Beim Klub, der sich einst unter Jürgen Klopp zu einem mehr als ernsthaften Konkurrenten des FC Bayern aufschwang, läuft derzeit kaum noch etwas zusammen. Das Erwachen kommt brachial daher, der Weg dorthin war jedoch eher ein schleichender. 

Borussia Dortmund hat sich mit der 0:2-Pleite bei RB Leipzig am vergangenen Samstag endgültig ins tief graue Mittelfeld der deutschen Fußball-Bundesliga katapultiert. Von der eigentlich obligatorischen Qualifikation für die Champions League ist man zehn Zähler entfernt, der Abstiegszone ist man 15 Punkte enteilt.

Die Entwicklung vom euphorischen, wilden Kloppfußball, der die Ansprüche der BVB-Fans zwischen 2008 und 2015 in ungeahnte Höhen schraubte, zum Nicht-Fisch-Nicht-Fleisch-Klub mag mannigfaltige Gründe haben. Ein Umstand wirft allerdings besonders rätselhafte Fragen auf: die Nicht-Weiterentwicklung der eigenen Spieler.

BVB einst unerreicht beim Aufspüren von Talenten

Neven Subotic, Mats Hummels, Sven Bender, Kevin Großkreutz, Shinji Kagawa, Robert Lewandowski, Ilkay Gündogan, Marco Reus, um nur ein paar Namen zu nennen: Mit der Verpflichtung junger, talentierter Spieler hatte der BVB unter Jürgen Klopp nach und nach erfolgreich den Grundstein für das Team gelegt, das 2011 die Meisterschaft, 2012 das Double gewann und 2013 ins Finale der Champions League einzog. 

Auch nach Klopps Abschied im Sommer 2015 hatte der BVB beim Aufspüren neuer Gesichter ein gutes Näschen, holte Spieler wie Christian Pulisic (2015), Ousmane Dembélé (2016), Jadon Sancho (2017), Achraf Hakimi (2018), Erling Haaland (Januar 2020) oder Jamie Gittens und Jude Bellingham (Sommer 2020).

Dennoch ist eine Entwicklung ebenfalls nicht von der Hand zu weisen, die den Dortmundern gerade im Sommer 2025 mächtig auf die Füße fallen könnte: Die Schwarz-Gelben machen aus den durch Verkäufen von Top-Talenten generierten Einnahmen schlicht und einfach viel zu wenig.

Video:

In den vergangenen Jahren investierte man immer wieder große Summen in die Dienste von Spielern, die, überwiegend in der Bundesliga, den ersten Schritt zum Leistungsträger bereits gemeistert hatten und nun in Dortmund den Schritt zu einem echten Unterschiedsspieler machen sollten - nur blieb dieser in rätselhafter Beständigkeit aus.

Gut zum BVB gekommen - und kaum besser geworden

Beispiele gefällig? Mit André Schürrle (für ca. 30 Mio./Wolfsburg) lockte man 2016 einen gestandenen deutschen Nationalspieler ins Ruhrgebiet - ein Flop auf ganzer Linie! Wenig besser lief es 2017 mit Maximilian Philipp (20 Mio.) und Andriy Yarmolenko (25 Mio./Dynamo Kiev), 2018 mit Thomas Delaney (20 Millionen/Werder Bremen) und Abdou Diallo (28 Mio./Mainz).

2019 setzte man mit dem Kauf von Nico Schulz (25,5 Mio./Hoffenheim) und Thorgan Hazard (25,5 Mio./Gladbach) mehr als 50 Millionen Euro in den Sand. Der im selben Jahr für ebenfalls rund 25 Millionen Euro verpflichtete Julian Brandt (Bayer Leverkusen) wie der wenig später für 25 Millionen Euro geholte Emre Can (Juventus), inzwischen immerhin Vizekapitän und Kapitän, lieferten zu selten konstant ab und sind nun die Gesichter der aktuellen Krise.

Damit aber nicht genug: Der 2022 für mehr als 30 Millionen Euro verpflichtete Sebastien Haller versucht sich seit rund sieben Monaten vergeblich bei Leihen abseits des ganz großen Rampenlichts. Das im Sommer 2023 verpflichtete Mittelfeldupdate Felix Nmecha (30 Mio./Wolfsburg) und Marcel Sabitzer (20 Mio./Bayern) konnte die Erwartungen ebenso selten durchgängig erfüllen, wie Maximilian Beier (28,5 Mio./Hoffenheim) und Waldemar Anton (22,5 Mio./Stuttgart), die man zugegebenermaßen erst vor der laufenden Krisensaison an Bord holte.

Und selbst der Transfercoup des Jahres 2022, als die Dortmunder Niklas Süle ablösefrei vom FC Bayern weglockten, erwies sich als Fehlgriff. Der Verteidiger, der Topverdiener sein soll, brachte seine PS bislang kaum auf den Rasen. 

Kirsche auf der leicht ranzigen Sahnetorte: Mit Yan Couto lieh man vor der Spielzeit zudem einen brasilianischen Nationalspieler von Manchester City, der in der Bundesliga noch gar kein Bein auf den Boden bekommen hat, bei dem inzwischen aber dennoch eine Kaufpflicht wirksam geworden sein soll. Etwa 25 Millionen Euro belasten angeblich schon jetzt die BVB-Bilanz für den kommenden Transfer-Sommer.

Muss der BVB zur kloppschen Transfertaktik zurückkehren?

Kurz: Der nächste Schritt zum absoluten Star des deutschen oder sogar europäischen Fußballs gelang bisher keinem der genannten Akteure endgültig. Hochphasen bleiben bei den zweifelsfrei hochveranlagten Akteuren meist Strohfeuer - statt Entwicklung heißt es Stagnation. 

Ein Umstand, der den Handlungsspielraum für eine eigentlich dringend benötigte Frischzellenkur ebenso einschränkt wie die vielen gut bezahlten Krisen-Stars, deren Verträge 2026 auslaufen (Can, Brandt, Süle, Haller). 

Erschwerend kommt hinzu, dass es im aktuellen Kader nicht DAS herausragende Talent gibt, dessen Verkauf das nötige Transferbudget generieren könnte. Gittens traute man dies im ersten Halbjahr der Saison zu, inzwischen befindet sich aber auch der junge Engländer im Krisenmodus.

Bleiben mit Gregor Kobel und Nico Schlotterbeck zwei der besten Einkäufe der letzten Jahre. Für beide könnte der BVB wohl eine enorme Summe verlangen, die Lücke, die ein Abschied reißen würde, wäre jedoch kaum - schon gar nicht günstig - zu schließen.

Sollte dem BVB nicht doch noch dank eines unerwarteten Siegeszugs die Qualifikation für die Champions-League-Saison 2025/26 gelingen, dürften die fetten Jahre vorbei zu sein. Eine Rückkehr zum kloppschen Erfolgskonzept mit jungen, eher unbekannten Spielern könnte notgedrungen erfolgen - noch schwieriger dürfte es sein, den Trainer zu finden, der aus diesen dann ein Top-Team formt.

12. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
0
0
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
0
0
20:30
Fr, 28.11.
Beendet
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
0
FC St. Pauli
FC St. Pauli
St. Pauli
1
15:30
Sa, 29.11.
1. Halbzeit
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
0
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
0
15:30
Sa, 29.11.
1. Halbzeit
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
0
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
0
15:30
Sa, 29.11.
1. Halbzeit
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
1
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
0
15:30
Sa, 29.11.
1. Halbzeit
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
0
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
BVB
0
18:30
Sa, 29.11.
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
0
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
0
15:30
So, 30.11.
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
0
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
0
17:30
So, 30.11.
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
0
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
0
19:30
So, 30.11.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern12101141:93231
2RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig1282222:13926
3Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen1172227:151223
4Borussia DortmundBorussia DortmundBVB1164119:10922
5VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart1171320:15522
6TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim1263322:17521
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt1162327:22520
81. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin1244414:17-316
9SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder1244415:20-516
101. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln1243520:19115
11Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach1234516:19-313
12SC FreiburgSC FreiburgFreiburg1134415:20-513
13FC AugsburgFC AugsburgAugsburg1232715:24-911
14FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli1231810:21-1110
15Hamburger SVHamburger SVHamburger SV112369:17-89
16VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg1122713:21-88
171. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 051113711:19-86
181. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim121388:26-186
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg
  • M = Meister der Vorsaison
  • N = Aufsteiger
  • P = Pokalsieger der Vorsaison
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenHarry Kane414
2Eintracht FrankfurtJonathan Burkardt18
3Bor. MönchengladbachHaris Tabakovic07
4FC Bayern MünchenLuis Díaz06
FC Bayern MünchenMichael Olise06
    * Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.