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Frühes Aus abgewendet - Hauptrunden-Ticket gelöst

EM-Traum lebt! Deutsche Handballer ringen Spanien nieder

Juri Knorr (M.) gehörte einmal mehr zu den deutschen Aktivposten
Juri Knorr (M.) gehörte einmal mehr zu den deutschen Aktivposten
Foto: © IMAGO/Maximilian Koch
19. Januar 2026, 22:14

Deutschlands Handballer behalten im Hexenkessel von Herning einen kühlen Kopf und sichern sich dank eines leidenschaftlichen Auftritts das Ticket für die Hauptrunde. Jetzt ist alles wieder möglich.

Der überragende Renars Uscins hüpfte mit seinen Teamkollegen über das Feld, Alfred Gislason strahlte sogar schon vor der Schlusssirene seines EM-"Endspiels": Deutschlands Handballer haben im Showdown gegen Spanien die Nerven bewahrt und sind in die Hauptrunde gestürmt. Die Mannschaft des zuletzt kritisierten Gislason gewann 34:32 (17:15) und hat als Gruppensieger plötzlich wieder alle Chancen: Statt die Heimfahrt anzutreten, startet das deutsche Team mit der optimalen Ausbeute von 2:0 Punkten in die zweite Turnierphase.

"Ich bin erleichtert und sehr, sehr stolz auf die Jungs, dass sie dieses Spiel gewinnen konnten. Vor allem wie: Sie waren Angriff wie Abwehr überragend. Wir haben gegen die Spanier mehr aus der zweiten Welle gemacht, es ist normalerweise ihre große Stärke, das zu unterbinden", kommentierte Gislason im "ZDF" den wichtigen Erfolg. "Wir hatten den klaren Glauben, dass wir mit einem Sieg weiterkommen können", betonte Kapitän Johannes Golla.

Die DHB-Auswahl zeigte vor 9526 Zuschauern einen beherzten Auftritt. Hinten parierte Torhüter David Späth in der Schlussphase mehrmals spektakulär, zudem packte die Abwehr beherzt zu. "Es freut mich sehr, dass wir unseren Teil dazu beitragen konnten, dass wir weitergekommen sind", sagte Wolff. Vorne bestachen die DHB-Männer, die zuvor durch Österreich (26:25 gegen Serbien) Schützenhilfe erhalten hatten, mit ihrer Variabilität und einer guten Trefferquote.

Uscins mit acht Toren bester deutscher Werfer

Besonders Renars Uscins und Juri Knorr waren kaum zu bremsen, auch Kreisläufer Justus Fischer glänzte. Uscins avancierte mit acht Treffern zum besten deutschen Werfer, Knorr traf fünf Mal und sprühte in der aufgeheizten Atmosphäre der Jyske Bank Boxen vor Spielfreude.

In der Hauptrunde bekommt es Deutschland ab Donnerstag mit der Übermannschaft Dänemarks (Weltmeister und Olympiasieger) sowie Titelverteidiger Frankreich und Norwegen zu tun. Vierter Gegner wird Portugal oder Nordmazedonien sein. Die Spiele bestreitet Deutschland allesamt in Herning.

Gislason, der nach der Serbien-Pleite (27:30) reichlich Kritik einstecken musste, schwor sein Team mit emotionalen Worten auf das Schicksalsspiel ein. "Wir müssen eine Klasseleistung bringen, mit viel Herz und noch mehr Kopf." Man müsse das "Olympia-Wunder wiederholen, wenn wir weiterkommen wollen", ergänzte der 66-Jährige mit Blick auf den Silber-Coup bei den Sommerspielen 2024, als das DHB-Team die Spanier zwei Mal besiegte.

Das Feuer des Trainers übertrug sich direkt auf die Mannschaft. Nach einer Schweigeminute zugunsten der Opfer des schweren Zugunglücks in Spanien drückte das deutsche Team sofort aufs Tempo. Spielmacher Knorr wirbelte zwei Tage nach seiner Kritik am Coach erneut von Beginn an, der erstmals bei der EM aufgebotene Nils Lichtlein erwies sich im Unterzahlspiel als belebendes Element.

Spannung bis in die Schlussphase

Angepeitscht von den lautstarken deutschen Fans traf Knorr beim 3:2 zur ersten DHB-Führung (5.) - und Deutschland blieb am Drücker. Hinten hielt Torhüter Andreas Wolff immer wieder spektakulär, und als Kreisläufer Justus Fischer mit einem Doppelpack für die erste Drei-Tore-Führung (12:9) sorgte, ballte Gislason an der Seitenlinie energisch die Fäuste. "Ey Jungs, Abwehr weiter, das ist überragend, es läuft richtig gut", rief er seinen Spielern in der Auszeit zu: "Sie haben sehr große Probleme im Rückzug."

Im Angriff riss nun der unwiderstehliche Uscins die Partie an sich. Nach drei weiteren Treffern des Torjägers stand es plötzlich 16:12 (27.). Und so ging es trotz einiger unkonzentrierter Abschlüsse mit einem Vorsprung in die Halbzeitpause. Lukas Zerbe forderte, "in der Abwehr genauso zu ackern wie jetzt in der ersten Halbzeit und Andi zu helfen", sagte er im "ZDF" und ergänzte mit Blick auf die Offensive: "Wenn wir immer eine Station weiterspielen, kriegen wir unsere freien Chancen - die müssen wir halt reinmachen."

An diese Marschroute hielten sich seine Mitspieler, vor allem der deutsche Rückraum mit Uscins, Knorr und Julian Köster hielt das deutsche Team auf Kurs. Als Linksaußen Lukas Mertens nach Anspiel von Knorr zum 23:20 versenkte (41.) und der nun eingewechselte Späth parierte, sprangen die Zuschauer von ihren Sitzen. Gislason ballte vor Freude beide Fäuste.

Die Spanier ließen sich aber nicht abschütteln, so dass es bis in die Schlussminuten spannend blieb. Das deutsche Team blieb aber cool und rettete den Vorsprung mit Cleverness und Klasse über die Ziellinie.

2. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Österreich
Österreich
Österreich
25
12
Spanien
Spanien
Spanien
30
19
18:00
Sa, 17.01.
Beendet
Ukraine
Ukraine
Ukraine
26
12
Frankreich
Frankreich
Frankreich
46
24
18:00
Sa, 17.01.
Beendet
Serbien
Serbien
Serbien
30
13
Deutschland
Deutschland
Deutschland
27
17
20:30
Sa, 17.01.
Beendet
Live im TV in der ARD
Tschechien
Tschechien
Tschechien
25
16
Norwegen
Norwegen
Norwegen
29
16
20:30
Sa, 17.01.
Beendet
Nordmazedonien
Nordmazedonien
Nordmazed.
29
13
Portugal
Portugal
Portugal
29
15
18:00
So, 18.01.
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Montenegro
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24
12
Färöer
Färöer
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37
19
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So, 18.01.
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Island
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31
13
18:00
So, 18.01.
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Rumänien
Rumänien
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24
17
Dänemark
Dänemark
Dänemark
39
22
20:30
So, 18.01.
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Schweiz
Schweiz
Schweiz
35
20
Slowenien
Slowenien
Slowenien
38
14
20:30
So, 18.01.
Beendet
Italien
Italien
Italien
26
13
Ungarn
Ungarn
Ungarn
32
14
20:30
So, 18.01.
Beendet
Niederlande
Niederlande
Niederlande
29
13
Kroatien
Kroatien
Kroatien
35
15
18:00
Mo, 19.01.
Beendet
Georgien
Georgien
Georgien
29
15
Schweden
Schweden
Schweden
38
20
20:30
Mo, 19.01.
Beendet
Gruppe A
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1DeutschlandDeutschlandDeutschland320191:8924
2SpanienSpanienSpanien320191:8654
3ÖsterreichÖsterreichÖsterreich310278:85-72
4SerbienSerbienSerbien310282:8202
  • Hauptrunde
Gruppe B
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1DänemarkDänemarkDänemark220075:48274
2PortugalPortugalPortugal211069:6363
3NordmazedonienNordmazedonienNordmazed.201153:65-121
4RumänienRumänienRumänien200258:79-210
  • Hauptrunde
Gruppe C
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FrankreichFrankreichFrankreich3300126:88386
2NorwegenNorwegenNorwegen3201102:85174
3TschechienTschechienTschechien310291:100-92
4UkraineUkraineUkraine300377:123-460
  • Hauptrunde
Gruppe D
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SlowenienSlowenienSlowenien220079:7544
2FäröerFäröerFäröer211065:52133
3SchweizSchweizSchweiz201163:66-31
4MontenegroMontenegroMontenegro200264:78-140
  • Hauptrunde
Gruppe E
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SchwedenSchwedenSchweden220074:60144
2KroatienKroatienKroatien220067:5894
3NiederlandeNiederlandeNiederlande200260:71-110
4GeorgienGeorgienGeorgien200258:70-120
  • Hauptrunde
Gruppe F
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1IslandIslandIsland220070:49214
2UngarnUngarnUngarn220061:47144
3PolenPolenPolen200244:60-160
4ItalienItalienItalien200252:71-190
  • Hauptrunde
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Torjäger 2026 DEN/NOR/SWE

#Name7mTore
1TschechienJonas Josef225
2UkraineIhor Turchenko021
3PortugalFrancisco Costa720
4NordmazedonienFilip Kuzmanovski619
TschechienDominik Solák019