Fredi Bobic, ehemaliger Manager von Hertha BSC und Eintracht Frankfurt, hat die Leistungen der deutschen Mannschaften im Achtelfinale der Champions League gelobt.
In einem Gastbeitrag für den "kicker" schrieb der 51-Jährige: "Was die deutschen Mannschaften im Achtelfinale der Königsklasse geboten haben, war aller Ehren wert. (...) Nach Bayern und Dortmund auch Leipzig, das mit City auf eine Übermacht an Qualität traf. Englands Elite-Klub wurde seinem Status gerecht. RB hat allerdings, vor allem in der mutigeren zweiten Hälfte, bewiesen, dass es sich nicht zu verstecken braucht."
Dem Klub des österreicheschen Brausekonzerns traut der Europameister von 1996 nach dem 1:1 im Hinspiel durchaus das Weiterkommen zu.
Ex-Frankfurt Manager Bobic will die Eintracht nicht abschreiben
Gleiches gilt für Eintracht Frankfurt. Trotz der 0:2-Niederlage gegen Neapel sieht Bobic noch Chancen für den amtierenden Europa-League-Sieger.
Zwar wäre das, was die Italiener geboten haben, mit das Beste, was er in letzter Zeit gesehen habe, trotzdem wolle er die Frankfurter nicht abschreiben: "Die Mannschaft von Oliver Glasner hat gerade im Europapokal schon mehrfach bewiesen, dass sie in äußerst schwierigen Situationen zu Großem fähig ist."
Das Achtelfinale habe erneut gezeigt, dass sich die Bundesliga international nicht verstecken müsse: "Vier deutsche Klubs im Achtelfinale der Königsklasse sind ein Zeichen von Qualität. In Deutschland neigt man oft dazu, sich unnötig kleinzumachen. Das gilt hier und da auch für die Bundesliga."
Bobic: "FC Bayern bleibt für mich der Titelfavorit"
"Die Siege der Dortmunder und der Bayern gegen zwei nicht weniger starke Gegner haben gezeigt, dass die Bundesliga auch auf höchstem Niveau international konkurrenzfähig ist", führte Bobic aus.
Das zeige auch die aktuell sowohl in der Spitze als auch im Abstiegskampf spannende Saison. Bayern bleibe für ihn zwar der Topfavorit auf die Meisterschaft, "aber ich traue der Mannschaft von Edin Terzic als einzigem Team zu, den Bayern bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu liefern."
Gleiches würde er über Union Berlin nicht behaupten. "Dass Union das bis zum Schluss durchhält, glaube ich nicht", so der 37-malige Nationalspieler.
Auch für die Partie gegen den deutschen Rekordmeister am kommenden Sonntag sieht Bobic nicht viele Chance für die Überraschungsmannschaft der Saison: "Ich kann mir gut vorstellen, dass der FC Bayern nach dem unglücklichen Spielverlauf in Gladbach und der diskutablen Roten Karte für Dayot Upamecano gegen Union mit Wut im Bauch aufläuft. Es zeichnet Bayern seit Jahrzehnten aus, gerade in solchen Spielen gegen einen Verfolger ein Statement abzuliefern."


























