Die Nicht-Berücksichtigung von Trainer-Legende Bill Belichick bei der Auswahl zur Hall-of-Fame-Klasse von 2026 hat hohe Wellen geschlagen. Auch der langjährige New-England-Patriots-Profi Sebastian Vollmer zeigt sich von der überaus umstrittenen Entscheidung des Komitees entsetzt.
"Es ist für mich am Ende unverständlich, für mich hat die Hall of Fame da auch ein bisschen an Glaubwürdigkeit verloren", erklärte der ehemalige Offensive Tackle, der inzwischen auch als TV-Experte und -Reporter bei RTL aktiv ist, gegenüber "Sport1". "Wenn du den erfolgreichsten Coach nicht als First-Ballot Hall of Famer nimmst, wer hat es dann verdient?"
Es war das erste Jahr, in dem Belichick für den Einzug in die Hall of Fame berechtigt war. Der mittlerweile 73-Jährige stand von 2000 bis 2023 als Head Coach der Pats an der Seitenlinie und hat in dieser Zeit ganze sechs Super-Bowl-Triumphe feiern können.
NFL: "Es gibt keinen besseren" als Belichick
Für Vollmer sei es auch keine Begründung, den Erfolgscoach nicht aufzunehmen, weil er durch seine kalte Art die Meinungen um seine Persönlichkeit spaltet. "Darum geht es ja nicht in der Hall of Fame", stellte der Deutsche klar: "Da geht es um die Leistung, die du in der Vergangenheit gebracht hast als Pro-Coach - und da gibt es keinen Besseren."

Kein anderer Cheftrainer hat in der NFL so viele Super-Bowl-Siege eingefahren wie Belichick. Chuck Noll (4) sowie Andy Reid, Joe Gibbs und Bill Walsh (je 3) stehen in der ewigen Liste hinter der Patriots-Ikone.
"Der Mann hat sechs Super-Bowl-Ringe, er hat mehr als alle anderen, sogar doppelt so viele wie jeder andere - Jerry Jones hat drei", verwies Vollmer auf den Eigentümer der Dallas Cowboys, der es 2017 als Contributor in die Hall of Fame geschafft hat.
Vollmer spielte selbst acht Jahre (2009-2016) unter Belichick und kann sich zweifachen Super-Bowl-Champion nennen.




