Wer geht? Wer kommt? So plant Schalke den Mega-Umbruch
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Wer geht? Wer kommt? So plant Schalke den Mega-Umbruch
Rein rechnerisch ist der Abstieg des FC Schalke 04 (noch) nicht besiegelt. Dennoch laufen beim abgeschlagenen Tabellen-Schlusslicht die Planungen für den großen Neustart im Sommer - dann aller Voraussicht nach in der 2. Bundesliga. Welche Spieler verlassen die Knappen? Welche Neuzugänge könnten trotz der prekären Finanzlage kommen? So plant Schalke den Mega-Umbruch:
Abgang sicher: Klaas-Jan Huntelaar
Wollte seine Karriere im Sommer ursprünglich bei Ajax beenden, entschied sich Schalke zuliebe aber um. Stand bislang aufgrund von Verletzungen aber nur kurz auf dem Platz. Wird seine Fußballschuhe nach der Saison wohl an den Nagel hängen - und sicherlich nicht in der 2. Liga spielen.
Abgang sicher: Nabil Bentaleb
Die in der Vergangenheit mehrfach suspendierte und wieder begnadigte Skandalnudel wird den Verein nach Saisonende definitiv verlassen. Sein Vertrag auf Schalke läuft aus.
Abgang sicher: Salif Sané
Wegen seines 2022 auslaufenden Vertrags ein sicherer Verkaufskandidat für den Sommer. Kassiert zudem kein kleines Gehalt. Auch die persönlichen Ambitionen des zuletzt extrem verletzungsanfälligen Innenverteidigers lassen sich nicht mit der zweiten Liga vereinbaren.
Abgang sicher: Shkodran Mustafi
Kam im Januar vom FC Arsenal, sein Vertrag gilt für ein halbes Jahr. Der Weltmeister von 2014 hat mittel- bis langfristig andere Pläne als das deutsche Unterhaus. Zudem für Schalke im Abstiegsfall nicht zu bezahlen.
Abgang sicher: Matja Nastasic
Viel zu ambitioniert für das deutsche Unterhaus. Genießt vor allem in Italien weiterhin einen guten Ruf. Könnte ein paar Millionen in die leeren Klubkassen spülen.
Abgang sicher: Amine Harit
Ist angeblich bereits seit geraumer Zeit nicht mehr mit vollem Herzen Schalker - undenkbar, dass er mit in die 2. Bundesliga geht. Zudem verspricht der marokkanische Spielmacher einen dringend benötigten Transfererlös für den Revierklub. Prognose: Harit ist im Sommer definitiv weg, trotz Vertrags bis 2024.
Abgang sicher: Sebastian Rudy
Ein teures Missverständnis. Wurde zum zweiten Mal an die TSG Hoffenheim verliehen, wo er erneut aufblühte. Dass er nochmal für die Knappen aufläuft - egal, in welcher Liga - ist praktisch ausgeschlossen.
Abgang sicher: Mark Uth
Für den Nationalspieler a. D. dürfte es einen Markt in der Bundesliga geben. Womöglich streckt der 1. FC Köln erneut die Fühler aus, falls er nicht zusammen mit Schalke den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss. Dass Uth über den Sommer hinaus in Königsblau spielt, ist zu 99 Prozent ausgeschlossen.
Abgang sicher: Suat Serdar
Einer der wertvollsten Spieler im Kader, soll im besten Fall eine niedrige zweistellige Millionen-Summe in die Schalker Kasse spülen. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Nationalspieler im Unterhaus ist trotz seines bis 2022 laufenden Vertrags undenkbar.
Abgang sicher: Ozan Kabak
Bis Saisonende an den FC Liverpool ausgeliehen, inklusive Kaufoption in Höhe von 20 Millionen Euro. Dass die Reds diese ziehen, ist nach Kabaks bislang überschaubaren Leistungen zwar keineswegs sicher. Eine Rückkehr zu Schalke ist aber ausgeschlossen - und der Markt für den talentierten Türken weiter da.
Abgang sicher: Omar Mascarell
Ist zwar vertraglich noch bis 2022 gebunden, kündigte in einem "AS"-Interview aber bereits ein "neues Abenteuer" ab dem Sommer und damit de facto seinen Abschied von Schalke an. Wurde im Winter bei Hertha BSC gehandelt, soll zudem ein Thema bei den Wolverhampton Wanderers aus der englischen Premier League sein.
Abgang sicher: William
Bis Saisonende ausgeliehen vom VfL Wolfsburg. Sticht sportlich nicht heraus, kein Mann für die zweite Liga. Wird Schalke im Sommer wieder verlassen - genauso wie die zuletzt verletzten Leihspieler Frederik Rönnow und Gonçalo Paciencia (beide Eintracht Frankfurt).
Abgang wahrscheinlich: Sead Kolasinac
Kam auf Leihbasis bis Saisonende von Arsenal als Hoffnungsträger nach Gelsenkirchen, konnte den Umschwung jedoch nicht einleiten. Hängt zwar an Schalke, dürfte aber in der zweite Liga dennoch nicht zu halten (und zu finanzieren) sein. Verzichten die Gunners und vor allem Kolasinac selbst nicht auf jede Menge Geld, ist der Außenverteidiger im Sommer weg.
Abgang wahrscheinlich: Benjamin Stambouli
Ähnlich wie Kolasinac durchaus emotional verbunden mit Schalke. Doch auch Stamboulis Karriereplan dürfte einen Abstecher in die 2. Liga eher nicht vorsehen. Verdient zudem ziemlich gut - eigentlich zu gut für einen möglichen Zweitligisten.
Abgang wahrscheinlich: Hamza Mendyl
Auf Schalke nie richtig angekommen. Vertraglich zwar noch bis 2023 gebunden. Im Sommer aber ziemlich sicher weg - sofern sich ein Abnehmer findet. Fällt allerdings vorerst auf unbestimmte Zeit wegen einer Verletzung am Syndesmoseband aus.
Abgang wahrscheinlich: Rabbi Matondo
Galt als Top-Talent, auf Schalke aber total glücklos. Überzeugt auch bei seiner aktuellen Leihe zu Stoke City nicht. Ob er tatsächlich für einen Neuaufbau in der 2. Bundesliga eingeplant werden würde, ist äußerst fraglich.
Abgang wahrscheinlich: Kilian Ludewig
In seinen wenigen Einsätzen in der Hinrunde überfordert, danach schwer verletzt. Kehrt nach Ende seiner Leihe im Sommer zu Red Bull Salzburg zurück - wenn Schalke nicht überraschend doch an ihn glaubt und das Gastspiel um eine weitere Saison verlängert werden kann.
Abgang möglich: Ralf Fährmann
Hängt am Verein, würde beim Projekt Wiederaufstieg sicher mit anpacken wollen und ist vertraglich auch noch bis 2023 gebunden. Das große Aber: Fährmann würde im Abstiegsfall wohl immer noch 2,5 Millionen Euro pro Jahr verdienen - eine Unsumme für einen Keeper in der 2. Bundesliga.
Abgang möglich: Alessandro Schöpf
Stagniert sportlich seit längerem, zudem oft verletzt. Dass Schalke sein auslaufendes Arbeitspapier im Abstiegsfall verlängern würde, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich.
Abgang möglich: Michael Langer
Der Vertrag des Österreichers läuft zwar aus, er könnte jedoch auch in der 2. Bundesliga die erfahrene Nummer drei geben oder je nach Torwart-Situation in der Hierarchie sogar einen Platz nach oben rutschen. Ein Wechsel ist allerdings ebenfalls keineswegs ausgeschlossen.
Abgang möglich: Bastian Oczipka
Durch die Winterverpflichtungen auf die Bank verdrängt, zeitweise aber als Aushilfs-Innenverteidiger gefragt. Genießt hohes Ansehen im Verein, wäre mit seiner Erfahrung beim Neuaufbau womöglich wertvoll. Sportlich im Schalker Umfeld aber heftig umstritten. Sein Vertrag läuft noch bis 2023.
Abgang möglich: Benito Raman
Hat die Erwartungen nach seinem 6,5 Millionen Euro teuren Wechsel zu selten erfüllt. Bock auf das Unterhaus hat er nicht, zudem würden die Knappen sein Salär sicher gerne einsparen. Allerdings hat Ramans Marktwert zuletzt massiv gelitten.
Abgang möglich: Steven Skrzybski
Hat auf Schalke zwar kaum Spuren hinterlassen. Identifiziert sich aber mit dem Klub und wies bei Union Berlin nach, dass er 2. Liga kann. Womöglich also ein Kandidat für eine Vertragsverlängerung und den Neuaufbau.
Zugang sicher: Danny Latza (FSV Mainz 05)
Mit Blick auf den Neuanfang hat Schalke 04 erste Weichen gestellt und mit dem erfahrenen Danny Latza einen ersten Neuzugang verpflichtet. Der Mainzer Kapitän wurde einst bei den Königlichen ausgebildet, sein neues Arbeitspapier auf Schalke läuft zwei Jahre und ist für die 2. Bundesliga gültig. Da Latzas Vertrag in Mainz ausläuft, wechselt er ohne Ablöse.
Zugang im Gespräch: Marcin Kaminski (VfB Stuttgart)
Sportlich in der zweiten Liga sicherlich eine Verstärkung, zudem menschlich angenehm - und, mit das Wichtigste aus Schalker Sicht, dank seines auslaufenden Vertrags beim VfB ablösefrei zu haben.
Zugang im Gespräch: Milan van Ewijk (ADO Den Haag)
Junger niederländischer Rechtsverteidiger, gilt als talentiert, dürfte aber eher günstig werden. Passt daher hervorragend ins Schalker Beuteschema.
Zugang im Gespräch: Altay Bayindir (Fenerbahce)
Stammkeeper in Istanbul, von türkischen Medien dennoch auch auf Schalke gehandelt. Das Gerücht erscheint unrealistisch, zumal Bayindirs Marktwert auf mehr als zehn Millionen Euro taxiert wird.
Zugang im Gespräch: Erik Thommy (VfB Stuttgart)
Eigentlich ein solider Bundesligaspieler, kam beim VfB zuletzt aber auch verletzungsbedingt kaum zum Zug. Wurde im Winter mit Schalke in Verbindung gebracht, letztlich wurde die Personalie aber nicht konkret. Unwahrscheinlich, dass er nach der Saison für die Knappen in die zweite Liga wechselt.
Zugang im Gespräch: Genki Haraguchi (Hannover 96)
Ein Baustein für das Projekt Wiederaufstieg könnte Genki Haraguchi werden. Der Vertrag des japanischen Dauerläufers bei 96 läuft aus. Laut "Bild" ist eine Verlängerung ausgeschlossen - und Schalke eine mögliche Zukunftsoption für den 29-Jährigen.