Note 1 für Bynoe-Gittens - Moukoko fällt ab: Die BVB-Noten
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BVB vs. TSG Hoffenheim im DFB-Pokal: Noten und Einzelkritik
Der BVB steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Mit einem 1:0 (1:0)-Heimsieg über die TSG 1899 Hoffenheim überstand die Elf von Trainer Edin Terzic am Mittwochabend die zweite Runde. Im Duell der Fußball-Bundesligisten überzeugte auf Dortmunder Seite vor allem ein Mann, der überraschend in der Startformation stand. Hier kommen die Noten und Einzelkritik zum Spiel:
BVB - TOR: Gregor Kobel - Note: 3,0
Der Startelf-Rückkehrer war sofort gefordert, parierte stark gegen Bebou (2.). Einer scharfen Bebou-Hereingabe vor der Pause konnte er nur hinterherschauen, doch auch TSG-Stürmer Beier verpasste. Ansonsten der gewohnte Rückhalt, wenngleich kaum gefordert.
ABWEHR: Julian Ryerson - Note: 3,0
Orientierte sich zunächst nach hinten - eine clevere Entscheidung gegen mutige Gäste. Traute sich erst gegen Ende des ersten Durchgangs mehr zu und erhöhte so den Druck auf dem linken Flügel. Wich nach Wolfs Verletzung auf die rechte Seite aus. Souveräner Auftritt.
Nico Schlotterbeck - Note: 2,5
Sein etwas unbedachter Klärversuch hatte die Doppelchance für Hoffenheim in Minute zwei zur Folge. Diese entschärfte er auf der Linie aber umgehend selbst. Danach fing er sich und ließ nichts Nennenswertes mehr zu. Berisha und Weghorst schienen etwas gegen ihn zu haben, rammten ihn mehrmals weg. Aber "Schlotti" blieb cool. Mit einer guten Spieleröffnung.
Niklas Süle - Note: 3,5
Fiel gegen seinen Ex-Klub nicht groß auf, löste die überschaubaren Aufgaben mit der nötigen Ruhe.
Marius Wolf (bis 64.) - Note: 4,0
Nicht ganz so auffällig wie Ryerson auf der Gegenseite. Auch er ging erst mal auf Nummer sicher. Musste in Hälfte zwei verletzt raus, das sah nicht gut aus.
Ramy Bensebaini (ab 64.) - Note: 3,5
Hatte nur wenige Möglichkeiten, um als Joker beim Stand von 1:0 sein Können zu untermauern. Beschränkte sich deshalb auf Sicherheitspässe. Das sah nicht spektakulär aus, diente aber dem Zweck, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.
MITTELFELD: Salih Özcan - Note: 2,5
Übernahm als Can-Ersatz die Rolle des Abräumers. Das machte er fast tadellos. Einmal vernaschte ihn Berisha an der Strafraumgrenze - da hatte er Glück, dass der Hoffenheimer die Hereingabe vermasselte. Hielt Brandt und Co. sonst aber sauber den Rücken frei.
Gio Reyna (bis 70.) - Note: 2,0
Der überzeugendste Auftritt des jungen US-Amerikaners seit seinem Comeback. Schaltete sich oft gedankenschnell nach vorne ein und war stets anspielbar - so wie vor dem 1:0, als er den Ball technisch stark aus der Luft holte und zu Bynoe-Gittens weiterleitete. Wird mit jeder Spielminute besser.
Felix Nmecha (ab 70.) - Note: 3,5
Versuchte viel nach vorn, doch dem Offensivspiel des BVB war die Geilheit auf Tore schon längst abgegangen. Mit einem fast schon verzweifelten Abschluss aus der zweiten Reihe in der Schlussphase. Arbeitete aber gewohnt solide nach hinten mit.
Jamie Bynoe-Gittens (bis 64.) - Note: 1,0
Der auffälligste Dortmunder am Mittwochabend. War sofort ins Spiel eingebunden, traute sich was. Fast alle gefährlichen BVB-Angriffe liefen über seine linke Seite. Von ihm kam auch die Vorlage zum 1:0. Nicht alles gelang ihm, einmal stand er Moukoko im Weg, wirkte manchmal zu verspielt. Trotzdem: Für einen Ergänzungsspieler war das ein richtig starker Auftritt.
Donyell Malen (ab 64.) - Note: 3,5
Kam für den starken Bynoe-Gittens - und zu einem Zeitpunkt, als der BVB in den Verwaltungsmodus überging. Kurz nach toller Vorarbeit von Sabitzer muss er mehr aus seiner Chance in Minute 86 machen. Moukoko stand da in der Mitte frei, Malens Abschluss rauschte am Tor vorbei.
Julian Brandt - Note: 2,5
Nicht ganz so spielprägend wie in den vergangenen Wochen. Spielte aber auch etwas defensiver als zuletzt. Brachte sich vor allem in Hälfte eins mit starken Pässen ein, war oft der Tempomacher. Von ihm kam auch der punktgenaue lange Ball zu Reyna, der das 1:0 zur Folge hatte.
Marco Reus (bis 82.) - Note: 2,0
Fand mit einem technisch feinen Abschluss die passende Antwort auf Hoffenheims frühe Doppelchance, der Ball flog nur knapp am Pfosten vorbei. Suchte oft das Zuspiel in die Schnittstelle, meistens saß dieses auch. Harmonierte toll mit Reyna, Brandt und Bynoe-Gittens. Wohl mit dem Glück des Tüchtigen beim 1:0-Siegtreffer. Wollte er den wirklich so treffen?
Marcel Sabitzer (ab 83.) - keine Bewertung
Setzte kurz nach seiner Einwechslung Malen klasse in Szene. Aber auch ihm fehlte die Zeit, um mehr herauszuholen.
ANGRIFF: Youssoufa Moukoko - Note: 4,0
Fiel nach vielversprechendem Beginn etwas ab. Hatte in Minute zehn Pech: Da behinderte ihn Bynoe-Gittens entscheidend am Abschluss aus kurzer Distanz. Meldete sich erst nach der Pause zurück. Da verwehrte ihm TSG-Keeper Baumann den Torerfolg. Nicht nur er hatte sich mehr von seinem Einsatz über 90 Minuten versprochen.