Seit mittlerweile elf Jahren arbeitet Ljubomir Vranjes für die SG Flensburg-Handewitt. Umso heftiger trifft die Fans des Bundesligaklubs aus dem hohen Norden die Bitte des Trainers um Freigabe. Der Grund dafür ist die Anfrage des letztjährigen Champions-League-Halbfinalisten KC Veszprém aus Ungarn.
"Bezüglich des Angebotes aus Veszprém kann ich aktuell gar nicht so viel sagen. Ich habe mit der SG darüber gesprochen und man kann es vielleicht so ausdrücken, dass ich um meine Freigabe gebeten habe", sagte Vranjes gegenüber "handball-world.com": "Aber ich habe keine Macht in dieser Sache, die hat nur die SG Flensburg-Handewitt."
Das Angebot bestünde schon seit einigen Monaten und sei deswegen keine Überraschung für Flensburg, meinte der Schwede und fügte an: "Ich habe der SG auch gesagt, dass ich interessiert bin an dem Angebot von Veszprém, denn wäre es anders, hätte ich es ja sofort abgelehnt."
Vranjes hat "Plus-Minus-Liste erstellt"
Nichtsdestotrotz macht sich der 43-Jährige die Entscheidung nicht einfach. "Ich habe eine Plus-Minus-Liste erstellt, auf der sich die verschiedensten Dinge befinden", verriet Vranjes: "Ich bin seit elf Jahren in Flensburg, das ist eine sehr lange Zeit. Ich weiß, was ich bei der SG habe und ich weiß nicht, was ich bekomme. Zudem ist mir meine Familie sehr wichtig und auch da muss es passen. Aber auch die Belastung in der DKB Handball Bundesliga ist ein Thema, das auf dieser Liste steht."
Vranjes spielte von 2006 bis 2009 aktiv für Flensburg und ist seit 2010 Coach des Nordklubs. In dieser Zeit führte er den Verein fünfmal in die Top-3 der Bundesliga und jedes Jahr ins Finale des DHB-Pokals, den er 2015 mit der SG sogar gewann. Als größter Erfolg gilt der Champions-League-Triumph 2014. Aktuell führt Flensburg die Tabelle in der Bundesliga an.























