Domen Prevc verwandelte den Weltcup im Skispringen zuletzt in eine One-Man-Show: 17 Einzelspringen sowie den Titel bei der Skiflug-WM und die Gesamtwertung der Vierschanzentournee gewann der Slowene in diesem Winter. Kein Wunder, dass der "Domenator" auch bei den Olympischen Winterspielen der Topfavorit ist. Zwei Experten lassen nun jedoch aufhorchen.
"Er springt wirklich außergewöhnlich gut. Er ist der beste Flieger der Welt, hat die Weltmeisterschaft gewonnen und war in Willingen bei Rückenwind unschlagbar", betonte zwar auch die deutsche Skisprung-Ikone Martin Schmitt im Interview mit "Sportowe Fakty", dass Prevc in außergewöhnlicher Verfassung sei, der Weg zum Olympia-Titel könnte für den 26-Jährigen dennoch ein eher steiniger werden.
"In Predazzo könnte es für ihn mit Rückenwind jedoch schwieriger werden, wie es in Engelberg der Fall war, wo seine Konkurrenten ihm deutlich näher kamen. Die Bedingungen werden in Bezug auf Wind und Höhe über dem Meeresspiegel ähnlich sein", so Schmitt, der 2002 in Salt Lake City Gold sowie 1998 und 2010 Silber mit dem Team gewann. Prevc sei ohne Frage "der größte Favorit, aber gerade auf der Normalschanze muss er nicht unbedingt Gold holen", schließt Schmitt nicht aus, dass der Überflieger wackelt.
Skispringen: Endet die Prevc-Serie?
Konkret traut Schmitt den Japanern Ren Nikaido, Ryoyu Kobayashi sowie den Österreichern Jan Hörl und Stephan Embacher zu, Prevc zu bezwingen. Zudem könnten die DSV-Stars Philipp Raimund und Felix Hoffmann überraschen.
Noch deutlicher glaubt der polnische Reporter Stanisław Snopek, der seit vielen Jahren für "TVP" Skispringen kommentiert und als Kenner der Szene gilt, dass Prevc in Predazzo wackeln könnte.
"Jede Serie geht irgendwann zu Ende. Ich befürchte, dass er seine Form zu früh erreicht hat und sie während der Olympischen Spiele nicht aufrechterhalten kann. Er wird sicher auf dem Podium stehen, aber nicht unbedingt gewinnen", so der 62-Jährige.
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