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"Wir wissen alle, dass die nicht viel Ahnung haben"

Gislason schießt heftig gegen Kritiker zurück

Bundestrainer Alfred Gislason meldete sich nach dem EM-Finale zu Wort
Bundestrainer Alfred Gislason meldete sich nach dem EM-Finale zu Wort
Foto: © IMAGO/Maximilian Koch
02. Februar 2026, 17:02
sport.de
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In der ersten Gruppenphase stand die Deutsche Handball-Nationalmannschaft bereits kurz vor dem vorzeitigen Aus, ehe sie eine brillante Leistungssteigerung hinlegte und sich am Ende mit der Silbermedaille bei der EM belohnte. Nach dem verlorenen Finale gegen Dänemark (27:34) nutzte Bundestrainer Alfred Gislason die Gelegenheit, gegen die harsche Kritik an ihm und seinem Führungsstil zurückzuschießen.

"Wir wissen alle, dass die nicht allzu viel Ahnung haben", wird der Isländer am Montag in der "Bild" zitiert. Er wandte sich damit vor allem an die ehemaligen Nationalspieler Stefan Kretzschmar, Pascal Hens und Michael Kraus, die im Podcast "Harzblut" von "Dyn" gegen den 66-Jährigen gewettert hatten.

"Wenn du ein Podcaster bist und du musst eine Stunde die Woche irgendwas erzählen, dann... Keiner von denen war jemals Trainer. Ich kenne deren taktisches Verständnis. Und keiner von denen hat damals in der Abwehr gestanden", reagierte der 66-Jährige nun nach dem EM-Turnier auf die Kritik von Kretzschmar und Co., die bereits während der laufenden Europameisterschaft für Aufruhr gesorgt hatte.

Nach der Vorrunden-Niederlage gegen Serbien (27:30) hatten sich die früheren Starspiele kritisch über mehrere taktische und personelle Entscheidungen von Alfred Gislason geäußert.

Gislason wehrt sich gegen "Selbstdarsteller"

Es habe "die Führung von außen gefehlt", hatte 2007er-Weltmeister Hens unter andere moniert. Man habe im Angriff "keinen Plan B". Kraus, ein weiterer WM-Champion von vor 19 Jahren, wählte noch deutlichere Worte: "Alfred, scheiße gecoacht, vercoacht."

Keine zwei Wochen später holte Deutschland am Sonntag dann die erste EM-Medaille seit dem Titelgewinn 2016. Auf dem Weg ins Finale hatte die DHB-Auswahl unter anderem die Handball-Nationen Spanien (34:32), Frankreich (38:24) und Kroatien (31:28) geschlagen.

"Wenn es nur ein klein bisschen ein halbes Dreckspiel ist, dann ist jeder von diesen Selbstdarstellern bereit, uns ans Bein zu pinkeln", wurde Gislason in der "Bild" weiter zitiert. 

Der 66-Jährige freue sich "extrem" über die Entwicklung seiner Mannschaft: "Es freut mich noch mehr als die Silbermedaille. Und die Entwicklung ist noch nicht vorbei."

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