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Nach Wechsel-Streik beim BVB

Stöger: "Aubameyang hat sich bei mir entschuldigt"

Peter Stöger arbeitete ein halbes Jahr als Trainer beim BVB
Peter Stöger arbeitete ein halbes Jahr als Trainer beim BVB
Foto: © getty, Alex Grimm
30. Oktober 2018, 11:55
sport.de
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Nur rund vier Wochen arbeiteten Peter Stöger und Pierre-Emerick Aubameyang zusammen bei Borussia Dortmund. Der Stürmer-Star sorgte mit Disziplinlosigkeiten für Ärger beim BVB, Stöger warf ihn aus dem Kader. Doch den Streit haben die beiden Ex-Borussen beigelegt.

"Auba hat sich bei mir persönlich entschuldigt, bevor er zu Arsenal London gewechselt ist", sagte Stöger der "Sport Bild". "Wir haben uns getroffen, er hat mir erklärt, dass sein Verhalten nichts mit meiner Person zu tun hatte und er meine Unterstützung gespürt hat."

Eigentlich sei er mit Aubameyang gut ausgekommen, so Stöger. Weil der 29-Jährige aber Teamsitzungen schwänzte und sich im Training nicht anstrengte, habe er ihn aus dem Kader werfen müssen.

"Er hat mir ja keine andere Wahl gelassen", meinte Stöger. "Wir haben alles versucht, ihn zumindest noch ein halbes Jahr zu halten. Auba war dazu aber nicht mehr bereit. Bei Arsenal zeigt er jetzt aber wieder, dass er ein Klasse-Torjäger ist."

Neun Tore erzielte der Gabuner in der laufenden Saison wettbewerbsübergreifend bereits für die Londoner.

Peter Stöger lobt BVB-Star Marco Reus

Ähnlich erfolgreich ist Aubameyangs Kumpel Marco Reus mit aktuell sieben Toren für den BVB. Reus' Form verbindet Stöger eng mit der herausragenden Saison der Dortmunder.

"Ein fitter Marco Reus ist ein Segen für jeden Trainer. Er braucht nicht viele Chancen, ist in wichtigen Situationen da. Jetzt ist er endlich wieder über einen längeren Zeitraum gesund – und bleibt das hoffentlich auch", erklärte der Österreicher. "Dann traue ich dem BVB zu, die Bayern in dieser Saison zu jagen und oben zu bleiben. Marco ist ein Spieler, der den Unterschied ausmacht."

Trotz seines Abschieds nach nur einem halben Jahr beim BVB hat Stöger immer noch einen guten Draht nach Dortmund.

Für seinen Nachfolger hat er nur Lob parat: "Lucien Favre halte ich für einen sehr guten Trainer. Er ist ein erfahrener Mann, der viele Ideen mitbringt – und auch die Zeit hatte, sie in einer gemeinsamen Vorbereitung umzusetzen und Dinge auszuprobieren", erklärte Stöger.

Peter Stöger über Jobs bei Schalke oder Bayer Leverkusen

Der Fußballlehrer selbst ist seit Sommer arbeitslos und wohnt wieder in seiner Heimatstadt Wien.

Ein neuer Job müsste für ihn vor allem "reizvoll" sein, sagte er. Trainerposten in Leverkusen oder Schalke, den Rivalen seiner Ex-Klubs Dortmund und Köln, wollte er nicht ausschließen.

"Natürlich weiß ich um die Rivalität", meinte Stöger. "Ich weiß aber auch, dass man es nie allen Leuten recht machen kann. Ich habe in meinem Leben noch nie etwas ausgeschlossen, das will ich auch jetzt nicht."

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