Bayer Leverkusen ist auf dem Rückflug vom winterlichen Moskau in die Heimat ins Achtelfinale der Champions League eingezogen.
Die Werkself, die am frühen Abend durch ein 1:1 (1:0) beim russischen Meister ZSKA Moskau in der Gruppenphase ungeschlagen geblieben war, profitierte vom anschließenden 2:1 (0:0) des französischen Tabellenzweiten AS Monaco gegen Tottenham Hotspur, das am Spieltag zuvor im Wembleystadion 0:1 gegen Bayer verloren hatte. Aufgrund des direkten Vergleiches können die Spurs Leverkusen nicht mehr abfangen.
Das letzte Gruppenspiel am 7. Dezember in der BayArena gegen Monaco hat nur noch statistischen Wert, da die Monegassen mit elf Punkten bereits als Gruppenerster feststehen, Bayer folgt mit sieben Zählern.
Nach dem Abpfiff: Bayer zittert und bangt
In der Kältekammer von Moskau hatten die Profis von Bayer Leverkusen beim Abpfiff am frühen Abend noch nicht so recht gewusst, wie ihnen geschah. Klar war nach fünften Spieltag immerhin, dass Bayer im Europacup überwintert. Vom Ergebnis aus Monaco wurde der Tross der Rheinländer kurz nach dem Start Richtung Flughafen Köln/Bonn unterrichtet.
"Wir hätten gerne die Führung über das Ziel gebracht. Es war aber klar, dass wir hier nichts geschenkt bekommen. Wir nehmen diesen Punkt aber gerne mit. Wir sind im fünften Gruppenspiel ungeschlagen geblieben, das sehe ich schon als positiv an", meinte Bayer-Trainer Roger Schmidt nach dem Abpfiff bei "Sky", ehe er rund drei Stunden später mit seinen Spielern jubeln durfte.
Bei minus sieben Grad Grad und eisigem Wind hatte Nationalspieler Kevin Volland mit seinem ersten Treffer in der Königsklasse (16.) Leverkusen in Führung geschossen. In der Schlussphase traf Bebars Natcho per Foulelfmeter (75.) für die Russen, zuvor hatte Jungnationalspieler Benjamin Henrichs Gegenspieler Mário Fernandes zu Fall gebracht.
"Es ist schade, das wir den Sack nicht frühzeitig zugemacht haben machen. Ein Punkt in Moskau ist aber insgesamt okay, denn bei den Bedingungen war es nicht einfach", lautete Vollands erste Reaktion.
Leno ist zur Stelle
Schmidt hatte gegen den russischen Champion die bislang jüngste Bayer-Elf (23,95 Jahre) im Europacup ins Rennen geschickt, die unter dem Strich ihre Sache sehr gut machte. Vor 19.164 Zuschauern hätten die Bayer-Boys aber bereits in der vierten Minute Glück, dass Nationaltorwart Bernd Leno gegen Fedor Chalov zur Stelle war.
Nur zwei Minuten später vergab auf der Gegenseite Hakan Çalhanoğlu die mögliche Führung für die Gäste, ehe in der elften Minute erneut Leno im Brennpunkt stand. Gegen Aleksandr Golovin verhinderte der Keeper, der nach dem 2:3 am vergangenen Freitag in der Liga gegen den neuen Spitzenreiter RB Leipzig von seinem Coach wegen seines Fehlers beim 2:2 gerügt worden war, abermals einen Rückstand von Bayer.
Nur drei Minuten später setzte dann Kevin Kampl mit einem herrlichen Pass Volland glänzend in Szene, der mit einer Direktabnahme dem russischen Nationaltorwart Igor Akinfeev keine Chance ließ. 180 Sekunden später hatte Torjäger Javier Hernández das 2:0 auf dem Fuß.
Chancen auf beiden Seiten
Trotz der Führung agierten die Gäste aber unsicher und leisteten sich viele unnötige Ballverluste. Zudem hatte Bayer Glück, dass Alan Dzagoev nach einer halben Stunde eine gute Möglichkeit ausließ. Bayer blieb bis zur Pause bei seinen Kontern aber ebenfalls gefährlich.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Moskau den Druck, die nicht immer sattelfeste Bayer kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. In der 69. Minute parierte Leno noch in höchster Not, beim Elfmeter war er machtlos. Pech hatte Bayer, als Volland nur den Pfosten traf (80.).
Leno und Kampl waren in einer kämpferisch überzeugenden Bayer-Elf die besten Spieler. Bei ZSKA war Golovin der auffälligste Akteur.














































