Für die schwedische Biathlon-Staffel reichte es beim Weltcup in Oberhof am Samstag nur zum fünften Platz. Ein frühes Missgeschick wurde den Skandinavierinnen hierbei zum Verhängnis.
Startläuferin Anna Magnusson hatte gleich beim ersten Schießen große Probleme mit einem Gewehrriemen, welcher sich zuvor von ihrer Waffe löste. Die 30-Jährige musste das Problem zunächst lösen, bevor sie mit ihrer Einlage starten konnte. Zwar gab sich Magnusson mit nur einem Nachlader keine Blöße, die schwedische Mannschaft verlor durch das Malheur allerdings früh wichtige Zeit auf die Spitze.
"So etwas habe ich noch nie gesehen", staunte Ex-Biathlet Björn Ferry in seiner Rolle als TV-Experte bei "SVT".
Magnussons Teamkollegin Hanna Öberg stimmte ihrem Landsmann zu: "Was Anna passiert ist, ist extrem ungewöhnlich, das habe ich zuvor noch nie gesehen, wirklich Pech."
"Manche Dinge muss man einfach akzeptieren"
Nach drei Nachladern im darauffolgenden Stehendschießen übergab Magnusson mit einem Rückstand von über eineinhalb Minuten an Anna-Karin Heijdenberg.
Heijdenberg sammelte wie Hanna Öberg jeweils eine Strafrunde. Schlussläuferin Elvira Öberg brauchte hingegen nur zwei Nachlader. Das schwedische Biathlon-Quartett landete letztlich mit einem Rückstand von 2:42.80 Minuten auf die siegreichen Französinnen auf dem fünften Platz. Norwegen und die deutsche Staffel komplettierten das Treppchen. Dahinter landete Finnland.
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"Klar ist das ärgerlich, manche Dinge liegen in unserer Hand, aber manche muss man einfach akzeptieren, dass sie passieren", äußerte sich Magnusson bei "SVT" über die unglückliche Panne am Schießstand.
Der Biathlon-Weltcup in Oberhof endet am Sonntag mit der Männer-Staffel (11.00 Uhr) und dem Verfolger der Frauen (14.30 Uhr jeweils im sport.de-Liveticker). Anschließend geht es ab Mittwoch in Ruhpolding weiter.


