Beim 1. FC Köln herrscht vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern Fan-Unmut über Trainer Lukasz Kwasniok. Im sport.de-Interview äußert sich FC-Boss Thomas Kessler dazu - und stärkt dem Trainer den Rücken.
Thomas Die Fans haben sich ein bisschen gegen den Trainer jetzt eingeschossen. Teile der Fans muss man ehrlicherweise auch sagen. Wie erklären Sie sich das? Also was steckt dahinter? Ja, ich glaube, am Ende reden wir ein bisschen über die Negativlauf ohne Sieg. Da wird der Kölner einfach von Haus aus ein bisschen nervöser aufgrund des Erlebten der letzten Jahre. Und uns war das einfach wichtig, weil die Fans ja auch in Heidenheim es kundgetan haben. Wir haben dann mit dem Verein zusammen, gerade unser Vorstand, dann auch den direkten Kontakt auch zu unserer aktiven Fanszene gesucht, um da auch einfach zu hinterfragen, woher kommen dann vielleicht auch die Ängste? Oder woher kommt dann auch der Fingerzeig, aus der Kurve zu sagen Na ja, ihr müsst schon ein bisschen aufpassen. Und das ist uns sehr wichtig und da sind wir auch stolz drauf, weil wir wissen, wir sind ein großer Traditionsverein, wir haben viele Mitglieder, wir haben eine sehr große Fanszene, auch eine aktive Fanszene, die uns überall, auch bei Wind und Wetter, dann nach Heidenheim begleitet. Und da ist es wichtig, dass wir da in den Dialog gehen. Und das haben wir getan. Und wir haben da sehr konstruktiv miteinander gesprochen und haben uns einfach darauf committet, dass der Fokus einfach auf der sportlichen Situation liegen muss. Und da wollen wir alle Kräfte bündeln. Stört die Fans dann nur dieser? Diese Serie von sieben Spielen, die nicht gewonnen wurden? Oder stört Sie der Trainer in seiner Art und Weise im Umgang? Na ja, gut, ich meine, am Ende reden wir jetzt über einen guten Dialog mit unseren Fans und auch mit unseren Mitgliedern. Und das Schöne ist ja, dass die auch sehr vertrauensvoll ist. Und deswegen haben wir da Themen auf den Tisch gebracht. Wir haben über Themen gesprochen, die wir aber natürlich auch intern halten wollen, weil das ist einfach die Kultur auch des erste FC Köln. Man kann sich durchaus auch äußern. Man kann auf den Verein zugehen und das, was da besprochen wird, das bleibt logischerweise auch intern. Und der Trainer für Sie ist gut? Ja, selbstverständlich. Wir sind sehr froh, dass wir Lukas als unseren Trainer haben. Wir brauchen nicht darüber reden, dass, wenn man sieben Spiele in Folge nicht gewinnt, nicht alles gut war. Aber da geht es eben auch um interne Kommunikation. Und ich nehme ihn sehr kommunikativ, war mit der Mannschaft. Ich habe auch unglaublich viel jetzt diese Woche mit ihm nutzen können, um zu sprechen, mit dem Trainerteam auch zu sprechen. Und mir geht es dann eben auch um den Prozess im Training und den sehe ich jeden Tag. Und noch mal Mir ist es wichtig, dass wir das ganze Thema rational einordnen. Wir stehen in einer Tabellenregion. Die ist für uns völlig vernünftig. Die Punktzahl ist vernünftig. Sie sind ja letztendlich auch sein Vorgesetzter. Auch sind Sie mit seiner Außendarstellung auch einverstanden? Ja, ich nehme ihn sehr kommunikativ wahr. Egal, ob er jetzt in Interviews ist, ob er Pressekonferenzen ist, das ist ein Trainer. Nicht spurlos vorbeigeht, wenn er auch mal ein paar Spiele nicht gewinnt und dann auch die Kritik gerade in so einem Standort wie Köln größer wird. Das ist völlig normal. Aber darüber reden wir auch intern. Da unterstützen wir auch und da hat er von mir auch die vollste Rückendeckung. Haben Sie ihm jetzt im Nachgang von diesem Plakat etwas mitgegeben? Weil das trifft ihn ja. Ja, also ich glaube sicherlich, wenn über eine Person gesprochen wird, das geht ja glaube ich jedem im Sport so, aber es gehört auch dazu. Am Ende sind wir Profis und bewegen uns in der Bundesliga. Und das ist völlig normal, dass du von außen bewertet wirst. Du wirst von Fans bewertet, du wirst von Mitgliedern bewertet, du wirst aus der Medienlandschaft bewertet. Und ich glaube, da ist er lange genug dabei, um das auch einordnen zu können.