BVB-Zeugnis: Viel Mittelmaß, einige Enttäuschungen
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Das BVB-Halbjahreszeugnis
Hinter Borussia Dortmund liegt ein durchwachsenes Halbjahr. Kaum ein BVB-Profi fand zu seiner Normalform, auch die Neuzugänge haben noch Luft nach oben. Zwei Spieler kassieren gar die Note 5,0. Das Zwischenzeugnis der Dortmunder Stars:
TOR: Gregor Kobel - Note 3,0
Zeigte überwiegend solide Leistungen, mit wenigen Ausreißern nach oben und etwas mehr als gewohnt nach unten. Verpasste erneut mehrere Spiele verletzungsbedingt.
Alexander Meyer - Note 2,0
Kam als Kobel-Ersatz zu vier Pflichtspieleinsätzen. Bestätigte seinen Ruf als womöglich beste Nummer zwei der Bundesliga mit blitzsauberen Leistungen.
ABWEHR: Waldemar Anton - Note 3,5
Kam mit Führungsspieleranspruch vom VfB Stuttgart. Im BVB-Trikot noch mit Anlaufschwierigkeiten und bislang nicht die erhoffte Top-Verstärkung. Hatte allerdings auch mit Verletzungsproblemen zu kämpfen.
Ramy Bensebaini - Note 2,5
Wie Phoenix aus der Asche. Defensiv zuverlässig, offensiv deutlich verbessert. Avancierte in einem durchwachsenen Halbjahr zu einem der stabilsten BVB-Spieler.
Julian Ryerson - Note 3,0
Gewohnt zuverlässig auf der defensiven Außenbahn, jedoch ohne besondere Höhepunkte. Offensiv bleibt viel Luft nach oben.
Nico Schlotterbeck - 2,0
Vor allem in der zweiten Halbjahreshälfte eine wichtige Säule. Zeigt auf dem Platz weniger Aussetzer als früher. Entwickelt sich zudem zunehmend zur Führungspersönlichkeit und wird schon als möglicher Kapitän der Zukunft gehandelt.
Niklas Süle - Note 3,0
Kam nach seiner Horror-Saison 23/24 schlank und in guter Form aus der Sommerpause. Zeigte überwiegend ansprechende Leistungen, war aber dennoch kein unumstrittener Stammspieler. Fällt wegen eines Syndesmosebandrisses noch lange aus.
Yan Couto - Note 5,0
Defensiv viel zu anfällig und leicht zu überspielen. Auch offensiv noch keine Offenbarung. Muss viel mehr zeigen, zumal wegen einer angeblich bereits eingetretenen Kaufpflicht mindestens 20 Millionen Euro für den Leihspieler an seinen Ex-Klub Manchester City fließen werden.
MITTELFELD: Julian Brandt - Note 3,5
Im Sommer zum Vize-Kapitän befördert, aber in der Hinrunde immer wieder weit hinter seinen Möglichkeiten. Ist in der Regel keiner, der an schwierigen Tagen das Team mitreißen kann. Leistungen wie gegen Wolfsburg am 15. Spieltag muss er deutlich häufiger liefern.
Emre Can - Note 4,0
Im Mittelfeld mit Problemen, zuletzt häufig in der Abwehrzentrale und dort meist solide. Seine extrem dumme Rote Karte gegen Mainz zieht die Note aber runter. Die Diskussionen um seine Kapitänsrolle halten an.
Pascal Groß - Note 3,5
Als neuer Organisator in der Mittelfeldzentrale mit Licht und Schatten. Bewies, dass er auch eine solide Option als Rechtsverteidiger ist - ein wichtiger Pluspunkt im dünn besetzten BVB-Kader.
Felix Nmecha - Note 3,0
Wurde schon als Transfer-Flop abgestempelt, trat in den letzten Wochen aber zumindest in Teilen den Gegenbeweis an. Stark zum Beispiel auf der Sechs beim 1:1 gegen den FC Bayern. Muss aber noch konstanter werden.
Gio Reyna - Note 3,0
Vom Streichkandidaten zur ernsthaften Alternative. Hatte mal wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen, deutete aber zumindest sein großes Potenzial an, wenn er fit war.
Marcel Sabitzer - Note 4,0
Beschwerte sich öffentlich über die ungeliebte Rolle auf der offensiven Halbposition. Von einem Spieler seiner Klasse und Erfahrung wird aber auf jeder Position erwartet, dass er dem Spiel mehr Impulse verleiht.
ANGRIFF: Karim Adeyemi - Note 2,5
Kam gerade richtig gut in Schwung, als ihn ein Muskelfaserriss stoppte. An seine Leistungen davor muss er 2025 anknüpfen, dann wird der BVB viel Freude an ihm haben.
Julien Duranville - Note 3,0
Spielte (auch verletzungsbedingt) wenig, wenn dann aber meist auffällig. Bekommt er seine körperlichen Probleme endlich in den Griff, ist er eine Waffe für den BVB.
Jamie Gittens - Note 2,0
Machte den nächsten Schritt, setzt seine Schnelligkeit und Dribbelstärke viel zielstrebiger und effektiver ein als noch vor einigen Monaten. Muss noch etwas an seiner Konstanz arbeiten: Dennoch: Neben Schlotterbeck der beste BVB-Profi des Halbjahres.
Donyell Malen - Note 5,0
Fällt zu häufig durch verweigerte Defensivarbeit sowie anhaltende Wechselgerüchte auf. Ist im Winter dem Vernehmen nach ein Verkaufskandidat. Zuletzt immerhin etwas formverbessert.
Serhou Guirassy - Note 2,5
Als einziger Sommer-Neuzugang bislang wirklich ein Gewinn für den BVB. Ackert und rackert im Sturmzentrum, strahlt fast immer Torgefahr aus, sieht auch die Nebenleute. Seine Trefferquote könnte noch etwas besser sein.
Maximilian Beier - Note 4,5
Kam über wenige gute Ansätze nicht hinaus. Bislang ist der Sprung aus Hoffenheim zum BVB zu groß für den achtmaligen Nationalspieler.