BVB vs. Freiburg: Noten und Einzelkritik
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BVB vs. Freiburg: Noten und Einzelkritik
Am Samstagnachmittag traf Borussia Dortmund in der Bundesliga auf den SC Freiburg. Nach der überraschenden Niederlage der Vorwoche zeigte sich der BVB deutlich verbessert und gewann hochverdient mit 4:0. Alle Akteure in der Einzelkritik:
TOR: Marwin Hitz - Note: 3,0
Ersetzte erneut den verletzten Roman Bürki, wurde allerdings fast überhaupt nicht geprüft. Im gesamten Spiel kamen nur wenige Bälle auf sein Tor. Parierte gegen Santamaria (81.) und Grifo (82.) problemlos. Spielerisch derweil mit kleineren Unsicherheiten am Ball.
ABWEHR: Mats Hummels - Note: 2,0
Sortierte die letzte Kette der Dortmunder umsichtig, wurde aber nur selten wirklich gefordert. Setzte deshalb zunehmend spielerische Impulse und verpasste einen eigenen Treffer nur knapp (38.). Gewann fast alle Zweikämpfe und sammelte über 120 Ballaktionen.
Manuel Akanji - Note: 3,0
Stellte seine Wackler im Stellungsspiel fast komplett ab und vereitelte durch geschicktes Positionieren einige Pässe in die gefährliche Zone. Erlaubte sich am Ball jedoch abermals einige heftige Abspielfehler, die Chancen für die Freiburger ermöglichten.
Emre Can - Note: 1,5
Machte auf der halbrechten Seite einen sehr konzentrierten Eindruck. Blieb hinten größtenteils fehlerfrei und schaltete sich punktuell sehr effektiv in die Offensive mit ein. Erzielte nach einer Ecke per Kopf das 2:0 (47.) und stellte so die Weichen für den Heimsieg.
MITTELFELD: Axel Witsel - Note: 2,0
Machte im Mittelfeld einen guten Eindruck und verzeichnete einige wichtige Ballgewinne. Avancierte mit punktgenauen Zuspielen mitunter auch zum Initiator von Gegenstößen. Vor dem Tor ließ der Belgier allerdings einige Hochkaräter liegen.
Jude Bellingham (bis 71.) - Note: 2,5
War viel in Bewegung, vermochte es lange Zeit aber nicht seinen Aufwand in Torgefahr umzumünzen. Bewies am Ball dennoch eine gute Übersicht und fand in vielen Situationen spielerisch die beste Lösung.
Thomas Delaney (ab 71.) - ohne Bewertung
Übernahm im Mittelfeld den Part von Bellingham und fand sich lückenlos ins Spiel der Dortmunder ein. Verzeichnete noch einige Ballgewinne und hielt den Druck auf den Ball hoch.
Thomas Meunier - Note: 3,5
Präsentierte sich auf der Außenbahn über weite Strecken abermals nur als Mitläufer. Leistete sich anders als zuletzt in Augsburg zwar keine individuellen Fehler mehr, konnte in der Offensive aber fast keine Impulse setzen.
Felix Passlack (ab 85.) - ohne Bewertung
Machte seinen Job souverän und erzielte nach einem Konter noch den Schlusspunkt zum 4:0 (90.).
Raphael Guerreiro - Note: 3,0
Lief sich in der Offensive anfangs oftmals fest und leistete sich auch am Ball einige Fehler. Steigerte sich spätestens nach der Führung und beteiligte sich dann an einigen blitzsauberen Angriffen. Der Lohn blieb aber aus.
Nico Schulz (ab 85.) - ohne Bewertung
Bekam in den letzten Minuten nur noch wenige Bälle, um sich anzubieten.
Marco Reus (bis 71.) - Note: 2,5
Profilierte sich in der Anfangsphase als umsichtiger Teamspieler, setzte mit seinen Zuspielen regelmäßig die Kollegen gut in Szene. Leitete das 1:0 mit seinem Ballgewinn ein (31.). Drehte nach dem Wechsel zwischenzeitlich auf und deutete an, dass er langsam aber sicher zurück zu seiner alten Form findet.
Julian Brandt (ab 71.) - ohne Bewertung
Leitete in der Schlussphase noch einige Konter mit seinen Zuspielen ein, das 4:0 fiel nach einem schönen Pass des Nationalspielers (90.). Allzu viel musste Brandt bei dem klaren Spielstand aber nicht mehr leisten.
Giovanni Reyna (bis 80.) - Note: 1,0
Riss mit seinen Dribblings viele Löcher in die letzte Reihe der Freiburger und war insgesamt der engagierteste und auffälligste Dortmunder. Legte den Führungstreffer mit viel Übersicht auf (31.). Agierte in der Folge phasenweise wie entfesselt, bereitete nach der Pause noch zwei weitere Treffer vor (47., 67.). Fantastisches Spiel!
Reinier (ab 80.) - ohne Bewertung
Spulte unspektakuläre zehn Minuten ab, der Ausgang der Partie war ohnehin klar.
ANGRIFF: Erling Haaland - Note: 1,0
Hing in der umkämpften Anfangsphase fast komplett in der Luft und ackerte meist ohne Chance auf den Ball. Erarbeitete sich mit der Zeit aber Freiräume und spielte diese gnadenlos aus. Nutzte seine erste Chance sofort zur Führung (31.). Sammelte später mit dem Treffer zum 3:0 (67.) und der Vorlage zum 4:0 (90.) noch zwei weitere Scorer-Punkte.
SC Freiburg - TOR: Florian Müller - Note: 4,0
Hatte zunächst bis auf einige Flanken kaum Beschäftigung, bekam mit dem ersten nennenswerten Torschuss dann gleich den Gegentreffer (31.). Zeigte bei der Doppelchance von Hummels einmal eine überragende Tat (38.), bei den späteren Gegentreffern stets ohne Chance.
ABWEHR: Jonathan Schmid - Note: 4,5
Nutzte die Freiheiten, die ihm die Dreierkette im Rücken bot regelmäßig für offensives Verteidigen. Stoppte Guerreiro anfangs mehrheitlich schon kurz hinter der Mittellinie. Baute nach einer guten halben Stunde jedoch stetig ab. Verlor vor dem 0:2 das entscheidenden Kopfballduell gegen Can (47.).
Lukas Kübler (ab 85.) - ohne Bewertung
Kam in der Schlussphase, als das Spiel längst entschieden war.
Philipp Lienhart - Note: 5,0
Musste als zentraler Innenverteidiger lange Zeit deutlich weniger arbeiten als seine beiden Verteidiger-Kollegen. Griff in den entscheidenden Szenen dann aber nicht konsequent ein. Schaltete gerade beim ersten Gegentreffer zu langsam (31.). Verlor danach phasenweise im Zentrum komplett die Kontrolle.
Manuel Gulde (bis 55.) - Note: 4,5
Zeigte ein Spiel mit Höhen und Tiefen: Gerade zu Beginn mit gutem Zweikampfverhalten, konnte das Niveau aber nicht halten. Verlor vor dem 0:1 die Laufwege der Gegenspieler aus den Augen. Danach mitunter zu ungestüm.
Keven Schlotterbeck (ab 55.) - Note: 5,0
Konnte die Abwehr der Freiburger nicht stabilisieren. Schätzte vor dem 0:3 einen Rückpass falsch ein und öffnete Reyna und Haaland so die Tür (67.). Lief auch in der Folge allzu oft bei den Angriffen der Borussia nur hinterher.
Dominique Heintz - Note: 3,0
Verteidigte im Verbund mit Günter überaus mutig und wurde dafür häufig belohnt. Stoppte seine Gegenspieler meist schon deutlich vor der Box. Ließ insgesamt nur wenige Durchbrüche zu und zeigte die besten Zweikampfwerte der SC-Abwehr. Wirkte unter Druck am Ball aber mitunter nicht immer sattelfest.
Christian Günter - Note: 4,0
Bekam Meunier auf der linken Seite von Beginn an sofort gut in den Griff und verhinderte Durchbrüche auf die Grundlinie praktisch ohne Ausnahme. Bei seinen Ausflügen in die Offensive wollte ihm aber nicht viel gelingen. Baute mit der Zeit ab.
MITTELFELD: Baptiste Santamaria - Note: 5,0
Hatte im Zentrum große Probleme die Dortmunder an der Entfaltung zu hindern, verlor mitunter auch selbst zu schnell die Bälle. Zeigte eine indiskutable Zweikampfquote (12 Prozent) und hatte gerade für die schnellen Angriffe der Dortmunder einfach keine Antwort.
Nicolas Höfler - Note: 4,5
War im Mittelfeld häufig enger an seinen Gegenspielern dran als Santamaria, machte in den direkten Duellen trotzdem nicht immer einen souveränen Eindruck. Vor dem 0:1 unterlief ihm zudem der entscheidenden Ballverlust (31.).
Roland Sallai (bis 55.) - Note: 4,0
Konnte auf der rechten Seite in den Duellen mit Guerreiro vereinzelt Punktsiege verzeichnen. Verzettelte sich aber allzu oft in seinen Aktionen und verlor dann im Alleingang leichtfertig die Bälle.
Vincenzo Grifo (ab 55.) - Note: 3,0
Brachte etwas mehr Ballsicherheit in die offensiven Aktionen der Freiburger. Spielte einige gute Bälle, konnte im Alleingang aber nur wenig zwingende Aktionen kreieren.
ANGRIFF: Lucas Höler (bis 55) - Note: 4,0
Setzte zu einigen schnellen Gegenstößen über die Außenbahn an, war dann aber oft auf sich allein gestellt. Arbeitete zwar couragiert gegen den Ball, blieb offensiv aber ohne Glück.
Kwon Chang-hoon (ab 55.) - Note: 5,0
Holte sich etwas übermotiviert in seiner ersten Szene gleich die Gelbe Karte. Provozierte mit seinem schlechten Zuspiel zudem den dritten Gegentreffer (67.). Seine Einwechselung war wahrlich keine Verstärkung.
Nils Petersen (bis 55.) - Note: 5
Lauerte in der Sturmspitze auf Zuspiele, war vor der Pause aber komplett isoliert. Fand offensiv überhaupt nicht statt und musste schon kurz nach dem Seitenwechsel weichen.
Jeong Woo-yeong (ab 55.) - Note: 3,5
Übernahm kurz nach der Pause das Sturmzentrum, brachte aber wie Petersen zuvor fast überhaupt keine Torgefahr mit. Präsentierte sich aber insgesamt umtriebiger und sammelte in 35 Minuten deutlich mehr Ballkontakt als Petersen zuvor in 55.