Michael Schumacher hat es bei seinem Comeback nicht geschafft, Fernando Alonso versucht es seit Jahren: Im Alter von 40+ einen Grand Prix der Formel 1 zu gewinnen. Seit dem 7. Januar steht auch bei Lewis Hamilton die "4", womit er die Chance hat, einem illustren Kreis der Alten F1-Herren beizutreten.
Luigi Fagioli. Ein Name, bei dem man direkt Lust auf eine Runde "Mario Kart" und einen Teller Bohnen bekommt. Vor allem aber einer, der für einen der unglaublichsten Rekorde der Formel 1 steht.
Denn Luigi Fagioli brachte beim Großen Preis von Frankreich 1951 das Kunststück fertig, im Alter von 53 Jahren und 22 Tagen ein Formel-1-Rennen zu gewinnen.
Damit führt "der alte Räuber aus den Abruzzen" - welch ein Spitzname! - die Tabelle der ältesten Rennsieger mit großem Abstand an.
Auf Rang zwei folgt mit Nino Farina ein weiterer Italiener. Er hatte schon 46 Lenze auf dem Buckel, als er 1953 den Deutschland-GP gewann. Ebenfalls 46, aber acht Monate jünger, war der fünfmalige Champion Juan Manuel Fangio bei seinem Nürburgring-Triumph 1957. Auch der Spitzname des Argentiniers muss an dieser Stelle genannt sein: "Der Krummbeinige".
Und Sir Lewis Hamilton? Der Rekordweltmeister würde mit einem Sieg im Ferrari in die Riege der Sieger mit 40+ vorstoßen (siehe Tabelle). Schon jetzt ist der Brite im Alters-Präsidium der F1-Sieger vertreten. Bei seinem Sieg in der Vorsaison in Silverstone war Hamilton 39 und ein halbes Jahr alt.
| Platz | Fahrer | Alter | Letzter GP-Sieg |
| 1 | Luigi Fagioli | 53 | Frankreich-GP 1951 |
| 2 | Nino Farina | 46 | Deutschland 1953 |
| 3 | Juan Manuel Fangio | 46 | Deutschland 1957 |
| 4 | Piero Taruffi | 45 | Schweiz 1952 |
| 5 | Jack Brabham | 43 | Südafrika 1970 |
| 6 | Nigel Mansell | 41 | Australien 1994 |
| 7 | Maurice Trintignant | 40 | Monaco 1958 |
| 8 | Graham Hill | 40 | Monaco 1969 |
| 9 | Clay Regazzoni | 39 | Großbritannien 1979 |
| 10 | Lewis Hamilton | 39 | Großbritannien 2024 |
Formel 1: Hamilton könnte Mansell überholen
Da der Engländer bei der Scuderia einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben hat, also mindestens bis Ende 2026 für das Team aus Maranello Gas gibt, könnte Hamilton im ewigen Alters-Ranking noch bis auf Rang sechs vorstoßen. Diesen belegt sein Landsmann Nigel Mansell.
Die Schnauzbart-Ikone wurde in der Saison 1994 als amtierenden IndyCar-Champion für die letzten Rennen von Williams verpflichtet. Der Weltmeister von 1992 sollte Damon Hill im WM-Kampf gegen Michael Schumacher unterstützen.
Der Plan schien aufzugehen. Beim Saisonfinale in Adelaide schnappte der Altmeister Schumacher die Pole Position weg. Beim Start wurde Mansell von den Titelrivalen aber direkt stehen gelassen. Das Rennen Down Under gewann er letztlich, weil Schumacher und Hill kollidierten und ausschieden.



