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Böse Klatsche im zweiten EM-Gruppenspiel

Deutsche Handballer gehen gegen Spanien unter

Die deutschen Handballer haben eine empfindliche Pleite kassiert
Die deutschen Handballer haben eine empfindliche Pleite kassiert
Foto: © VEGARD WIVESTAD GRÜTT via www.imago-images.de
11. Januar 2020, 19:50
sport.de
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Die deutschen Handballer haben bei der EM ihr zweites Gruppenspiel gegen Spanien verloren und damit einen empfindlichen Rückschlag auf dem geplanten Weg in die Finalrunde kassiert.

Uwe Gensheimer schmiss vollkommen frustriert sein Handtuch auf die Bank, seine Mitspieler stemmten ratlos die Hände in die Hüften. Bundestrainer Christian Prokop nannte derweil die Gründe für die deftige 26:33 (11:14)-Niederlage seiner Handballer im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Spanien.

"Wir haben in der Abwehr inklusive Torhüter nicht das gezeigt, was man in so einem Spiel braucht. Und es war eine unterirdische Angriffsleistung", sagte Prokop am "ARD"-Mikrofon: "Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen."

Um zumindest die Hauptrunde der besten zwölf Mannschaften zu erreichen, muss im letzten Gruppenspiel am Montag gegen Lettland (18:15 Uhr) ein Sieg her. Prokop ist trotz der Pleite gegen Spanien zuversichtlich: "Sie sind sehr gut und haben auch ihre Starspieler, aber ich bin sicher, wenn wir unsere Leistung abliefern, werden wir Wien auf jeden Fall erreichen."

DHB-Team agiert "zu schlampig"

Die Leistung allerdings stimmte am Samstag ganz und gar nicht. Etliche Fehlwürfe vorn, gravierende Abwehrmängel hinten und zwei schwache Torhüter - Prokop hat vermutlich einiges zu tun, um seine demoralisierte Mannschaft bis Montag wieder aufzurichten. "Wir kommen direkt schlampig in das Spiel, obwohl wir sehr gut vorbereitet waren", sagte der Bundestrainer, und Torhüter Johannes Bitter bestätigte: "Wir haben es von Anfang an nicht geschafft, in den Kampfmodus reinzukommen."

Das Ziel Finalrunde liegt nach der Niederlage gegen Spanien in weiter Ferne, selbst bei einem hohen Sieg gegen Lettland würde man mit null Punkten in die entscheidende Turnierphase starten. Beste Werfer gegen Spanien waren vor 6558 Zuschauern in Trondheim Kreisläufer Hendrik Pekeler (5) und der erneut unter seinen Möglichkeiten bleibende Kapitän Gensheimer (4/2), der zwischenzeitlich lange auf der Bank saß.

Fast schien es, als hätte die deutsche Mannschaft mit dem Anpfiff gegen Spanien ihr Selbstvertrauen in der Kabine gelassen. Vor allem im Angriff klappte nichts, die vielen Ballverluste, häufig von der aggressiven spanischen Abwehr clever provoziert, machten es dem Gegner um den großartigen Torhüter Gonzalo Perez de Vargas leicht. Nach elf Minuten lag Deutschland mit 2:8 hinten, bis dahin hatte Linkshänder Alex Dushebaev schon viermal getroffen.

Andreas Wolff, beim Auftaktsieg gegen die Niederlande einer der Erfolgsgaranten, räumte nach 11:40 Minuten den Platz im Tor für Johannes Bitter. Bis dahin hatte Wolff gerade eine Parade gezeigt, sein Gegenüber Perez Vargas bereits deren fünf.

Prokops Worte werden nicht erhört 

"Ihr müsst mit Schwung richtig drauf und ihnen nicht die Bälle so zuspielen", forderte Prokop in den Auszeiten, doch aus dem gebundenen Spiel klappte weiter nichts. Die deutschen Tore resultierten aus Gegenstößen und Einzelleistungen.

Dann gab es einen Bruch im Spiel der Spanier. Vom 4:10 in der 15. Minute kämpfte sich Deutschland, gestützt auf eine nun aggressive 3-2-1-Abwehr mit einem vorgezogenen Pekeler, in fünf torlosen spanischen Minuten auf 8:10 heran. Erstmals kam nun auch Julius Kühn auf die Platte: Der Shooter erzielte auf Anhieb den Anschlusstreffer zum 9:10, verließ dann aber direkt wieder das Spielfeld.

Der Ausgleich lag in der Luft, aber ein leichtfertig vertändelter Ball ermöglichte den Spaniern nach fast sechs torlosen Minuten den Treffer zum 11:9. Nun schlichen sich wieder die alten Fehler in das deutsche Spiel ein. "Wenn wir draufgehen, müssen wir mit Volldampf gehen, nicht nur mit 80 Prozent", forderte Teammanager Oliver Roggisch beim 11:14-Pausenstand, den Bitter mit etlichen Paraden überschaubar gehalten hatte.

Dennoch stand zu Beginn der zweiten Hälfte wieder Wolff zwischen den Pfosten - und der deutschen Nummer eins gelang nicht viel. Wolff bekam keine Hand an den Ball, und als er nach insgesamt 41 Spielminuten nach wie vor nur eine Parade bei 16 Gegentoren zu Buche stehen hatte, schickte Prokop wieder Bitter ins Tor. Aber auch "Jogi" konnte dem Spiel keine Wende geben, er kassierte erst zwölf Gegentore, ehe ihm die erste Parade gelang.

1. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Spanien
Spanien
Spanien
29
19
Serbien
Serbien
Serbien
27
15
18:00
Do, 15.01.
Beendet
Frankreich
Frankreich
Frankreich
42
20
Tschechien
Tschechien
Tschechien
28
14
18:00
Do, 15.01.
Beendet
Deutschland
Deutschland
Deutschland
30
12
Österreich
Österreich
Österreich
27
8
20:30
Do, 15.01.
Beendet
Live im TV in der ARD
Norwegen
Norwegen
Norwegen
39
19
Ukraine
Ukraine
Ukraine
22
11
20:30
Do, 15.01.
Beendet
Portugal
Portugal
Portugal
40
23
Rumänien
Rumänien
Rumänien
34
15
18:00
Fr, 16.01.
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Slowenien
Slowenien
Slowenien
41
19
Montenegro
Montenegro
Montenegro
40
18
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Fr, 16.01.
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Island
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Island
39
21
Italien
Italien
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26
12
18:00
Fr, 16.01.
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Dänemark
Dänemark
Dänemark
36
17
Nordmazedonien
Nordmazedonien
Nordmazed.
24
12
20:30
Fr, 16.01.
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Färöer
Färöer
Färöer
28
15
Schweiz
Schweiz
Schweiz
28
13
20:30
Fr, 16.01.
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Ungarn
Ungarn
Ungarn
29
14
Polen
Polen
Polen
21
10
20:30
Fr, 16.01.
Beendet
Kroatien
Kroatien
Kroatien
32
15
Georgien
Georgien
Georgien
29
14
18:00
Sa, 17.01.
Beendet
Schweden
Schweden
Schweden
36
16
Niederlande
Niederlande
Niederlande
31
12
20:30
Sa, 17.01.
Beendet
Gruppe A
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SpanienSpanienSpanien220059:5274
2SerbienSerbienSerbien210157:5612
3DeutschlandDeutschlandDeutschland210157:5702
4ÖsterreichÖsterreichÖsterreich200252:60-80
  • Hauptrunde
Gruppe B
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1DänemarkDänemarkDänemark110036:24122
2PortugalPortugalPortugal110040:3462
3RumänienRumänienRumänien100134:40-60
4NordmazedonienNordmazedonienNordmazed.100124:36-120
  • Hauptrunde
Gruppe C
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FrankreichFrankreichFrankreich220088:54344
2NorwegenNorwegenNorwegen220068:47214
3TschechienTschechienTschechien200253:71-180
4UkraineUkraineUkraine200248:85-370
  • Hauptrunde
Gruppe D
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SlowenienSlowenienSlowenien110041:4012
2FäröerFäröerFäröer101028:2801
2SchweizSchweizSchweiz101028:2801
4MontenegroMontenegroMontenegro100140:41-10
  • Hauptrunde
Gruppe E
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SchwedenSchwedenSchweden110036:3152
2KroatienKroatienKroatien110032:2932
3GeorgienGeorgienGeorgien100129:32-30
4NiederlandeNiederlandeNiederlande100131:36-50
  • Hauptrunde
Gruppe F
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1IslandIslandIsland110039:26132
2UngarnUngarnUngarn110029:2182
3PolenPolenPolen100121:29-80
4ItalienItalienItalien100126:39-130
  • Hauptrunde
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#Name7mTore
1ÖsterreichSebastian Frimmel513
2FrankreichMelvyn Richardson912
NorwegenAugust Pedersen512
SerbienUros Kojadinovic012
FrankreichDylan Nahi012