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Zungen-Transplantation notwendig

Deutsches Biathlon-Ass nach Horror-Verletzung emotional

Biathletin Juliane Frühwirt hat schwierige Monate hinter sich
Biathletin Juliane Frühwirt hat schwierige Monate hinter sich
Foto: © IMAGO/Ulrich Wagner
19. Juli 2024, 13:14
sport.de
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Im März verunfallte die deutsche Biathletin Juliane Frühwirt auf schreckliche Weise. Die 26-Jährige erlitt im österreichischen Galtür Brüche von Kiefer und Jochbein, sogar eine Zungen-Transplantation war notwendig. Mittlerweile ist sie auf dem Weg der Besserung.

Via Instagram meldete sich Frühwirt zu Wort und berichtete von ihren äußerst komplizierten letzten Monaten.

"100 Tage nach meinem Unfall in Galtür inklusive Kieferbruch, Zungen-Transplantation, Jochbeinbruch und mehrerer hässlicher Zähne, wieder in Innsbruck, dem Ort meiner OP zu sein und an einer Startlinie stehen zu können, war emotional wirklich krass. Oft sind mir vor Dankbarkeit einfach die Tränen gekommen", schrieb die Biathletin nach einem kräftezehrenden Trailrun in den Bergen.

Sie sei sich "ehrlicherweise lange nicht sicher" gewesen, überhaupt wieder Sport treiben zu können. "Offensichtlich hat mein Körper es aber geschafft, alles gut zu reparieren, auch wenn natürlich trotzdem noch nicht jeder Tag gleich ist und ich oft müder bin, als vor dem Unfall", so Frühwirt, die die Gelegenheit nutzte, um ihren Eltern und weiteren Wegbegleitern zu danken.

Die leidgeprüfte Skijägerin richtet ihren Blick nun wieder nach vorne, den Schock ihrer Horror-Verletzung samt OP-Marathon will sie endgültig hinter sich lassen.

Biathletin Frühwirt will "Pleiten-, Pech- und Pannen-Saison" vergessen

Frühwirt, die aus Tambach-Dietharz im Landkreis Gotha (Thüringen) stammt, geht es auch darum, ihren Status im deutschen Biathlon-Aufgebot nach überwiegend enttäuschenden Resultaten wieder zu verbessern.

Im vergangenen Weltcup-Winter lief die 26-Jährige im zweitklassigen IBU Cup lediglich zwei Mal in die Top Ten. Kein Wunder also, dass sie nach ihrem schlimmen Sturz von einer "Pleiten-, Pech- und Pannen-Saison" sprach. Und: "Wenn schon scheiße, dann wohl richtig."

Bisher hat Frühwirt zehn Weltcup-Starts auf dem Buckel. 2016 wurde sie im norwegischen Lillehammer Junioren-Olympiasiegerin im Sprint - der bis heute größte Erfolg ihrer Karriere.

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