Noch ruht die kleine Gemeinde im Norden Italiens. Es sind Bilder wie aus einem Heimatfilm. Doch bald wird hier Sportgeschichte geschrieben. Wenige Tage vor dem Beginn der Winterspiele ist jetzt die sportliche Romantik aber getrübt. Der erste Dopingfall ausgerechnet bei einer Italienerin. Bei der Biathletin Rebecca Pasler, wurde eine verbotene Substanz festgestellt. Sie verpasst nun ihre Heimspiele. In ihrem Geburtsort Antholz kämpfen die Biathleten um Medaillen und schlafen vor und nach den Wettkämpfen in Hotels. Anders am Hauptspielort in Mailand Auf einem ehemaligen Güterbahnhof wurde ein Dorf mit 1700 Betten gebaut. 1/3 der Energie wird durch Fotovoltaikanlagen produziert. Regenwasser wird gesammelt, um den Trinkwasserverbrauch zu senken. Nach den Spielen soll aus dem Olympischen Dorf ein Studentenwohnheim werden. Das Essen ist gut, die Betten sind gut. Wir haben genug Platz. Wir sind alle glücklich. Doch Kritik gibt es an der Bobbahn. Für 118 Millionen € wurde eine neue Wettkampfstätte erbaut. Dabei verfällt die Anlage von den Winterspielen 2006 in Turin allmählich. Trotzdem Diese Spiele haben den Segen von ganz oben. Papst Leo der 14. erinnert an die olympischen Werte. Diese große Sportveranstaltung sendet eine starke Botschaft der Brüderlichkeit und weckt Hoffnung auf eine friedliche Welt. Vom Vatikan über Venedig bis nach Antholz. Die Vorfreude ist riesig.