Die Sommerpause der Formel 1 naht und George Russell hat weiterhin keinen neuen Vertrag für 2026 unterschrieben. Dennoch ist sich der Mercedes-Pilot sicher, dass er auch im kommenden Jahr in der Königsklasse des Motorsports fährt, wie er nun betonte. Außerdem sprach er über die anhaltenden Gerüchte der Silberpfeile um das Interesse an Max Verstappen.
Will Mercedes denn gar nicht mit George Russell verlängern? Noch vor einigen Monaten klang Teamchef Toto Wolff so, als wäre die Ausdehnung des am Jahresende auslaufenden Vertrages mit dem Routinier nur eine Formsache, doch mittlerweile wundern sich zahlreiche Beobachter der Formel 1, dass immer noch nichts passiert ist.
Und die, die erwarteten, dass möglicherweise nur noch eine Unterschrift unter einem fertigen Vertrag fehlen würde, scheinen auch falsch zu liegen. Denn wie Russell nun vor dem anstehenden Grand-Prix-Wochenende in Kanada (Das Rennen am Sonntag ist live im Free-TV bei RTL zu sehen, Übertragungsbeginn ist um 19:05 Uhr) in einer Medienrunde berichtete, steht man noch ganz am Anfang.
"Es gab ehrlicherweise noch keine echten Gespräche", sagte er auf eine entsprechende Frage und fügte dann schnell an: "Denn wir haben im Moment Wichtigeres zu tun, nämlich unser Auto schneller zu machen." Dass Verhandlungen und technische Anpassungen nicht parallel erfolgen können, überrascht durchaus.
Zumal Wolff noch vor wenigen Wochen bei "GPlog.com" sagte: "George und ich sind uns völlig klar darüber, wie dies ablaufen wird. Und zu 100 Prozent einig."
Formel 1: Russell will "seinen Wert beweisen"
So oder so: Um seinen Verbleib in der Königklasse macht sich Russell jedenfalls keine Sorgen. "Ich weiß, dass ich auch im kommenden Jahr in der Formel 1 fahren werden", sagte er. Ob allerdings bei Mercedes? Offen. Das sei zwar seine "Absicht und Ziel". Aber möglicherweise wechselt der Brite auch die Seiten. Immerhin könnte bei Red Bull Racing ein Platz frei werden.

Dort fährt zwar noch Max Verstappen, der Weltmeister soll allerdings unzufrieden sein aufgrund der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des Red-Bull-Boliden. Schon im letzten Jahr flirtete Wolff offen mit dem Champion, für 2026 könnte es einen neuen Versuch geben, wird gemunkelt.
Russell dazu: "Es ist verständlich, dass man Max schon immer auf dem Radar hatte, denn warum sollte man ihn nicht auf dem Radar haben?"
Schließlich sei der vierfache Weltmeister "einer der GOATs", daher verstehe er die Bemühungen des Silberpfeil-Teamchefs.
Für ihn gelte es nun weiter, "seinen Wert zu beweisen", so Russell weiter, "und ich habe das Gefühl, dass ich das in den sieben Jahren in der F1 und in meiner gesamten Karriere immer wieder getan habe, also habe ich keine Bedenken".


