Die unerwartete Erstrundenniederlage von Alexander Zverev bei den All England Championships von Wimbledon gegen den Franzosen Arthur Rinderknech war eine faustdicke Überraschung, deren Nachhall weiterhin für ein lautstarkes mediales Echo sorgt. Ein kleines Trostpflaster gibt es für den Deutschen allerdings: Er steht bei Weitem nicht alleine da - ganz im Gegenteil.
Neben dem an Position drei gesetzten Alexander Zverev mussten zum Wimbledon-Auftakt weitere 22 von insgesamt 64 gesetzten Spielern und Spielerinnen die Segel streichen. Ein Favoritensterben, das es so in London noch nie zuvor gab.
Damit aber nicht genug: Insgesamt mussten sogar schon acht Stars aus den Top 10 der ATP- oder WTA-Weltrangliste die Koffer packen, das gab es bei einem Grand Slam seit Beginn der Open Era ebenfalls noch nie.
Prominentestes Beispiel ist die Weltranglistenzweite Coco Gauff aus den USA, es folgen die WTA-Dritte Jessica Pegula, Zverev, Qinwen Zheng aus China (Nummer 5 der WTA), der Italiener Lorenzo Musetti (Nummer 7 der ATP), Holger Rune aus Dänemark (Nummer 8 der ATP) sowie Daniil Medvedev und Paula Badosa, die jeweils den neunten Platz in der Weltrangliste belegen.
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Underdog schon sicher im Viertelfinale
Damit ist auch bereits klar, dass ein vermeintlicher Underdog bei den Herren das Viertelfinale erreichen wird. Im Zverev-Viertel sind inzwischen der Russe Karen Khachanov (Nummer 17 der ATP) und Nuno Borges aus Portugal (37 der ATP) die höchstgerankten verbliebenen Spieler. Alle anderen rangieren außerhalb der Top 70, ein Quartett sogar außerhalb der Top 100.
Eine wirklich nennenswerte Grand-Slam-Vita hat nur noch Khachanov, der 2023 bei den Australien Open und 2022 bei den US Open das Halbfinale und bei den French Open und in Wimbledon bereits das Viertelfinale erreichte.
Übrigens: Auch Zverev-Bezwinger Rindeknech ist noch im Rennen. Der Franzose bezwang den Chilenen Cristian Garín in fünf Sätzen.







