Tennis-Experte: Zverev hat sich zu Recht beschwert
Australian Open
Tennis
(M)
Tennis-Experte: Zverev hat sich zu Recht beschwert
30.01.2026 11:40 | 1:59m
Carlos Alcaraz ließ sich bei seinem Fünf-Satz-Sieg im Halbfinale der Australian Open gegen Alexander Zverev im dritten Satz am Oberschenkel behandeln. Tennis-Experte Marc Gabel ordnet die Situation ein.
Mag. Das war das längste Tennisspiel, was Zeref in seiner Karriere gespielt hat. War es auch eines der besten, welche du gesehen hast? Franz Wäre auf jeden Fall. Das war wirklich ein Drama in fünf Akten. Alkaras war am Anfang der bessere, weil er die Pressure points, die Punkte in so ganz wichtigen Situationen einfach mehr gemacht hat, als er dann kam. Dann kam diese muskulären Probleme und das sieht dann von außen nicht mehr so leicht aus. Dann denkt man naja, dein Gegner ist angeschlagen, jetzt musst du nur noch in die Ecken spielen. Das ist aber gar nicht so leicht. Jeder, der selber Tennis spielt, weiß, wie schwer das ist, damit umzugehen. Das hat er außergewöhnlich gut gemacht, hat voll dagegengehalten. Je länger das Match gedauert hat, desto mehr hat sich Carlos Alcaras wieder erholt. Trotzdem hat Alexander Zverev absolut am Limit gespielt. Er hatte es auf dem Schläger. Aber am Ende ist natürlich Carlos Alkras, am anderen Ende des Platzes da, auf dem auf dem Court. Und der gibt einfach niemals auf. Auch nicht, als wäre es zum fünf zu drei im fünften Satz aufgeschlagen hat. Also da gibt es. Sascha Zverev kann sich eigentlich am Ende nicht viel vorwerfen. Er hat alles auf dem Platz gelassen, aber er hat leider gegen die Nummer eins verloren. Und der ist nicht umsonst die Nummer eins. Und wir haben es gerade im Beitrag gesehen. Alexander Zverev beschwerte sich über die Verletzungspause, die Alcaras genommen hatte. Was war da das Problem? Alexander Zverev hat sich völlig zurecht beschwert, denn wenn es nur sich um Krämpfe handelt, dann ist das Reglement eindeutig. Dann darf man kein Medical Timeout nehmen. Natürlich hat Carlos Alkras, ihm ist es dann in die Oberschenkel reingefahren. Das hat er dann auch dem Physio gesagt. Daraufhin ist er auf den Platz gekommen und natürlich, weil er die Nummer eins der Welt ist, sagt ein Physiotherapeut dann natürlich nicht. Moment mal, das sind Krämpfe. Ich darf dich nicht behandeln. Er hat ihn behandelt. Theoretisch hätte er es nicht machen dürfen. Carlos Algras hat dann Gurkenwasser getrunken, natürlich viele Elektrolyte zu sich genommen und dann auf Zeit gespielt. Er hat gehofft, dass sich seine muskulären Probleme im Laufe des Matches wieder ein bisschen verbessern. Und genau das ist eingetreten. Aber zu dem Zeitpunkt hatte Alexander Zverev vollkommen Recht mit seinem Protest. Dieses Medical Timeout für Alcaras hätte es nicht geben dürfen.