Die Leidenszeit ist endlich vorbei, das Pflichtspiel-Comeback wohl schon in Kürze perfekt: Benjamin Henrichs steht am Samstag erstmals seit mehr als einem Jahr wieder im Kader von RB Leipzig. Ausgerechnet gegen den FC Bayern München (18:30 Uhr/Sky) kehrt der 27-Jährige auf die große Bühne zurück – gegen jenen Gegner, der seine Karriere vorübergehend ausgebremst hatte.
Via Instagram teilte der Außenverteidiger nun öffentlich seine Gedanken für der bevorstehenden Bundesliga-Rückkehr am Samstagabend. "Seit der Verletzung sind 392 Tage vergangen. Jetzt ist die Zeit, dieses Kapitel abzuschließen und voll fokussiert wieder zu starten", schrieb der 18-malige Nationalspieler vor dem Heimspiel.
Es sind Worte, die zeigen, wie lang und beschwerlich der Weg zurück war. Henrichs hatte sich im Dezember 2024 beim 1:5 gegen die Bayern einen Achillessehnenriss zugezogen – eine der schwersten Verletzungen für einen Fußballprofi.
Es folgten Monate der Reha, Rückschläge, Geduld und Zweifel.
Ablösesumme liegt wohl zwischen fünf und sieben Millionen Euro
Nun ist der Rechtsverteidiger endlich wieder Teil des Spieltagskaders – ein emotionaler Moment für Spieler und Verein. "Das Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen, ist einfach überragend. Ich bin so dankbar und will einfach nur noch zocken", ließ Henrichs seine Fans wissen.
RB Leipzig hatte den Heilungsprozess bewusst ohne Zeitdruck gestaltet. Trainer Ole Werner kündigte bereits im Winter an, dass man nichts überstürzen werde. Die Rückkehr solle "Stück für Stück" erfolgen.
"Es wird sicher nach der Zeit, die er gefehlt hat, auch noch einen guten Aufbauprozess mit der Mannschaft brauchen", sagte Werner im Dezember. Entsprechend ist ein Startelfeinsatz gegen die Bayern noch kein Thema – doch allein die Rückkehr in den Kader ist ein starkes Signal.
Besonders bitter: Henrichs war vor seiner Verletzung sportlich auf dem Höhepunkt. Noch 2024 hatte er bei der Europameisterschaft für Deutschland gespielt, sein bislang letztes Länderspiel absolvierte er am 19. November 2024 beim 1:1 in Ungarn. Danach riss die Verletzung ihn aus dem Rhythmus – und aus den Planungen der Nationalmannschaft.
Dass sein Comeback nun ausgerechnet gegen den FC Bayern erfolgt, verleiht dem Abend ein zusätzliches Thema.




























