Erst vor einem Jahr hat die NFL den Kickoff und seine Regeln einem revolutionären Update unterzogen. Nun soll das Konzept weiter angepasst werden, um mehr Returns zu provozieren.
Das zumindest bestätigte Rich McKay, seines Zeichens der Vorsitzende des Wettbewerbs-Kommitees gegenüber Mark Maske von der "Washington Post".
Demnach lauten die Überlegungen, die Start-Position nach einem Touchback auf die 35-Yard-Linie zu verschieben. Erst im Vorjahr war man im Zuge der neuen Kickoff-Regeln auf die 30-Yard-Line gewechselt (zuvor 25-Yard-Linie).
Der Sinn dahinter ist, dass die Kicking-Teams noch weniger gern einen Touchback in Kauf nehmen und es dadurch mehr Kickoffs gibt, die vom Return-Team zurückgetragen werden (müssen).
Seit dem Vorjahr gibt es in der NFL den sogenannten Dynamic Kickoff, der im Wesentlichen eine Landing Zone für den Ball bietet und es den Teams erst erlaubt, sich zu bewegen, sobald der Ball vom Returner gefangen wurde. Dadurch sollen Kollisionen mit hoher Geschwindigkeit vermieden werden.
Der Erfolg stellte sich auch umgehend ein. Die Return-Rate stieg um 11 Prozent auf 32,8 Prozent und dennoch gab es deutlich weniger Gehirnerschütterungen zu verzeichnen. Kein Wunder also, dass man an der Regel weiter festhalten will, auch wenn man sie offenbar erneut anpassen möchte.
NFL: Onside Kick vom Aussterben bedroht?
Eine Anpassung könnte es auch erneut in Sachen Onside Kick geben. Auch hier gab es in der jüngeren Vergangenheit eine Regeländerung, doch seither ist es nahezu unmöglich, einen Onside Kick zu sichern.
Dementsprechend soll nun über die Möglichkeit gesprochen werden, den Onside Kick durch einen einzigen Versuch zu ersetzen, um 15 oder vielleicht auch 20 Yards zu erzielen. Quasi ein 4th&20 statt eines Kickoffs/Onside Kicks.
Diese mögliche Regeländerung wird seit einigen Jahren vorgeschlagen und in der UFL bereits genutzt.
McKay kündigte an, eine Onside-Kick-Änderung mit den Special-Teams-Koordinatoren zu besprechen. Jegliche Veränderungen - ob Onside Kick oder Kickoff-Regel - müssen von mindestens 24 der 32 NFL-Teams durchgewunken werden. McKay geht davon aus, dass die Vorschläge bei den League Meetings im März diskutiert werden.








