Der Formel 1 steht wenige Tage vor dem Beginn der Saison eine brisante Material-Diskussion ins Haus. Bei Red Bull sind sie fest davon überzeugt, dass Ferrari und McLaren gegen die Regeln verstoßen haben. Eine offizielle Beschwerde soll schon in der Schublade liegen.
Noch bevor das erste Duell auf der Strecke stattgefunden hat, bläst Red Bull Racing zum Angriff auf die Formel-1-Konkurrenz. Wie das italienische Fachportal "funoanalisitecnica" mit dem Verweis auf eigene Informationen berichtet, hat der Rennstall eine offizielle Beschwerde gegen Ferrari und McLaren vorbereitet, die schon bald im Postfach der FIA landen soll.
Hintergrund der Beschwerde sind die neuen Heckflügel der beiden Red-Bull-Konkurrenten. Christian Horner und Co. haben demnach bei den Testfahrten in Bahrain festgestellt, dass sich die Flügelkonstruktionen beim SF-25 und dem MCL39 zu stark bewegen und den Luftwiderstand so sehr verringern, dass die beiden Teams einen Speed-Vorteil haben. Laut Red Bull verstoßen sie damit gegen die Richtlinien.
Formel-1-Regelhüter zu Besuch bei McLaren und Ferrari?
Dem Bericht zufolge könnte die FIA schon bald in den beiden Fabriken in Woking und Maranello einschneien, um sich ein genaues Bild zu verschaffen. Laut "funoanalisitecnica" sind sie zumindest bei Ferrari aber noch unbesorgt. Die Scuderia geht demnach davon aus, dass sie die Anschuldigungen "ohne große Probleme" zurückweisen kann.
Dass noch vor der Saison eine neue Flügeldiskussion aufkommen wird, hatte Red-Bull-Technikchef Pierre Wache schon in Bahrain angedeutet. Im "The Race"-Gespräch beschuldigte er die Konkurrenten, immer noch einen "Mini-DRS-Effekt" herbeizuführen - bei geschlossenem DRS. "Es wird weiterhin gemacht", sagte der Ingenieur.
Auf die Frage, ob er glaubt, dass die Flügel der beiden Teams vor allem zu Saisonbeginn ein Thema sein werden, sagte Wache: "Das wird es, denn es ist ziemlich auffällig." Nun sieht es so aus, als ob vor allem Red Bull dafür sorgt, dass die Diskussion wenige Tage vor dem Saisonstart Fahrt aufnimmt.


