Seit inzwischen fast 25 Jahren gehört Thomas Müller beim FC Bayern zum Inventar. Es gab aber durchaus Momente, in denen ein Abgang des heute 34-Jährigen aus München im Raum stand.
"Das heißeste Thema war im Winter 2008/09 Hoffenheim, als Jürgen Klinsmann Bayern-Trainer war. Hoffenheim war Tabellenführer und ein aufstrebendes Projekt. Ralf Rangnick wollte mich, bei Bayern stand ich zu der Zeit nicht im Profikader", schilderte Müller in einem Doppel-Interview des "kicker" mit Torwart-Ikone Sepp Maier.
"Zeitpunkte des Nachdenkens" habe es bei ihm auch gegeben, als er 2019 unter dem damaligen Chefcoach Niko Kovac nur eine Reservistenrolle einnahm, schilderte Müller: "Schließlich will man spielen, es geht nicht immer nur ums Geld, sondern um Inhalte. Damals wäre ich für etwas weniger Vereinstreue offen gewesen."
Ernst sei es in diesem Zusammenhang aber mit keinem anderen Verein geworden, beteuerte der Weltmeister von 2014. "Es war eher das Thema, dass ich mich umschauen wollte, wenn der Verein es mir erlaubt. Ich habe mit der Vereinsführung gesprochen, fühlte mich für die Rolle des Reservisten zu ehrgeizig. Es wurde aber nie konkret, weil in dieser Phase der Wechsel zu Hansi Flick erfolgte und es wieder super lief."
FC Bayern: "Saftiges, seriöses Angebot" für Thomas Müller
Eine mögliche Wechsel-Option bot sich Müller bereits einige Jahre zuvor, nicht lange nach dem WM-Triumph in Brasilien: Louis van Gaal, der ihm einst beim FC Bayern zum Durchbruch verhalf, wollte seinen früheren Schützling in die englische Premier League zu Manchester United locken.
"United war 2015 sehr finanzstark, sie hätten ein saftiges, seriöses Angebot vorbereitet. Ich hätte überlegt, zu meinem Förderer zu gehen, aber Bayern hat sofort Nein gesagt, damit war das Thema erledigt", so der Angreifer.
Inzwischen steht Müller bei sage und schreibe 709 Pflichtspielen im Trikot des FC Bayern und ist seit dem Wochenende auch alleiniger Bundesliga-Rekordspieler "seines" Vereins.
"Der FC Bayern hat natürlich ein sehr attraktives Gesamtpaket, dementsprechend war es für mich nicht allzu schwer, immer wieder aufs Neue vereinstreu zu sein. Und anscheinend war ich immer gut genug, dass der Verein entschieden hat, den können wir gut gebrauchen", sagte das Münchner Urgestein.





























