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Jetzt geht es nach Berlin

EM-Traumstart soll deutsche Handballer beflügeln

Auftakt nach Maß für Deutschlands Handballer
Auftakt nach Maß für Deutschlands Handballer
Foto: © IMAGO/Anke Waelischmiller/Sven Simon
11. Januar 2024, 14:41

Deutschlands Handballer bestiegen mit einem Lächeln den Zug nach Berlin. Der EM-Traumstart vor der Weltrekord-Kulisse soll das Team beflügeln.

Juri Knorr und Martin Hanne zockten eine Runde Mario Kart, Andreas Wolff und Julian Köster lauschten den Anekdoten von Co-Trainer Erik Wudtke, Philipp Weber schmökerte entspannt in der Biografie von Prinz Harry. Auf der knapp fünfstündigen Zugfahrt nach Berlin schalteten Deutschlands Handballer in den Ruhemodus - der "Cool Down" nach dem heißen EM-Auftakt vor der Weltrekord-Kulisse kam dem DHB-Team gerade recht.

"Die Spieler sollen die Füße hochlegen", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Donnerstagmorgen dem "SID" vor der Abfahrt am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Während Bundestrainer Alfred Gislason sich nach einer kurzen Nacht ins Videostudium des kommenden Gegners Nordmazedonien stürzte, tankten seine Spieler in der ersten Klasse des ICE 545 neue Energie für die bevorstehende Medaillen-Jagd.

Mit zwölf Minuten Verspätung erreichten Wolff und Co. am frühen Nachmittag schließlich die mit Schnee gepuderte Hauptstadt. Rund ein Dutzend Beamte der Bundespolizei empfing die Mannschaft bei leichten Minusgraden am Gleis zwölf und eskortierte sie zum Teambus, in dem es direkt zum Sheraton Berlin Grand Hotel am Lützowufer ging. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb dem DHB-Team dort jedoch nicht. Noch am gleichen Abend war das erste Training angesetzt.

"Das Krankeste, was ich erlebt habe"

Der Traumstart vor 53.586 Zuschauern gegen die Schweiz (27:14) dürfte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) auf ihrem weiteren Turnierweg beflügeln. "Das war das Krankeste, was ich erlebt habe", sagte Rune Dahmke nach dem Gala-Auftritt. Und Gislason schwärmte: "Das war eine phänomenale Werbung für unseren Sport. Ich bin extrem stolz, dabei gewesen zu sein."

Nie zuvor sahen so viele Menschen wie am Mittwochabend ein Handballspiel unterm Hallendach, die Spieler waren überwältigt. "Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so berühren würde. Aber es war unbeschreiblich", sagte der bärenstarke Torhüter Wolff nach dem beispiellosen Spektakel in der Düsseldorfer Fußball-Arena.

Damit nach dem berauschenden Auftakt vor 7,6 Millionen Fernsehzuschauern nicht der große Kater folgt, richtete Gislason den Blick schnell nach vorn. Bereits ein Sieg am kommenden Sonntag (20.30 Uhr/ZDF und Dyn) gegen Nordmazedonien könnte den DHB-Männern den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde bescheren - eine Niederlage jedoch den Druck vor dem Vorrundenabschluss gegen Rekordweltmeister Frankreich am Dienstag massiv erhöhen.

"Wir müssen bedenken: Wenn wir das nächste Spiel nicht gewinnen, können wir rausfliegen. Gegen Nordmazedonien müssen wir uns noch ein bisschen steigern", sagte Gislason. Auch Kromer mahnte, "die Kirche im Dorf" zu lassen. Nichtsdestotrotz war die Erleichterung im DHB-Team unübersehbar: "Wir sind froh, dass wir diese Begeisterung wecken konnten und alle vom Handball-Virus gefesselt sind."

Handball-EM: Keeper Wolff "wie eine Wand"

Verlassen, das wurde gegen die Schweiz mehr als deutlich, kann sich das DHB-Team auf Wolff. Der 2016er-Europameister spielte groß auf, kratzte Bälle aus allen Ecken seines Tores - am Ende stand eine Weltklasse-Quote von 60 Prozent. "Andi ist natürlich in so einer Form wie heute kaum zu überwinden, er war wie eine Wand da hinten", sagte Gislason strahlend.

Nur 14 (!) Gegentreffer hatte ein deutsches Team bei einer EM noch nie kassiert. Die defensive Meisterleistung ließ nicht nur Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf der Tribüne auf ein neues "Wintermärchen" hoffen. Dass die Youngster Knorr und Köster ebenfalls glänzend in das Turnier fanden, befeuerte die Hoffnungen ebenso wie der gewaltige Zuschauerzuspruch.

"Warum nicht den Schwung jetzt mitnehmen?", fragte Dahmke, einer von vier verbliebenen 2016-Europameistern im deutschen Team, mit leuchtenden Augen: "Darauf kommt es an, wenn du zwei Wochen irgendwie performen musst, dass du so eine Welle erwischst und genau die versuchen wir jetzt irgendwie zu kriegen."

Der Anfang ist gemacht.

3. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Österreich
Österreich
Österreich
26
12
Serbien
Serbien
Serbien
25
13
18:00
Mo, 19.01.
Beendet
Tschechien
Tschechien
Tschechien
38
17
Ukraine
Ukraine
Ukraine
29
14
18:00
Mo, 19.01.
Beendet
Deutschland
Deutschland
Deutschland
34
17
Spanien
Spanien
Spanien
32
15
20:30
Mo, 19.01.
Beendet
Live im TV im ZDF
Frankreich
Frankreich
Frankreich
38
20
Norwegen
Norwegen
Norwegen
34
17
20:30
Mo, 19.01.
Beendet
Nordmazedonien
Nordmazedonien
Nordmazed.
24
13
Rumänien
Rumänien
Rumänien
23
9
18:00
Di, 20.01.
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Montenegro
Montenegro
Montenegro
26
16
Schweiz
Schweiz
Schweiz
43
22
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Di, 20.01.
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Polen
Polen
Polen
28
13
Italien
Italien
Italien
29
15
18:00
Di, 20.01.
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Dänemark
Dänemark
Dänemark
29
11
Portugal
Portugal
Portugal
31
12
20:30
Di, 20.01.
Beendet
Slowenien
Slowenien
Slowenien
30
16
Färöer
Färöer
Färöer
27
15
20:30
Di, 20.01.
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Ungarn
Ungarn
Ungarn
23
14
Island
Island
Island
24
14
20:30
Di, 20.01.
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Niederlande
Niederlande
Niederlande
0
Georgien
Georgien
Georgien
0
18:00
Mi, 21.01.
Schweden
Schweden
Schweden
0
Kroatien
Kroatien
Kroatien
0
20:30
Mi, 21.01.
Gruppe A
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1DeutschlandDeutschlandDeutschland320191:8924
2SpanienSpanienSpanien320191:8654
3ÖsterreichÖsterreichÖsterreich310278:85-72
4SerbienSerbienSerbien310282:8202
  • Hauptrunde
Gruppe B
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1PortugalPortugalPortugal3210100:9285
2DänemarkDänemarkDänemark3201104:79254
3NordmazedonienNordmazedonienNordmazed.311177:88-113
4RumänienRumänienRumänien300381:103-220
  • Hauptrunde
Gruppe C
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FrankreichFrankreichFrankreich3300126:88386
2NorwegenNorwegenNorwegen3201102:85174
3TschechienTschechienTschechien310291:100-92
4UkraineUkraineUkraine300377:123-460
  • Hauptrunde
Gruppe D
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SlowenienSlowenienSlowenien3300109:10276
2SchweizSchweizSchweiz3111106:92143
3FäröerFäröerFäröer311192:82103
4MontenegroMontenegroMontenegro300390:121-310
  • Hauptrunde
Gruppe E
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SchwedenSchwedenSchweden220074:60144
2KroatienKroatienKroatien220067:5894
3NiederlandeNiederlandeNiederlande200260:71-110
4GeorgienGeorgienGeorgien200258:70-120
  • Hauptrunde
Gruppe F
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1IslandIslandIsland330094:72226
2UngarnUngarnUngarn320184:71134
3ItalienItalienItalien310281:99-182
4PolenPolenPolen300372:89-170
  • Hauptrunde
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Torjäger 2026 DEN/NOR/SWE

#Name7mTore
1PortugalFrancisco Costa1129
2NordmazedonienFilip Kuzmanovski1228
3FäröerElias Ellefsen á Skipagøtu1226
4SlowenienDomen Makuc625
TschechienJonas Josef225
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