Gute ein Jahr nach der Vertragsauflösung bei Borussia Dortmund hat der 12-malige Nationalspieler Nico Schulz einen neuen Verein gefunden. Den Ex-BVB-Profi zieht es in die Türkei, allerdings nicht in die erste Liga.
Stattdessen unterschrieb Schulz einen Zweijahresvertrag beim Zweitligisten MKE Ankaragücü, wie der Klub in einem knappen Statement auf seiner Webseite mittteilte. Demnach erhält der 31-Jährige die Rückennummer 26 beim SüperLig-Absteiger.
Das einzige aus dem deutschen Fußball bekannte Gesicht ist Schulz bei Ankaragücü nicht: Zu seinen Teamkollegen zählt künftig Tolga Cigerci, der früher für den VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach sowie Hertha BSC kickte. Auch der bei Eintracht Frankfurt und RB Leipzig ausgebildete Renat Dadashov steht beim Verein aus der türkischen Hauptstadt Ankara unter Vertrag.
Hintergrund ist die Anklage gegen Schulz wegen dreifacher gefährlicher Körperverletzung gegen seine damals schwangere Ex-Partnerin. Das Verfahren wurde letztlich gegen eine Geldauflage in Höhe von 150.000 Euro eingestellt. Zudem zahlte Schulz seiner früheren Partnerin laut ihrer Aussage weiteren Schadenersatz.
Millionen-Flop beim BVB
Der BVB hatte Schulz im Sommer 2019 für 25 Millionen Euro von der TSG 1899 Hoffenheim verpflichtet. Er absolvierte aufgrund von Verletzungen, Formschwäche und der Negativschlagzeilen abseits des Platzes aber nur 61 Pflichtspiele (ein Tor, drei Vorlagen) für die Schwarz-Gelben.
Im Sommer 2023 wurde sein Vertrag beim BVB aufgelöst. Dafür soll Schulz eine Abfindung in Höhe eines halben Jahresgehalts, Medienberichten zufolge 2,5 Millionen Euro, erhalten haben.
"Es ist uns allen bewusst, dass sich die Dinge für Borussia Dortmund und Nico Schulz in den letzten Jahren nicht wie erhofft entwickelt haben. Dennoch wünschen wir Nico für seine sportliche und persönliche Zukunft alles Gute", sagte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl damals.





























