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Rees und Kaiser als kleine Lichtblicke

Zu langsam! Dämpfer für den DSV bei Biathlon-EM

Johanna Puff konnte auf der Strecke nicht mithalten
Johanna Puff konnte auf der Strecke nicht mithalten
Foto: © IMAGO/Harald Deubert
02. Februar 2025, 08:14
sport.de
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Nachdem die deutschen Frauen am Mittwoch mit einem Doppelsieg im schießlastigen Einzel für einen herausragenden Start in die Biathlon-Europameisterschaft gesorgt hatten, zeigten die weiteren Rennen auf, dass die DSV-Skijägerinnen und -Skijägern in der Loipe sehr viel von der Spitze trennt. Das untermauerten auch die Verfolger am Samstag.

Bei den Frauen sicherte sich am Samstag die Lettin Baiba Bendika (33:54,4/3 Schießfehler), die im Sprint noch Bronze gewann, den Titel. Dahinter landete Sprint-Europameisterin Anna-Karin Heijdenberg (+15,6/4Schießfehler) aus Schweden, Rang drei ging an die 22-jährige Italienerin Linda Zingerle (+19,2/2 Schießfehler), die sich als Elfte des Sprints stark verbesserte.

Als beste Deutsche beendete Einzel-Europameisterin Johanna Puff das Rennen als Neunte. Dass die 22-Jährige als einzige Athletin keinen Fehler schoss, auf die Siegerin aber dennoch 48,8 Sekunden verlor und sogar zwei Plätze im Vergleich zum Sprint einbüßte, offenbart bereits die deutschen Probleme. 

Auch Sophia Scherer leistete sich nur einen Fehler, verlor als 20. (+2:11,5) allerdings sogar drei Ränge. Besser machten es Anna Weidel (+2:21,0/2 Schießfehler), die von Rang 37 auf Platz 23 vorlief, Marion Wiesensarter (+2:57,2/2 Fehler), die als 49. startete und 27. wurde und Marlene Fichtner (+3:26,5/2 Schießfehler), die als 31. 16 Ränge gutmachen konnte.

Julia Kink, die als 60. des Sprints so gerade noch in den Verfolger rutschte, beendete das Rennen als 47. (+5:18,4/5Schießfehler).

Während sich die Schießeinlagen der Deutschen durchaus sehen lassen können, war die Leistung auf der Strecke sehr ernüchternd. Von der reinen Laufzeit war Weidel als 20. beste DSV-Starterin, Puff landete zum Beispiel als 47. weit abgeschlagen im Hinterfeld. 

Rees und Kaiser als kleine Lichtblicke

Etwas besser lief für die Männer, bei denen Roman Rees (+1:31,0/2 Schießfehler) von Rang 26 ins Rennen gehend, immerhin als Zehnter die Top 10 enterte. Auch Simon Kaiser (+1:47,1/4 Schießfehler) wusste als Zwölfter zu überzeugen. Kaiser belegte im Sprint nur Platz 33. Lucas Fratzscher (+1:51,6/3 Schießfehler) büßte als 14. hingegen fünf Plätze ein, David Zobel (+2:40,4/4 Schießfehler) verlor sogar 16 Positionen und wurde nur 26. 

Auch der 22-jährige Franz Schaser (+2:57,1/3 Schießfehler) verlor als 30. 16 Ränge.

Beruhigend: Wenigstens die Herren stellten mit Kaiser (viertbeste Laufzeit) einen Athleten, der in der Loipe mithalten konnte. 

Durchaus überraschend waren die ansonsten immer dominierenden Norweger diesmal auf der Strecke nicht das Maß aller Dinge. Norge musste sich in Person von Isak Frey (+22,7/2 Schießfehler), Sverre Aspenes (+37,5/4Schießfehler) und Sprintsieger Sivert Bakken (+46,3/3 Schießfehler) am Sonntag mit den Rängen zwei bis vier zufriedengeben. EM-Gold holte überraschend Patrick Braunhofer aus Italien (34:27,2/0 Schießfehler).

EM 2024/2025

1LettlandBaiba Bendika33:54.40m
2SchwedenAnna-Karin Heijdenberg+15.60s
3ItalienLinda Zingerle+19.20s
4EstlandTuuli Tomingas+27.60s
5FrankreichSophie Chauveau+27.80s

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