Deutschland vs. Spanien: Noten und Einzelkritik
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Deutschland vs. Spanien: Die DFB-Elf in der Einzelkritik
Am Donnerstagabend startete die deutsche Nationalmannschaft in die zweite Auflage der UEFA Nations League. Gegen Spanien kam das Team von Bundestrainer Joachim Löw zum Turnierauftakt nach einem Last-Minute-Gegentor nicht über ein 1:1 hinaus. Alle DFB-Akteure in der Einzelkritik:
TOR: Kevin Trapp - Note: 3,0
Offenbarte im Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten zunächst vereinzelt Schwächen und hatte Glück, dass die Fehler nicht bestraft wurden. Ließ sich von den brenzligen Szenen aber nie aus der Ruhe bringen und blieb auf der Linie ohne Tadel. Nach dem Seitenwechsel dann ein echter Rückhalt, beim Gegentor ohne Chance.
ABWEHR: Thilo Kehrer - Note: 3,5
Beackerte mit viel Einsatz die rechte Außenbahn und schaltete sich häufig bei Vorstößen ein. Harmonierte gut mit Sané und setzte den Bayern-Neuzugang mehrfach stark in Szene. Schaffte es allerdings oftmals nicht, die Außenbahn rechtzeitig dicht zu machen. Im zweiten Durchgang zudem eher blass.
Niklas Süle - Note: 3,5
Koordinierte die DFB-Abwehr als zentraler Innenverteidiger in der Dreierkette über weite Strecken ohne Probleme. Reagierte nach Fehlern der Nebenleute aber manchmal nicht schnell genug und kam seiner Pflicht als letzter Mann dann nur unzureichend nach. Im Aufbauspiel unter Druck zudem nicht gänzlich fehlerfrei.
Emre Can - Note: 3,0
Agierte sehr bissig in seinen direkten Duellen und setzte gegen die spielstarken Spanier früh deutliche Zeichen. Ging bei seinen Zuspielen im Abwehrdrittel zunächst zu großes Risiko, fand sich aber mit der Zeit besser zurecht. Agierte nach der Pause deutlich offensiver, überzeugte dann durch viel Laufbereitschaft und Einsatz.
Antonio Rüdiger - Note: 3,5
Hatte einige gute Szenen, wenn Spanien schnelle Angriffe vortrug und sein Stellungsspiel gefragt war. Leistete sich ähnlich wie seine Abwehr-Kollegen aber ebenfalls Anflüge von Leichtsinn am Ball. Verschätzte sich zudem vor dem späten Gegentreffer (90.).
Robin Gosens - Note: 4,0
Brauchte in seinen ersten Länderspiel lange Zeit, um in die Partie zu finden. Seine seltenen Aktionen am gegnerischen Strafraum verpufften vor der Pause fast komplett. Die Vorlage zum 1:0 blieb seine einzige gelungene Aktion (52.). Defensiv gerade in der Schlussphase wackelig und einer der Hauptverantwortlichen für den späten Ausgleich.
MITTELFELD: Toni Kroos - Note: 2,5
Traf am Ball wie gewohnt viele richtige Entscheidungen und zeigte bei den Pässen in die Tiefe sein ganzes Können. Nahm nach dem Seitenwechsel etwas den Fuß vom Gas, trat dafür dann öfter als Balleroberer in Erscheinung.
Ilkay Gündogan (bis 74.) - Note: 3,0
Musste gerade in der Rückwärtsbewegung viele Löcher im Zentrum stopfen. Präsentierte sich im Kampf um den Ball sehr robust und voll auf Augenhöhe. Leitete den Führungstreffer mit einem starken Diagonalball ein, insgesamt fehlte bei seinen Akzenten jedoch manchmal die nötige Ruhe.
Suat Serdar (ab 74.) - ohne Bewertung
Ersetzte in der Schlussphase Gündogan im zentralen Mittelfeld. Hatte im defensiven Spiel der DFB-Elf nur noch wenige Ballaktionen und konnte sich so nicht wirklich empfehlen.
Julian Draxler - Note: 4,0
War im letzten Drittel viel in Bewegung und sorgte mit seinen Laufwegen punktuell für reichlich Unruhe in der spanischen Abwehr. Suchte immer wieder die Läufe in die Tiefe und kam so zu vereinzelten Abschlüssen. Tauchte allerdings in einigen Phasen ab und fiel dann nur durch Ballverluste auf.
Leroy Sané (bis 62.) - Note: 2,5
Deutete seine Klasse in vielen Szenen an und vermochte es wiederholt, aus dem Nichts für Gefahr zu sorgen. Kam so selbst zu guten Chancen (17., 54.), gestaltete die Angriffe mitunter aber eine Spur zu kompliziert.
Matthias Ginter (ab 62.) - Note: 4,0
Kam Mitte der zweiten Halbzeit, um nach der Führung die Abwehr zu stabilisieren. War gegen engagierte Spanier sofort zur Stelle und klärte die Gefahr mehrfach umsichtig. Verlor vor dem 1:1 jedoch entscheidend die Übersicht (90.).
ANGRIFF: Timo Werner (bis 90.) - Note: 2,5
Ließ sich häufig tief fallen und agierte als Ausgangspunkt für einige vielversprechende Vorstöße. Brachte die Löw-Elf nach der Pause mit seiner ersten Top-Chance in Führung (52.). Bekam später mehrfach die Möglichkeit, sein Tempo auszuspielen, dann fehlte ihm aber wiederholt die Kaltschnäuzigkeit.
Robin Koch (ab 90.) - ohne Bewertung
Kam kurz vor dem Ende in die Partie, um den Sieg über die Zeit zu bringen. Konnte den späten Gegentreffer aber auch nicht verhindern.