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FSV schunkelnd in die Fastnachts-Zeit

FSV Mainz dank Franzosen-Power sorgenfrei

Der FSV Mainz hat das Ruder rumgerissen
Der FSV Mainz hat das Ruder rumgerissen
Foto: © getty, Michael Kienzler
11. November 2018, 10:52

Nachdem beim SC Freiburg der erste Auswärtssieg der Saison geglückt ist, hat sich der FSV Mainz 05 zumindest vorerst aus den unteren Tabellenregionen verabschiedet.

Am Ende wurde beim FSV Mainz 05 geschunkelt. Während die Fans schon einmal in freudiger Erwartung einen Rosenmontags-Klassiker schmetterten, wiegten die Spieler nach dem 3:1 (2:0)-Auswärtssieg beim SC Freiburg Arm in Arm vor der Gästekurve hin und her. Einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Fastnachts-Zeit war die Stimmung bei den Rheinhessen bereits prächtig. Gesorgt hatte dafür nicht zuletzt die erneut überzeugende "French Connection".

Noch im Sommer, nach einer Saison des Zitterns um den Klassenerhalt, hatten die Mainzer mit einer gehörigen Portion Selbstironie versucht, einem möglichen Grummeln in der eigenen Fanszene entgegenzuwirken. "Wieder nur Neuzugänge aus der zweiten französischen Liga? Egal, unser Traum lebt!", hatte der Verein damals großflächig in der ganzen Stadt plakatiert. Zu Recht, wie sich nun mehr und mehr zeigt.

Mainz 05 verpflichtet neue Qualität

Denn wie schon beim Befreiungsschlag gegen Werder Bremen (2:1) war es in Freiburg wieder die Franzosen-Fraktion des FSV, die ihr Team auf die Siegerstraße gebracht hatte. Jean-Philippe Gbamin (6.) und Jean-Philippe Mateta (18.), die schon in der Vorwoche die beiden Treffer erzielt hatten, schossen eine frühe 2:0-Führung heraus. Nach dem Anschlusstreffer durch Roland Sallai (72.), sorgte dann Karim Onisiwo (75.) für die Entscheidung.

Doch Gbamin, einst vom RC Lens aus Frankreichs Ligue 2 verpflichtet, und Mateta, im Sommer vom französischen Zweitligisten AC Le Havre gekommen, gehören nicht nur aufgrund ihrer Tore zu den Hauptverantwortlichen für den jüngsten Mainzer Aufschwung. Gemeinsam mit dem immer stabiler werdenden Innenverteidiger Moussa Niakhate - im Sommer geholt, natürlich, aus Liga zwei im Land des Weltmeisters - verleihen sie dem Spiel der 05er eine neue Qualität.

Freiburg-Coach Streich lobt den FSV

Nimmt man da noch den umsichtigen Sechser Pierre Kunde dazu, der zwar seine fußballerische Heimat in Spanien hat, der aber als Kameruner zumindest französisch spricht, wird das Bild komplett. "Ich weiß, wie gut Mainz ist. Und sie werden noch besser werden, weil sie Spieler geholt haben, die unheimlich talentiert sind", lobte Freiburgs Trainer Christian Streich die Einkaufspolitik.

Den Fans hat das Quartett Gbamin, Mateta, Niakhate und Kunde nun gemeinsam mit ihren Kollegen dank zwei Siegen in Folge eine relativ sorgenfreien Auftakt für die närrischen Tage beschert. Ob er denn schon wisse, was in Mainz am 11.11. um 11:11 Uhr los sei, wurde Torschütze Mateta deshalb gefragt. "Na klar", meinte der Angreifer und grinste. Mitfeiern könne er aber leider nicht: "Ich muss ja zur französischen U21-Nationalmannschaft fahren."

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