Die deutschen Handball-Herren untermauerten am Sonntag den bereits zuvor erweckten Eindruck, dass man bei der Europameisterschaft mit ihnen rechnen muss. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason gewann auch den zweiten Test gegen Vizeweltmeister Kroatien. In der Generalprobe für die EM setzte sich der DHB mit 33:27 durch. Für die beteiligten Akteure gab es anschließend gute Neuigkeiten.
DHB-Coach Alfred Gislason bestätigte nach der starken Vorstellung gegen Kroatien, dass er keinen Spieler mehr aus dem Kader streichen, sondern mit allen 18 Akteuren zu den Kontinental-Titelkämpfen reisen wird.
Am Montag wird Deutschland im Anschluss an einen Medientag ins EM-Quartier im dänischen Silkeborg aufbrechen.
Am Donnerstag beginnt der Olympia-Zweite sein Abenteuer im rund 30 Minuten entfernten Herning gegen Österreich. Die Vorrundenspiele gegen Serbien und Spanien finden anschließend im Zwei-Tages-Rhythmus statt. Wer dann jeweils im konkreten 16 Spieler umfassenden Spieltagskader stehen wird, wird Gislason kurzfristig festlegen. Theoretisch hätte Gislason sogar 20 Spieler nominieren können, man hatte sich aber schon Mitte Dezember auf die aktuelle 18er-Auswahl geeinigt.
Vier Debütanten im DHB-Aufgebot
"Wir haben beschlossen, mit allen 18 da hoch zu fahren", sagte Gislason, der vor jeder Partie kurzfristig zwei Stars aus dem Aufgebot streichen muss. "Dieses Mal kann ich jedes Mal bis anderthalb Stunden vor dem Spiel zwei Spieler streichen", führte der 66-Jährige aus und ergänzte: "Ich kann alle Spieler in der Gruppenphase nutzen, wenn ich das will."
Damit ist auch sicher, dass es einige Spieler im deutschen Kader geben wird, die ihr erstes Großereignis erleben werden. Tom Kiesler (Rückraum/VfL Gummersbach), Matthes Langhoff (Rückraum/Füchse Berlin), Miro Schluroff (Rückraum/VfL Gummersbach) und Mathis Häseler (Rechtsaußen/VfL Gummersbach) sind neu dabei. Langhoff und Schluroff trugen sich gegen Kroatien mit je einem Treffer in die Liste der Torschützen ein.





