Seit Wochen ranken sich in La Liga Gerüchte, nach denen es eine Gruppe von Spielern bei Real Madrid darauf abgesehen hat, Coach Xabi Alonso aus dem Amt zu drängen. Nun hat sich der Spanier gegen die Spekulationen zur Wehr gesetzt.
Real Madrid steht trotz Platz zwei in La Liga und der Chance, am Sonntagabend mit einem Sieg in Girona (ab 21 Uhr im sport.de-Live-Ticker) sogar die Tabellenführung zu übernehmen, unter Druck: Trainer Xabi Alonso kämpft mit anhaltenden Kabinen-Gerüchten, die von Unmut bei Stars wie Vinicius Junior, Jude Bellingham, Federico Valverde und Eduardo Camavinga zeugen.
Doch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Girona trat Alonso den Spekulationen nun deutlich gegenüber. "Ich habe immer das Gefühl, dass das Team eine Einheit ist", zitiert die "Sport Bild" Alonso. "Wir wissen alle, was das Ziel ist: Ende März, April, Mai die Chance zu haben, etwas zu gewinnen."
Dabei bestätigte Alonso, dass "in Fußballmannschaften solche Dinge passieren", man sei aber "in guten und den weniger guten Zeiten zusammen".
Man habe bei Real "ein gutes Miteinander im Alltag. Trotz allem, was gesagt wird, und was manche Leute wollen, sind wir von innen heraus sehr solide", betonte der ehemalige Leverkusen-Coach, der nach der Entlassung von Carlo Ancelotti zu Saisonbeginn in Madrid übernommen hatte.
Konkret ging Alonso dabei auch auf das angeblich angeknackste Verhältnis zwischen ihm und Bellingham ein. "Ich habe eine sehr gute Beziehung zu ihm. Er hat den Willen zu lernen, zu helfen, effizienter zu werden. Ich mag diesen Typ von Spieler, der kommt und Fragen stellt, um sich zu verbessern", sagte der Coach und setzte mit Blick auf den vielseitigen Offensivmann hinzu: "Wir werden sehen, wo er am besten passt. Er hat diese Initiative und kann in verschiedenen Rollen spielen."
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Schon nach dem 4:3-Sieg in der Champions League gegen gegen Olympiacos hatte Alonso betont, dass "die Kabine sehr solide und vereint" sei.
Real Madrid: Wirkten Alonsos Gruppengespräche?
Zuvor hatte es nach einer 0:1-Niederlage in Liverpool sowie zwei Remis (u. a. ein 2:2 gegen Elche) Berichte über eskalierte Spannungen gegeben. Dort las man von Frust über Alonsos distanzierten Stil, Positionswechseln (Valverde mal Mittelfeld, mal Rechtsverteidiger) und mangelnder Nähe zu den Egos. Rund um Vinicius Jr. hieß es, dieser solle eine Vertragsverlängerung blockieren, solange Alonso bleibt; Valverde gar zum Verkauf freigegeben werden.
Real-Präsident Florentino Pérez stand dem Vernehmen nach allerdings die ganze Zeit hinter Alonso. Zuletzt sollen kurze Gruppen-Gespräche nach dem Elche-Remis haben die Stimmung laut Medien entspannt haben. Wie lange, ist jedoch offen.

































