Der Mega-Fight um die Schwergewichtskrone endete für Ex-Weltmeister Anthony Joshua am Samstag mit einer krachenden Niederlage. Für Oleksandr Usyk ist der Ausgang des Duells keine Überraschung, der Box-Superstar habe krasse Fehler gemacht.
"Ich bin nicht schockiert, weil so ist Boxen. Daniel Dubois war heute besser", sagte der Ukrainer nach dem Fight im Londoner Wembley-Stadion gegenüber "Boxing King Media".
Usyk hatte den Kampf zuvor am Rande des Rings verfolgt. Für ihn war klar: Joshua habe sich durch schlechte Technik unnötig in Gefahr gebracht.
Besonders bemängelte er die Beinarbeit des Kollegen. Denn anstatt sein Gewicht über Ausfallschritte nach hinten zu verlagern, habe Joshua meist versucht, nur den Oberkörper zu drehen.
"Er hatte ein großes Problem. Das war diese Position, sie ist gefährlich. Warum das so ist, haben wir gesehen", bewertete Usyk den Auftritt.
Boxen: Anthony Joshua geht viermal zu Boden
Joshua war am Samstag vor 96.000 Zuschauern gegen seinen britischen Landsmann und IBF-Weltmeister regelrecht untergegangen, Joshua verlor den Kampf durch K.o. in der fünften Runde - er war bereits zum vierten Mal zu Boden gegangen.
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Mit einem Sieg hätte sich Joshua zum dritten Mal die Schwergewichts-Krone aufsetzen können, doch nun steht die Zukunft des einstigen Klitschko-Bezwingers nach der vierten Niederlage im 32. Profikampf schwer in Frage.
Zu einem ähnlichen Fazit wie Usyk kam auch dessen Promoter Alex Krassyuk. "Die Beinarbeit war das Problem, die Mentalität war das Problem. Ich dachte, ich sehe einen Mann mit dem Gesicht von AJ, der im Inneren jemand ganz anderes ist", sagte er. "Er sah nicht so aus, wie ich es heute von ihm erwartet hätte. Habt ihr seine rechte Hand gesehen? Sie war die ganze Zeit auf Brusthöhe und sein Kinn war oben. Das ist der Traum für einen jeden Boxer."
Nicht nur Dubois hätte leichtes Spiel, wenn ein Gegner so viel Angriffsfläche bietet, meinte Krassyuk.


