Sein Blick geht nach vorn. Marco Richter, seit 2022 frei vom Fremden im eigenen Körper, dem Hodenkrebs am heutigen Weltkrebstag, erinnert sich der 28-jährige an die Diagnose. Er war war ein sehr, sehr schlimmer Moment. Man macht sich sehr, sehr viele Gedanken ums Leben. Klar. Kurz war das schon intensiv. Zum Glück wurde ich verschont von Schlimmerem und war dann auch schnell wieder auf dem Platz. Nur einen Monat später, damals noch bei Hertha BSC, heute hier in Darmstadt am Böllenfalltor, wo es sportlich wieder richtig gut läuft für die Lilien und ihn als Teamplayer. Mit sieben Vorlagen hat der Darmstadts bestes Auge für den Mitspieler. Es passt zusammen. Es war von der ersten Sekunde an einfach ein richtig gutes Gefühl. Der Erfolg steht ganz oben für die Mannschaft und jeder kann sich einbringen. Jeder kann seine Stärken auf den Platz lassen. Und das zeichnet uns aus. Das Ergebnis. Platz drei Der Aufstieg. Kein erklärtes Ziel, aber. Stand jetzt sind wir richtig gut drauf. Wir sind in einem richtigen Flow, wollen da, so lange es geht, oben dranbleiben. Gar keine Frage. Die stellt sich für Marco Richter auch nicht mehr, wenn er über Krebsvorsorge nachdenkt. Das ist eine kurze Untersuchung und vielleicht ist es halb so wild, wenn man auch was fühlt oder nicht, oder? Deswegen glaube ich, ist es sehr, sehr wichtig und ich würde es jedem, jedem raten. Und so schlimm ist es dann auch nicht. Heute kann er drüber lachen und richtet seinen Blick auf das, was als nächstes kommt.