Yuki Tsunoda hat zum Jahreswechsel nicht den erhofften Stammplatz bei Red Bull bekommen. Jacques Villeneuve glaubt, dass der Japaner bald sogar ganz aus der Formel 1 verschwinden könnte.
"Er ist nur wegen Honda da. An einem gewissen Punkt wird das aufhören. Und die Lesart ist ja auch recht deutlich, dass das sowieso seine letzte Saison mit der Red-Bull-Familie wird", sagte die F1-Ikone im Interview mit "actionnetwork.com".
Sobald Red Bull nicht mehr auf den Japaner setzt, dürfte es für Yuki Tsunoda schwer werden, ein neues Cockpit zu finden, glaubt Jacques Villeneuve. "Ich sehe kein Team, das ihn will, wenn es nicht gerade großen Druck von Honda gibt", prognostizierte der Kanadier. Mit Blick auf die neue Saison erwartet er deshalb: "Tsunoda wird der Erste sein, der das Feld verlässt."
Zumindest theoretisch denkbar wäre zum Jahr 2026 zwar der Schritt zu Aston Martin. Denn ab dem kommenden Jahr steigt Honda dort als Motorenlieferant ein. Und der Großkonzern aus Japan könnte Interesse an einem heimischen Fahrer im Team haben.
Villeneuve erwartet Überraschungen in der Formel 1
Doch Villeneuve glaubt, dass der Traditionsrennstall ganz andere Probleme haben wird als das Marketing. Er rechnet damit, dass Aston Martin trotz der Verpflichtung von Star-Designer Adrian Newey hinter den Erwartung zurück bleiben wird.
"Ich würde sagen, Aston Martin wird die größte Enttäuschung der Saison 2025", so seine These. Denn Newey habe "noch gar keine Zeit gehabt, um einen Einfluss auf das Team zu haben. Die Erwartungen von außen und den Fans werden also fehl am Platze sein", so Villeneuve
Die größte Überraschung könnte derweil Williams werden, glaubt Villeneuve. Das liegt vor allem an der Verpflichtung von Carlos Sainz.
"Seine ersten Tests waren beeindruckend, weil das Auto gleich schneller war als zuvor. Und er war generell immer ein Team-Aufbauer, überall, wo er war." Damit sei der Spanier genau das, was Williams jetzt benötige: "Das könnte ein toller Fortschritt für sie werden."


