Die Formel-1-Saison 2024 ist Geschichte - und damit auch die Zeit von Sergio Pérez als Red-Bull-Fahrer. Der Mexikaner wird sein Cockpit dem Vernehmen nach verlieren. Noch im Laufe des Montags will der Rennstall ihm diese Entscheidung mitteilen. Sein Nachfolger soll kurz darauf bekanntgegeben werden.
Das 90. Rennen für Red Bull Racing war gleichzeitig das letzte für Sergio Pérez. Im Paddock gibt es keine Zweifel am Rauswurf des Mexikaners, der zwar über einen laufenden Vertrag verfügt, sportlich aber dermaßen weit neben den Spur unterwegs war, dass den Verantwortlichen keine andere Wahl bleibt, als ihn zu vorzeitig entlassen.
Helmut Marko bekräftigte am Sonntag in Abu Dhabi erneut, dass es am Montag vor Ort zu Gesprächen kommen wird. "Da werden die Fakten besprochen. Danach wird die Entscheidung getroffen", sagte der Grazer nach dem Rennen. Was Marko zudem betonte: Nach dem Gipfeltreffen wird nicht nur die Pérez-Zukunft geklärt sein, sondern auch die Besetzungen der beiden Teams in der Saison 2025.
Red Bull gibt 2025er-Aufgebot zeitnah bekannt
Die Bekanntgabe der beiden Line-Ups wird wenig später erfolgen, vielleicht sogar schon am Dienstag, nachdem Yuki Tsunoda seine Testfahrten im Red Bull beendet hat. "Ich denke nicht, dass wir die Entscheidung am Montag verkünden, sondern warten, bis Yuki seinen Test absolviert hat. Das wird alles morgen [am Montag] besprochen", erklärte Marko.
Pérez selbst versicherte bis zu dem Rennen in Abu Dhabi noch, er werde auch 2025 für Red Bull fahren und verwies immer wieder auf seinen Vertrag. Am Sonntag klang der Mexikaner aber plötzlich ganz anders. "Wir werden besprechen, wie die Situation für beide Seiten aussieht und sehen, ob wir eine Einigung erzielen können", sagte er.
Die Zahlen sprechen gegen Pérez
Geht es nach Marko, wird besagte Einigung in einer Trennung münden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich der 81-Jährige für einen Rauswurf des Mexikaners ausspricht. Er wünsche sich zwei Fahrer, die "regelmäßig punkten", erklärte er am Sonntag mit Verweis auf den Stand in der WM-Wertung.
Dort holte Checo 285 Punkte weniger als Max Verstappen. So groß ist der Abstand zwischen zwei Fahrern bei keinem anderen Top-Team. "Das", so meinte Marko vielsagend, "erklärt mathematisch eh alles".



