Superstar Kamil Stoch lässt auf seiner Abschiedstournee vom Skispringen den Weltcup im japanischen Sapporo aus.
"Es ist wichtig, eine Pause zu machen, durchzuatmen und sich neu zu sammeln. Ich muss einen klaren und konkreten Plan aufstellen, was ich als Nächstes tun möchte, woran ich arbeiten möchte. Meine Technik hat etwas nachgelassen", sagte der 38 Jahre alte Pole gegenüber "skijumping.pl".
Mit seinen Leistungen zuletzt beim Heim-Weltcup in Zakopane zeigte sich Stoch nicht zufrieden. "Ich hatte keinen Einfluss auf mein Skispringen. Ich habe es versucht, habe gekämpft und gebissen, aber manchmal ist es eben so, und man kann in einem bestimmten Moment nicht mehr tun."
Der Skisprung-Routinier will sich nun ganz auf die Skiflug-WM auf der Heini-Klopfer-Schanze in Oberstdorf (22. bis 25. Januar) konzentrieren. "Jetzt ist es Zeit, sich zu erholen, Prioritäten zu setzen, einen Plan zu erstellen und sich auf das Skifliegen vorzubereiten", sagte Stoch. Die WM sei "ein Ereignis, auf das ich mich freue. Ich will fliegen!"
Skispringen: Kamil Stoch von Emotionen "überwältigt"
Zakopane war nach der Ehrung im Rahmen der 74. Vierschanzentournee aus emotionaler Sicht ein weiteres Highlight für Stoch, der am Ende der Saison seine Karriere beenden wird.
Die polnischen Fans verabschiedeten ihren Liebling standesgemäß, obwohl er mit einem missratenen Sprung auf 119,5 Meter den Finaldurchgang verpasst - und überforderten Stoch damit sogar offenkundig ein Stück weit.
"Natürlich werde ich die Erinnerungen behalten, einige Fragmente werden mir bleiben, aber all die Emotionen, die mich direkt nach dem Sprung überwältigt haben, als ich meine Familie traf, während der Interviews und dann beim Abschied von den Fans auf der Landebahn, sind unbeschreiblich", schilderte der dreimalige Olympiasieger und zweimalige Weltmeister.

