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Spannender Kampf um den Formel-1-Traum

Diese Cadillac-Konkurrenten hat Mick Schumacher

Video: Vettel zur Hamilton-Krise: "Wenn es einer schafft ..."
14. Mai 2025, 22:39
sport.de
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Die Fahrersuche bei Formel-1-Neueinsteiger Cadillac ist in vollem Gange. Bis zu sieben Piloten sollen derzeit auf der Kandidatenliste stehen. Auch Mick Schumacher gehört dazu. Wie stehen seine Chancen? Was spricht für und was gegen ihn? Und wer sind seine größten Kontrahenten? sport.de liefert den Überblick. 

Die Silly Season der Formel 1 hat in diesem Jahr früher als sonst angefangen. Verantwortlich war das Fahrer-Chaos bei Red Bull und Alpine, vor allem aber die beiden noch immer vakanten Cockpits bei Neueinsteiger Cadillac. Wer den Zuschlag bekommt, steht immer noch nicht fest.

sport.de erklärt, welche Kandidaten im Rennen sind und wer warum gute oder schlechte Chancen hat.

  • Sergio Pérez: Der Top-Favorit

Unterschrieben hat Checo bei Cadillac noch nicht, trotzdem ist die Spur zum Mexikaner am heißesten. Er ist bislang der einzige Fahrer, der von den Verantwortlichen namentlich als Kandidat bestätigt wurde. Eine Einigung zwischen dem 35-Jährigen und dem Team gibt es schon.

Aber: Die jüngsten Entwicklungen auf dem Fahrermarkt lassen Pérez angeblich zögern. Der ehemalige Red-Bull-Pilot lotet derzeit noch zwei weitere Optionen aus: bei Alpine und Mercedes (mehr dazu gibt es hier). 

Für Pérez spricht seine Erfahrung und sein Speed. Letztes Jahr wurde er zwar in Grund und Boden geschrieben, aber 2025 zeigt sich, dass er im direkten Duell mit Verstappen doch nicht so schlecht war. Hinzu kommt: Checo bringt ordentlich Sponsoren-Gelder und den Zugang zum mittel- und südamerikanischen Markt mit. Ein Faktor, der nicht unterschätzt werden darf. 

  • Mick Schumacher: Mehr als Außenseiter?

Mick ist definitiv noch im Rennen. Weil er auf der einen Seite Erfahrung und einen großen Namen mitbringt. Und auf der anderen Seite erst 26 Jahre alt ist. Bei einem Treffen mit den Cadillac-Bossen in Miami soll er einen guten Eindruck hinterlassen haben, vor allem bei Mario Andretti, der ein gewichtiges Wort bei der Fahrersuche mitspricht. 

Bei vergangenen F1-Testfahrten für Alpine oder auch in der WEC hat Mick zudem gezeigt, dass er besser ist, als seine beiden Haas-Jahre vermuten lassen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Aus dem geringen Haas-Potenzial holte Schumacher nicht immer das Optimum raus. Jetzt ist er zwar drei Jahre weiter, dennoch wäre seine Verpflichtung mit Cadillac mit einer Ungewissheit verbunden. 

Eine entscheidende Frage wird sein: Traut das US-Team dem 26-Jährigen zu, einen Rennstall mit aufbauen und weiterentwickeln zu können? 

  • Valtteri Bottas: Die Nummer sicher

Mit seinen 35 Jahren gehört der Finne auch eher zum älteren Eisen. Sein großer Vorteil gegenüber einem Mick Schumacher ist aber unter anderem, dass er seit über zehn Jahren ununterbrochen in der Königsklasse ist und bei drei verschiedenen Rennställen gelernt hat. Er weiß, wie man eine Pole holt und Rennen gewinnt. Er weiß aber auch, wie man am Ende des Feldes um den einen, vielleicht entscheidenden WM-Zähler kämpft. 

Bottas mag nicht mehr der Schnellste sein, aber auf ihn ist Verlass. Er macht keinen Stunk, wenn es mal nicht läuft. Er bleibt entspannt, wenn er zur Nummer zwei degradiert wird. Das passt vielleicht nicht zum Image eines ambitionierten, aufstrebenden Teams, aber für Cadillac geht es in den ersten Jahren ohnehin erstmal nur darum, in der Königsklasse Fuß zu fassen und einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

  • Guanyu Zhou: Der Chancenlose?

Immer wieder wird auch Zhou mit dem Cadillac-Cockpit in Verbindung gebracht. Der 25-Jährige bringt ähnliche Voraussetzungen wie Mick Schumacher mit, hat allerdings weniger Strahlkraft - dafür aber deutlich größere Sponsoren im Rücken. Aktuell ist er Ersatzfahrer bei Ferrari.

Wie im Fall von Mick stellt sich aber auch bei ihm die Frage, ob er a) genug Speed mitbringt und b) in der Lage ist, wertvolle Entwicklungsarbeit zu leisten. Diese Nachweise ist er in seinen drei Sauber-Jahren schuldig geblieben. Entsprechend überschaubar werden seine Chancen eingeschätzt. Dass Cadillac-Teamchef Graeme Lowdon sein Manager ist, soll bei der Fahrersuche angeblich keine Rolle spielen. 

  • Jak Crawford, Colton Herta, Pato O’Ward: Das Team USA

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Cadillac am liebsten einen US-Amerikaner in eins der Cockpits setzen würden. In den Staaten gibt es mittlerweile drei Rennen, die US-Fans haben die Königsklasse lieben gelernt. Jetzt fehlt noch ein Lokalmatador, dem sie die Daumen drücken können. Ein US-Fahrer in einem US-Team wäre die Traum-Konstellation. 

Mit Jak Crawford, Colton Herta und Pato O’Ward gibt es theoretisch drei Kandidaten. Keiner von ihnen verfügt über Formel-1-Erfahrung. Crawford (20) sammelt gerade in der Formel 2 Kilometer, Herta (25) fährt in der IndyCar-Serie für das Andretti-Team und O’Ward (26), ebenfalls in der IndyCar-Serie aktiv, hat immerhin schon eine Handvoll F1-Trainings fahren dürfen.

Der Reiz ihrer Verpflichtung ergibt sich aus dem Hype-Potenzial, ist allerdings unweigerlich mit einem sportlichen Risiko verbunden. Dieses könnte der Rennstall am Ende aber billigend in Kauf nehmen.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

Imola GP 2025

1NiederlandeMax Verstappen1:31:33.199h
2GroßbritannienLando Norris+6.109s
3AustralienOscar Piastri+12.956s
4GroßbritannienLewis Hamilton+14.356s
5ThailandAlex Albon+17.945s

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