Der Kampf gegen das zunehmende Zeitspiel im Profifußball ist seit Jahren ein wichtiges Thema für die der Regelhüter des IFAB (International Football Association Board). Nun ist offenbar eine weitreichende Änderung geplant, welche den Torhüter zu schnelleren Abschlägen zwingen soll. Schiri-Boss Knut Kircher begrüßt die Idee.
In engen Spielen nehmen Torhüter viel Zeit von der Uhr, wenn sie ewig brauchen, um den Ball nach einer abgefangenen Flanke oder einem gehaltenen Schuss zurück ins Spiel bringen. Bis zu 20 Sekunden halten die Keeper das Spielgerät in den Händen, obwohl im Regelwerk vorgesehen ist, dass der Ball innerhalb von sechs Sekunden wieder zu spielen ist.
Für ein solches Vergehen ist eigentlich ein indirekter Freistoß vorgesehen. Folgen hat das zu lange Halten der Pille allerdings kaum einmal. Der Regelverstoß bleibt somit sowohl im Amateurbereich als auch im Profifußball fast immer folgenlos. Der Ärger darüber ist groß. Nun ist offenbar eine Revolution dieser Regel geplant.
Schiri-Boss Kircher "ein Freund dieser Idee"
Laut "Bild" wurden bei einer Versammlung des International Football Association Board erste Tests ausgewertet, die in vielen unterklassigen Ligen seit März durchgeführt wurden. Auf Grund der Ergebnisse sieht die IFAB weitreichende Veränderungen vor. Zukünftig soll ein Vergehen mit einer Strafecke oder einem Einwurf auf Höhe des Elfmeterpunktes bestraft werden.
Demnach soll das Zeitlimit von sechs auf acht Sekunden erhöht werden, wenn der Keeper beim Abschlag von einem Gegenspieler behindert wird. Um es dem Torhüter zu erleichtern, wird der Schiedsrichter die verbleibende Sekunden deutlich sichtbar mit der Hand herunterzählen. Ähnlich läuft es bereits beim Futsal.
Leistet sich der Schlussmann ein erstes Vergehen, wird er ermahnt. Beim zweiten Regelverstoß folgt dann eine Verwarnung. Die IFAB geht davon aus, dass diese Änderung das Zeitspiel wirksam "verhindern oder zumindest eindämmen" wird. Eine ähnliche Auffassung vertritt auch Schiri-Boss Knut Kircher.
"Das würde definitiv dazu beitragen, die Netto-Spielzeit zu erhöhen, ich bin ein Freund dieser Idee", erklärte der 55-Jährige auf Nachfrage der "Bild"



























