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Lebensgefahr drohte

"War alles zu viel": Kilde spricht über Horror-Verletzung

Ski-Ass Aleksander Aamodt Kilde strebt ein Comeback an
Ski-Ass Aleksander Aamodt Kilde strebt ein Comeback an
Foto: © IMAGO/Cornelius Poppe
05. November 2024, 07:43
sport.de
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Die Horror-Verletzung von Aleksander Aamodt Kilde in Wengen schockte am 13. Januar die Ski-Alpin-Szene. Nun sprach der frühere Gesamtweltcupsieger über Komplikationen, die nach seinem schweren Sturz auftraten - und über Zweifel an einem Comeback auf der Piste.

An Skifahren ist bei Aleksander Aamodt Kilde zurzeit noch nicht zu denken. Im Oktober gab der Norweger bekannt, dass er sich einer erneuten Schulteroperation unterziehen werden müsse und daher für die Saison im Ski-Alpin-Weltcup 2024/25 ausfalle.

Immerhin: Beim Weltcup-Auftakt in Sölden am vergangenen Wochenende war Kilde vor Ort und drückte seiner Verlobten Mikaela Shiffrin die Daumen.

Vor den Kameras machte das Ski-Traumpaar gute Miene zum bösen Spiel. Denn nach der schweren Schulterverletzung, die sich Kilde am 13. Januar bei einem Sturz auf der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen zuzog, ist nach wie vor unklar, ob der 32-Jährige seine erfolgreiche Laufbahn fortsetzen kann.

Ski Alpin: Kilde zweifelte an Comeback-Chancen

Bei seinem Unfall kugelte sich Kilde unter anderem die Schulter aus, nach der fälligen Operation bildete sich eine Infektion, die die Rückkehr des Gesamtweltcupsiegers der Saison 2019/2020 in diesem Winter verhindert.

Über die Schwere seiner Schulterblessur packte Kilde, der sich bei dem Horror-Sturz auch den Unterschenkel mit den Skikanten aufschlitzte, nun allerdings auch sehr besorgniserregende Details aus.

"Die Infektion begann, den Knochen zu zersetzen. Ich muss warten, bis die Infektion verschwunden ist, erst dann kann ich mich ein weiteres Mal operieren lassen", berichtete er der österreichischen Tageszeitung "Standard". Der Ski-Star räumte ein, dass er eine Zeit lang auch um sein Leben bangte: "Ich stand knapp vor einer Blutvergiftung. Das willst du auf keinen Fall bekommen, das hätte lebensgefährlich werden können."

Kilde gab außerdem zu, dass er zwischenzeitlich an seinen Comeback-Chancen gezweifelt habe: "Ich war unsicher, ob ich zurückkommen kann und will. Es war mir alles zu viel." Er wolle es trotzdem versuchen, stellte der 32-Jährige klar: "Ich liebe das, was ich tue. Ich spüre nicht nur Leidenschaft für den Sport, sondern auch für den Lebensstil. Jetzt, wo ich monatelang von meinen Teamkollegen getrennt war, merkte ich, dass ich das vermisse."

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