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Vom Jäger zum Gejagten

Neue Rolle für die Detroit Lions

Video: Sind die Detroit Lions bereit für den nächsten Schritt?
20. August 2024, 11:12

Die NFC North in der NFL sieht 2024 so umkämpft wie lange nicht mehr aus mit vier Teams, die auf dem Papier allesamt gute Quarterbacks haben. Die Detroit Lions gehen erstmals als Titelverteidiger ins Rennen, müssen aber schon früh in den Rückspiegel schauen. sport.de blickt voraus in den Division-Previews.

Die Chicago Bears haben kräftig aufgerüstet und gerade im Draft die Weichen für eine potenziell erfolgreiche Zukunft gestellt. Derweil setzen die Green Bay Packers zum Großangriff auf die Detroit Lions an, die trotz ihrer Favoritenrolle ein paar Fragezeichen mit in die Saison nehmen. Und was machen eigentlich die Minnesota Vikings im ersten Jahr nach Kirk Cousins?

sport.de blickt voraus und schätzt die Chancen der Teams für die kommende NFL-Saison ein. Den Anfang macht die NFC North.

NFL Division Preview 2024: NFC North

NFL Preview: Chicago Bears

  • Bilanz 2023: 7-10
  • Wichtigste Zugänge: QB Caleb Williams, WR Rome Odunze, WR Keenan Allen, C Ryan Bates, TE Gerald Everett, RB D'Andre Swift, C Coleman Shelton, S Kevin Byard, S Jonathan Owens, WR DeAndre Carter, WR Dante Pettis
  • Wichtigste Abgänge: QB Justin Fields, S Eddie Jackson, C Cody Whitehair, OG Lucas Patrick, EDGE Yannick Ngakoue, WR EQ St. Brown, RB D'Onta Foreman, WR Darnell Mooney, DT Justin Jones

Chicago Bears: So wird die Saison ein Erfolg

Nach drei Losing Seasons in Serie haben die Chicago Bears durchaus Grund für Optimismus. Top-Pick Caleb Williams bringt frischen Schwung in eine Offense, die zudem mit Keenan Allen und Rome Odunze namhaft verstärkt wurde als Ergänzung zum ohnehin schon vorhandenen Top-Receiver D.J. Moore. Die Offensive Line sieht ebenfalls stärker aus als in den Vorjahren und mit Shane Waldron kam ein neuer Offensive Coordinator, der bereits in Seattle zuletzt gezeigt hat, dass er eine aufs Passspiel ausgerichtete, moderne NFL-Offense aufs Feld schicken kann.

Fragezeichen bleiben derweil hinter der Defense, die aber immerhin punktuell in der Secondary verstärkt wurde und mit Jaylon Johnson seinen herausragenden Cornerback gehalten hat. Zudem bekommt man in diesem Jahr Edge Rusher Montez Sweat von Beginn an, was der Unit einen Boost geben könnte. 

Insgesamt sollte mit dieser Offense mehr möglich sein als in den vergangenen Jahren, in denen wie in Chicago üblich nur selten gerade durch die Luft viel ging. 

Chicago Bears: So wird die Saison ein Misserfolg

Wenn Williams und Odunze nicht direkt zu den Verstärkungen werden, die man sich erhofft hat, könnte es zumindest mal ein schwieriger Start für die Bears werden. Denn die Offense wird nur dann funktioniert, wenn die Rookies, allen voran Williams, schnell ihr Potenzial abrufen.

Defensiv wiederum bleiben einige Fragen offen. Wird Byard die erhoffte Verstärkung auf Safety, nachdem er im Vorjahr bei seinem Kurzauftritt in Philadelphia nicht die gewünschte Wirkung hatte? Reicht der Pass Rush neben und hinter Sweat? Und gelingt es den Linebackern, sich im Vergleich zum Vorjahr zu steigern? Abgesehen davon muss ein starkes Gegenüber für Johnson gefunden werden. Tyrique Stevenson hatte sich als Rookie noch nicht unbedingt in den Vordergrund gespielt.

Chicago Bears: Der X-Faktor - Keenan Allen

Der Neuzugang von den Chargers ist der Schlüssel. Im Slot wird er das Sicherheitsnetz für Williams und wenn dieser mal in Schwierigkeiten gerät, ist es an Allen, dem jungen QB unter die Arme zu greifen. Genauso, wie er es jahrelang in San Diego und Los Angeles gemacht hat.

Chicago Bears: Saison-Prognose 2024

Letztmals gelang den Bears 2018 eine Winning Season (12-4). Mit der neuformierten Offense und dem vielleicht jetzt schon besten Quarterback seit Sid Luckman (1939-1950) ist dies 2024 vielleicht sogar mal wieder drin. Mit den Playoffs könnte es aber dennoch knapp werden, zumal die Konkurrenz in der NFC North stark ist. Dennoch ist Platz 3 drin.

NFL Preview: Detroit Lions

  • Bilanz 2023: 12-5
  • Wichtigste Zugänge: DT D.J. Reader, CB Amik Robertson, EDGE Marcus Davenport, OG Kevin Zeitler, CB Carlton Davis, CB Terrion Arnold, CB Ennis Rakestraw, K Jake Bates 
  • Wichtigste Abgänge: S C.J. Gardner-Johnson, OG Jonah Jackson, QB Teddy Bridgewater, WR Josh Reynolds, EDGE Charles Harris, EDGE Romeo Okwara, DB Tracy Walker, DB Will Haris, CB Cameron Sutton, EDGE Michael Brockers 

Detroit Lions: So wird die Saison ein Erfolg

Die Detroit Lions haben erstmals seit den frühen 90er Jahren wieder eine Division gewonnen und dann sogar das NFC Championship Game erreicht. Dort war in San Francisco Schluss. Doch die vergangene Saison gab Rückenwind und einen Aufschwung, auf dem sich aufbauen lässt. 

Die Lions verfügen weiterhin über eine imposante Offensive Line und wenn Wide Receiver Jameson Williams nach zwei Jahren und sehr langen Ausfällen aus diversen Gründen nun tatsächlich von Beginn an seine PS auf die Straße bringt, dann dürfte diese Offense auch weiter explosiv sein. 

Defensiv wiederum wurde mit Marcus Davenport endlich ein kongenialer Partner für Aidan Hutchinson auf der Edge-Position gefunden und mit Davis und Arnold kamen zwei vielversprechende Cornerbacks, die ein großes Defizit dieser Defense beheben könnten, wenn sie sofort reinfinden. 

Ein großes Plus für die kommende Saison ist zudem der Verbleib von Offensive Coordinator Ben Johnson, der aus irgendeinem Grund immer noch nicht lieber Head Coach irgendwo sein will. Insofern sind die Lions für eine Wiederholung des Vorjahreserfolgs gerüstet.

Detroit Lions: So wird die Saison ein Misserfolg

Wer nun aber das Haar in der Suppe sucht, der wird es auch relativ leicht finden. Es gibt sogar fast ein ganzes Büschel davon. Offensiv ist eben nicht klar, ob Williams nach zwei Jahren als Teilzeitkraft nun tatsächlich seine Topform erreicht. Und darüber hinaus läuft die Suche nach einem dritten Receiver neben ihm und Amon-Ra St. Brown im Slot weiter eher schleppend. Head Coach Dan Campbell ließ wissen, dass man darauf warte, dass sie jemand in den Vordergrund spielt. Betonung lag auf dem Warten.

Abgesehen davon ist die Kadertiefe in der Defense schon mitten im Training Camp ein Fragezeichen. Edge Rusher John Cominsky wird mit einer Knieverletzung sehr sicher die Saison verpassen und Neuzugang D.J. Reader könnte das Jahr mit einer Quadrizeps-Verletzung auf der PUP List beginnen. Zudem wird Cornerback Emmanuel Moseley mit einer Brustmuskelverletzung lange ausfallen.

All das bringt das Team in die Bredouille, zumal gerade die Secondary im Camp nicht den besten Eindruck gemacht hat, trotz der neuen Leute.

Detroit Lions: Der X-Faktor - Terrion Arnold

Es mag übertrieben klingen, aber so wie die Secondary der Lions derzeit bestückt ist, wird es vermutlich eine herausragende Rookie-Saison von Arnold brauchen, um die dortigen Probleme in den Griff zu kriegen. Gegenüber Carlton Davis war schon in Tampa immer nur der Ergänzungsspieler zum besseren Cornernback auf der anderen Seite. Mehr darf man von ihm daher nicht erwarten. Arnold ist die unbekannte Größe und der, der am ehesten Upside mitbringt.

Detroit Lions: Saison-Prognose 2024

Die Lions werden einmal mehr angreifen in dieser Division. Ihre Offense dürfte auch mit nur zwei guten Wide Receivern gefährlich bleiben. Die Defense macht die Geschichte jedoch interessant. Und daher wird es mit einem weiteren Division-Sieg eng. Am Ende wird es nur Rang 2 in der NFC East. 

NFL Preview: Green Bay Packers

  • Bilanz 2023: 9-8
  • Wichtigste Zugänge: RB Josh Jacobs, S Xavier McKinney, OL Jordan Morgan, OT Andre Dillard, RB MarShawn Lloyd, S Javon Bullard, S Evan Williams, LB Edgerrin Cooper, LB Ty'Ron Hopper
  • Wichtigste Abgänge: RB Aaron Jones, OT David Bakhtiari, S Darnell Savage, LB De'Vondre Campbell, OG Jon Runyan, OT Josh Nijman, S Jonathan Owens, 

Green Bay Packers: So wird die Saison ein Erfolg

Jordan Love geht in seine zweite volle Saison als NFL-Starter und hat dafür bereits einen Rekordvertrag erhalten. Neben ihm kommt auch das komplette Receiving Corps inklusive Tight End Luke Musgrove zurück. Neu ist Josh Jacobs im Backfield, der womöglich ein Upgrade gegenüber Aaron Jones sein könnte. 

Diese Eingespieltheit der Offense dürfte ein Trumpf sein, ebenso die Ausgeglichenheit unter den Receivern. Wie Love es so treffend formulierte, ist immer derjenige der Nummer-1-Receiver, zu dem er gerade wirft. Und das macht diese Offense, die weiter von Head Coach Matt LaFleur als Play Caller geführt wird, so unberechenbar. 

Defensiv galt es Defizite in der Secondary auszumerzen, was mit Xavier McKinney als größten Neuzugang sicher gelungen ist. Ansonsten kamen einige vielversprechende Rookies, die frischen Wind in die zuletzt schwächelnde Unit bringen sollen. Das aber vielleicht größte Upgrade gegenüber der Vorsaison ist wohl der Wechsel von Joe Barry zu Jeff Hafley als neuem Defensive Coordinator. Er allein sollte für mehr Stabilität sorgen.

Green Bay Packers: So wird die Saison ein Misserfolg

Das größte Fragezeichen hinter diesem Team ist sicherlich die Offensive Line. Hier wurde einiges verändert. Spannend wird zu sehen, ob Rasheed Walker den Left Tackle geben kann und wie gut Jordan Morgan einschlägt, der erstmal als Right Guard eingeplant ist. Immerhin: Elgton Jenkins wird wohl auf seiner gewohnten Position als Left Guard gesetzt sein und muss nicht wieder anderswo aushelfen.

In der Defense wiederum muss Hafley zeigen, dass sein Scheme nicht nur auf dem College (Boston College) funktioniert. Zudem schicken sich gleich mehrere Rookies an, viel Spielzeit zu bekommen in dieser Unit. Und das ist per se immer ein Risiko.

Abgesehen davon kann man eine Art Sophomore-Slump bei Love nicht vollends ausschließen, schließlich hat die Konkurrenz jetzt erstmals aussagekräftiges Tape zu ihm.

Green Bay Packers: Der X-Faktor - Xavier McKinney

McKinney ist wohl der beste Neue in der Secondary und hat das Zeug dazu, diese Unit zu stabilisieren. Gelingt ihm dies, wären die Packers einer erfolgreichen Saison schon einen gehörigen Schritt näher gekommen. Falls nicht, müsste es die Offense erneut alleine rausreißen.

Green Bay Packers: Saison-Prognose 2024

Die Packers haben bereits in den Playoffs im Januar gezeigt, dass sie mit den Großen mithalten können. Nun ist es ihnen zuzutrauen, dass auch über eine komplette Saison zu zeigen. Es wir ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Lions, doch am Ende gibt die bessere Defense - und der bessere QB - den Ausschlag. Platz 1 in der NFC North!

NFL Preview: Minnesota Vikings

  • Bilanz 2023: 7-10
  • Wichtigste Zugänge: QB J.J. McCarthy, QB Sam Darnold, EDGE Jonathan Greenard, RB Aaron Jones, EDGE Andrew Van Ginkel, LB Blake Cashman, CB Shaquill Griffin, EDGE Dallas Turner, CB Fabian Moreau, CB Stephon Gilmore
  • Wichtigste Abgänge: QB Kirk Cousins, EDGE Danielle Hunter, QB Joshua Dobbs, EDGE Marcus Davenport, WR K.J. Osborn, EDGE D.J. Wonnum, LB Jordan Hicks, RB Alexander Mattison, LB Anthony Barr  

Minnesota Vikings: So wird die Saison ein Erfolg

Offensiv sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Das größte Problem ist jedoch, dass Quarterback J.J. McCarthy nach seiner Knieoperation Mitte August den Rest der Saison verpassen wird. Doch auch mit Sam Darnold als Starter bleibt da ein durchaus gutes Gerüst allen voran mit Superstar-Receiver Justin Jefferson. Generell lebt diese Offense vom Scheme und Head Coach Kevin O'Connell zeigte bereits im Vorjahr, dass er trotz diverser Quarterbacks sein Team auf Kurs halten kann.

Hinzu kommt, dass Aaron Jones dem Team mehr Optionen aus dem Backfield gibt, auch was das Passspiel betrifft.

Defensiv ist es derweil gelungen, sich gerade im Pass Rush noch breiter als bislang aufzustellen. Hunters Abgang ist zwar ein schwerer Verlust, doch mit mit Greenad, Turner und Van Ginkel hat man nun vermutlich mehr Möglichkeiten als im noch im Vorjahr. Gilmore wiederum wird in der Secondary eine größere Baustelle schließen.

Minnesota Vikings: So wird die Saison ein Misserfolg

Man kann relativ leicht sehen, wie dieses Kartenhaus zusammenfallen könnte. Auch wenn O'Connell immer wieder betonte, dass Darnold als Starter in die Saison gehen würde, sah McCarthy früh im Camp und auch in der Preseason so aus, als würde er Darnold schnell überflügeln. Ohne diese Option hat man für die QB-Position ein klar definiertes Ceiling. Und das ist nicht sonderlich hoch. 

Abgesehen davon kann man die Baustelle Cornerback nicht ignorieren. Mekhi Blackmon steht bereits auf IR und nach dem tragischen Unfalltod von Rookie Khyree Jackson ist in diesem Mannschaftsbereich nicht mehr viel Kadertiefe übrig. Und eine wacklige Secondary gepaart mit einer limitierten Offense verheißt nichts Gutes, gerade, wenn die Konkurrenz in der eigenen Division stark ist.

Minnesota Vikings: Der X-Faktor - Sam Darnold

Mit McCarthys Ausfall wird es darauf ankommen, Darnold so gut wie möglich in Position zu bringen und zu unterstützen. Doch letztlich muss er selbst sein Spiel so gut es geht spielen, um die Vikings im Rennen zu halten. Das wird keine leichte Aufgabe, doch niemand hat gesagt, dass Quarterback in der NFL ein leichter Job ist.

Minnesota Vikings: Saison-Prognose 2024

Sie haben den schlechtesten Quarterback der NFC North und eine fragwürdige Passverteidigung. Diese Kombination ist schwer zu kaschieren und wird angesichts der großen Konkurrenz im Norden vermutlich zu Platz 4 der Division führen.

Denver Broncos
Denver Broncos
Broncos
7
7
0
0
0
New England Patriots
New England Patriots
Patriots
10
0
7
3
0
21:00
So, 25.01.
Beendet
Seattle Seahawks
Seattle Seahawks
Seahawks
31
10
7
14
0
Los Angeles Rams
Los Angeles Rams
Rams
27
3
10
14
0
00:30
Mo, 26.01.
Beendet
vollständiger Spielplan

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