Island hat sich bei der Handball-EM als zweite Nation das Ticket für die Runde der letzten Vier gesichert. Zum Auftakt in den letzten Spieltag der Hauptrundengruppe II setzte sich das Team von Trainer Snorri Steinn Gudjonsson im schwedischen Malmö mit 39:31 (18:16) gegen Slowenien durch. Die Entscheidung um das zweite Halbfinalticket in der Gruppe könnte bereits im Anschluss zwischen Kroatien und Ungarn fallen (18.00 Uhr).
Nach einem umkämpften wie hitzigen ersten Durchgang auf Augenhöhe setzte sich Island erst zu Beginn des zweiten Durchgangs ab, dann aber wurde es deutlich. Der Sprung in das Halbfinale gelang den Isländern zuletzt 2010, einen großen Anteil leistete am späten Mittwochnachmittag Kapitän Ellidi Snaer Vidarsson. Der Spieler vom VfL Gummersbach steuerte acht Treffer zum Erfolg bei, besser warf nur Domen Novak auf der Gegenseite mit neun Toren und einer perfekten Trefferquote.
Im weiteren Verlauf des Abends hat Vizeweltmeister Kroatien das Weiterkommen zwar komplett in eigener Hand, einen Ausrutscher darf sich das Team von Dagur Sigurdsson, Trainer beim deutschen EM-Erfolg 2016, gegen die bereits ausgeschiedenen Ungarn aber nicht erlauben. Bei einer Niederlage könnte sich Co-Gastgeber Schweden mit einem Erfolg über die Schweiz (20.30 Uhr) noch vorbeischieben.
Deutlich klarer geht es in der Gruppe I zu. Zum Auftakt des Hauptrundenabschlusses im dänischen Herning bezwang Portugal zunächst Spanien deutlich mit 35:27 (16:12). Bester Werfer war Francisco Costa mit sieben Treffern, für Spanien trafen auf der Gegenseite Jan Gurri und Aleix Gomez am besten.
Chancen auf die Runde der letzten Vier hatten beide Nationen bereits im Vorhinein nicht mehr, zum großen Hauptrundenfinale kommt es am Abend zwischen der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) und Frankreich (18.00/ZDF). Weltmeister und Olympiasieger Dänemark ist bereits qualifiziert.



