Rundengewinne sind nicht mehr möglich, doch noch lockt die letzte Wertung mit doppelter Punktzahl. Die holt sich Matias Malmberg. Für Wojciech Pszczolarski brennt nichts mehr an. Der Pole wird dank eines starken und sehr souverän bestrittenen Rennens mit 102 Punkten zum zweiten Mal nach 2015 Europameister im Punktefahren. Silber geht an Kenny de Ketele aus Belgien (83 Zähler), Bronze an Stefan Matzner aus Österreich (71).
Kenny de Ketele benötigt eine Rundengewinn, um noch an den Titel zu gelangen. Das aber lässt der Pole nicht zu. Wie sieht es mit den weiteren Medaillenrängen aus? Stefan Matzner kämpft in jedem Fall noch um Edelmetall - unter anderem gegen Florian Maitre, der es noch einmal mit einer Flucht versucht.
Satte 29 Zähler Vorsprung nimmt Wojciech Pszczolarski in die Schlussphase dieses Rennens mit. Dahinter folgt Kenny de Ketele. Der Belgier jedoch gibt nicht auf und holt sich die nächste Wertung. Doch der Pole ist mit vorn dabei, staubt wieder einen Zähler ab und lässt den schärfsten Konkurrenten nicht aus den Augen.
Edgar Stepanyan hat inzwischen Boden im Gesamtklassement verloren und probiert nun, das mit einem Ausreißversuch zu kompensieren. Für die nächste Zwischenwertung reicht es, dann aber geht dem Armenier der Strom aus. Vermutlich ist er damit letztmals heute in Erscheinung getreten, für eine Medaille wird das aber nicht reichen.
Erneut begibt sich Wojciech Pszczolarski auf die Flucht. Der Europameister von 2015 ist mit dem Österreicher Stefan Matzner vorn unterwegs. Letztgenannter streicht die Sprintwertung ein. Etwas weiter hinten befindet sich Kenny de Ketele schon wieder auf der Verfolgung.
Kurze Zeit später geht auch der zehnte von 16 Zwischensprint an Kenny de Ketele. Zusammen mit zwei Rundengewinnen ergibt das 50 Punkte für den Belgier. 22 Zähler mehr weist Wojciech Pszczolarski als Führender dieses Rennens auf.
Sturz! Raman Ramanau zieht von oben nach unten und erwischt dabei das Hinterrad des Italieners Liam Bertazzo. Der Weißrusse kommt zu Fall. Aber es passiert nichts ernsthaftes.
Eine halbe Runde hat das Duo herausgefahren, bekommt dann aber Zuwachs durch Kenny de Ketele. Und der Begier macht mächtig Druck, das ist zu viel für Manakov. De Ketele streicht fünf Zähler ein, der Pole ist aber dran.
Wojciech Pszczolarski fährt ein starkes Rennen und ist bemüht, das Rennen von der Spitze zu kontrollieren. So fallen für den Polen beim Zwischensprint weitere zwei Punkte ab. Überraschend frech tritt Edgar Stepanyan in Erscheinung. Der Armenier staubt erneut einen Zähler ab und festigt damit seine zweite Position mit nun 34 Punkten.
Nun beruhigt sich das Rennen ein wenig. Die Athleten schnaufen ein wenig durch und versuchen, neue Kräfte mobilisieren. Diese Ruhephase nutzt Raman Ramanau, um mit einer kleinen Flucht, die nächste Punktewertung einzukassieren.
In einem extrem schnellen und nervösen Rennen zerfliegt das Feld vollkommen. Cyrille Thièry hat sich mit Stepanyan und Florian Maitre aus de Staub gemacht, holt sich die nächste Zwischenwertung und zudem die 20 Zähler für den Rundengewinn.
Wood und Pszczolarski holen sich den Rundengewinn. Und zwei weitere Sportler sind ebenfalls ausgerissen. So schließt auch Stefan Matzner von hinten wieder zum Feld auf. Die kurz darauf folgenden Zwischenwertung geht an Cyrille Thièry.
Dann ergreifen Oliver Wood und Wojciech Pszczolarski die Flucht. Beide kommen bei der nächsten Zwischenwertung durch. Erstgenannter Brite holt sich die fünf Zähler, drei gehen an den Polen. Doch das Duo hat mehr vor, streben einen Rundengewinn an.
Überraschend springt Edgar Stepanyan aus dem Feld heraus und findet bei den Konkurrenten wenig Beachtung. So holt sich der Armenier die ersten Zwischenwertung und damit fünf Punkte, traut sich aber ein weiteres Durchziehen trotz eines kleinen Vorsprungs nicht zu.
Während sich das Fahrerfeld in Bewegung setzt, rätseln wir über das Fehlen von Roger Kluge. Offenbar plagen den Deutschen Magen-Darm-Probleme, weshalb er auf einen Start sicherheitshalber verzichtet.
Nun wirft die Medaillenentscheidung im Punktefahren der Herren über 160 Runden, also 40 Kilometer ihre Schatten voraus. Wir erwarten im Velodrome von Glasgow einen wahren Wirbel von 18 Radsportlern. Ein Deutscher jedoch gehört nicht zum Starterfeld, weil Roger Kluge kurzfristig fehlt.
Roger Kluge ist Deutschlands Teilnehmer im Punktefahren der Männer über die 40 Kilometer! Der Berliner Straßenradprofi war überraschend nicht für die Tour de France nominiert worden und ist zurück auf der Bahn. Ob Kluge mit um die Medaillen fahren kann, bleibt abzuwarten. Vorne werden vor allem der belgische WM-Zweite Kenny De Ketele und der Pole Wojciech Pszczolarski erwartet.












